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Vertreter von Diakonie und AIDS-Hilfe stehen vor dem neuen Präventionsautomaten, sie halten Päckchen mit Safer Use-Materialien in der Hand.
20 Feb
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Sicheren Konsum ermöglichen: Diakonisches Werk Hanau-Main-Kinzig nimmt ersten Präventionsautomat in Betrieb

Wichtiges Angebot zum Schutz von Leben und Gesundheit: In Hanau ist ab sofort der erste Präventionsautomat in Betrieb. Hier können drogenkonsumierende Menschen anonym und zeitlich unabhängig sichere Verbrauchsmaterialien erhalten. Der Automat wird vom Diakonischen Werk Hanau-Main-Kinzig betrieben und ergänzt das Angebot der ambulanten Suchtberatung.

 

„Als Diakonisches Werk sind wir für alle Menschen da“, stellt Geschäftsführerin Ute Engel fest. Dies gelte auch für Menschen mit einer Suchterkrankung, die nur zu oft am Rande der Gesellschaft stehen. Auch wenn die Abstinenz ein wichtiges Ziel der Suchtkrankenhilfe bleibe, zeige die Praxis, dass viele Menschen weiterhin konsumieren oder der Weg aus der Sucht mitunter lang und beschwerlich sei. Auch in dieser Phase wolle man den Menschen zur Seite stehen und helfen, ihre Gesundheit zu schützen. Seit drei Jahren werden in der Suchtberatung des Diakonischen Werkes deshalb auch sogenannte „Safer-Use-Materialien“ wie beispielsweise sterile Spritzen ausgegeben. Dies hilft, die Übertragung von Infektionskrankheiten wie HIV oder Hepatis zu verhindern, Wundinfektionen und andere gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden. Der Bedarf ist groß, wie Suchtberaterin Hannah Pfister berichtet: Rund 5.000 Nadeln wurden im vergangenen Jahr über die ambulante Suchtberatung des Diakonischen Werks für den sicheren Konsum an Klient*innen ausgegeben. Doch was, wenn die Beratung gerade nicht geöffnet ist? „Wir möchten, dass unsere Klientinnen und Klienten rund um die Uhr mit sauberen und sicheren Utensilien versorgt sind“, so Pfister. Dies sei nun über den Automaten möglich. Gleichzeit sorge das niedrigschwellige Angebot dafür, Hürden abzubauen und den Betroffenen den Weg in die Hilfesysteme zu erleichtern.

Konzeptionell wurde der Präventionsautomat von den hessischen Aidshilfen entwickelt – allen voran der AIDS-Hilfe Hanau und Main-Kinzig-Kreis e.V., und wird seither vom Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport Gesundheit und Pflege unterstützt. „Drogengebrauchende Menschen erleben erhebliche Zugangsbarrieren zu gesellschaftlich relevanten Bereichen wie bedarfsgerechter Gesundheitsversorgung. Das Projekt möchte an dieser Stelle Barrieren abbauen“, so Christian Rosner vom Landesverband der hessischen Aidshilfen und Leitung des Automatenprojektes. Zur feierlichen Inbetriebnahme des Automaten waren neben Partnern aus dem regionalen Hilfenetzwerk auch Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, Stadträtin Isabelle Hemsley, der erste Kreisbeigeordnete Andreas Hofmann und der Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert erschienen. Auch sie betonten die große Bedeutung guter Präventionsangebote für die Gesellschaft und bedankten sich bei den Beteiligten für dieses neue Angebot der Suchtkrankenhilfe.

Über das Diakonische Werk 

Das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig bietet ein umfangreiches Beratungsangebot für Ratsuchende an. Es umfasst Sozial- und Lebensberatung, Suchtberatung, Schuldnerberatung, Flüchtlingsberatung, Migrationsberatung, psychologische Beratung und Betreutes Wohnen für Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung.

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16 Feb
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Kirchenälteste geehrt und berufen

In einem feierlichen Gottesdienst am 15. Februar wurde Herr Peter Bindmann für sein langjähriges Engagement in der Ev. Kirchengemeinde Langenselbold geehrt. Herr Bindmann war seit Beginn der 1980er-Jahre zunächst im Kirchenvorstand, danach als Kirchenältester tätig.

Als Kirchenälteste der Gemeinde wurde in diesem Gottesdienst Frau Margot Knackstedt eingeführt. Sie ist ebenfalls seit vielen Jahrzehnten im Kirchenvorstand und der Ausschussarbeit tätig.

Für die Zukunft wünschen wir Herrn Bindmann und Frau Knackstedt alles Gute!

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14 Feb
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Pfarrstelle vakant – wir suchen Dich/Sie!

Stellenbeschreibung Ev. Kirche Bergen-Enkheim

 

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14 Feb
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SONNTAGS:ZEIT mit Gospelchor am 22. Februar

Am Sonntag, 22. Februar um 17 Uhr wird in der Laurentiuskirche Enkheim wieder in gemütlicher Atmosphäre Gottesdienst unter dem Motto „SONNTAGS:ZEIT für Dich“ gefeiert.
Zu Gast auf dem roten Sessel ist dieses Mal Thomas Zierlewagen. Er wird in einem sehr inspirierenden Impuls von seinen eigenen Erfahrungen zum Thema „Nichts ist unmöglich“ berichten.
Musikalisch wird die Sonntagszeit vom Gospelchor „St. Mary´s Soundwave“ aus Niederdorfelden gestaltet.
Bei einem Glas Wein und Saft gibt es die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.
Weitere Informationen finden Sie auf dem Instagram Account www.instagram.com/sonntags.zeit

 

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07 Feb
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“Diakoniekirche. Begegnen. Beraten. Begleiten.”: Christuskirche Hanau wird zum diakonischen Zentrum

Der Evangelische Kirchenkreis Hanau und das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig wagen einen zukunftsweisenden Schritt: Aus der Christuskirche in der Nähe des Hauptbahnhofs wird ein diakonisches Zentrum. Unter dem Motto „Diakoniekirche. Begegnen. Beraten. Begleiten.“ entsteht hier ein neuer Ort des Austausches, der Hilfe und Hoffnung mitten in der Stadt.

Eine Entscheidung, die einen wertvollen Neuanfang für die Christuskirche bedeutet: Schweren Herzens hatte die Stadtkirchengemeinde aufgrund rückläufiger Mitgliederzahlen und notwendiger Sanierungen entschieden, die Nutzung der Christuskirche als klassische Gemeindekirche zu beenden. Der Evangelische Kirchenkreis Hanau übernimmt das denkmalgeschützte Gebäude nun mit dem klaren Ziel, sie zu bewahren und in ein lebendiges, soziales Zentrum zu verwandeln. „Wir wollen zeigen, dass Kirche bleibt – als Kraftquelle, als Unterstützerin, als offener Raum für die Menschen in unserer Stadt und dem gesamten Main-Kinzig-Kreis“, sagt Dr. Martin Lückhoff, Dekan des Kirchenkreises. In der Diakoniekirche werde die Verbindung von kirchlichem Auftrag und diakonischer Praxis gelebt. Das Projekt sei ein sichtbares Zeichen kirchlicher Präsenz mitten in der Stadt.

Ein Zentrum für Begegnung, Beratung und seelische Stärkung

Geplant ist der Umbau zu einem modernen Büro- und Begegnungshaus mit rund 1.100 Quadratmetern Nutzfläche auf drei Etagen. Das historische Erscheinungsbild bleibt erhalten, zugleich schafft die neue Architektur Raum für vielfältige soziale Angebote. Hauptnutzer des Hauses wird das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig, das mit rund 45 Mitarbeitenden Beratung für Menschen in schwierigen Lebenslagen anbietet: Suchtkranke, überschuldete Personen, Migrant:innen, psychisch belastete Menschen und viele mehr finden hier leicht zugängliche, professionelle Unterstützung. Neben der Beratung wird es außerdem offene Sprechstunden und Begegnungsangebote geben.

„Die Diakoniekirche soll zu einem Ort werden, an dem Menschen Halt finden – ganz gleich, woher sie kommen, woran sie glauben oder was sie mitbringen“, stellt Pfarrerin Ute Engel, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Hanau-Main-Kinzig fest.

Darüber hinaus ist im Erdgeschoss ein Back-Café als offener Treffpunkt geplant: Es lädt alle Menschen zum Verweilen ein – ob zum Kaffee, zum Austausch oder einfach zum Krafttanken – und unterstreicht so die Willkommenskultur der Diakoniekirche. „Für uns als Diakonisches Werk ist die Diakoniekirche ein großer Schritt nach vorn: Wir rücken näher an die Menschen heran, für die wir da sind“, fasst Engel zusammen.

Aktuell befindet sich der Standort des Diakonischen Werkes im Technologiepark Hanau Wolfgang. Der Umzug in die Stadtmitte bringt viele Vorteile mit sich: „Unsere Arbeit wird sichtbarer, nahbarer – und gleichzeitig stärker vernetzt mit dem städtischen Leben und anderen sozialen Akteuren“, so die Geschäftsführerin. Gerade für Menschen in Krisen sei es entscheidend, leicht zugängliche Angebote in erreichbarer Nähe zu finden. Mit dem neuen Standort setzt die Diakonie deshalb auch ein Zeichen: „Hilfsangebote gehören dorthin, wo das Leben spielt – mitten in die Stadt, mitten unter die Menschen.“

Ein Kirchturm als Leuchtturm

Auch die Stadt Hanau steht hinter dem Projekt. Dr. Maximilian Bieri, Bürgermeister der Stadt Hanau, sagt: „Wir begrüßen die geplante Diakoniekirche ausdrücklich und sehen in ihr ein Leuchtturmprojekt im Rahmen der Umgestaltung des Viertels rund um den Hauptbahnhof.“ Mit dem Projekt beweise die Evangelische Kirche in Hanau große Innovationskraft. Die enge Zusammenarbeit von Kirche, Diakonie und Stadtgesellschaft trage dazu bei, das Quartier sozial zu stärken und neue Perspektiven für die Menschen in Hanau zu eröffnen. „Hier entsteht Schritt für Schritt ein starkes Netz aus Unterstützung und Beratung. Dazu passt auch der geplante Neubau des Hauses rund um das Erwerbsleben gegenüber dem Hauptbahnhof: Dort werden Angebote von der Bundesagentur für Arbeit über das Jobcenter und das städtische Sozialamt bis hin zu Fortbildungen der Volkshochschule gebündelt“, so Bieri.

Und Dekan Dr. Lückhoff betont: „Wir glauben, dass dieses Projekt auch über Hanau hinaus Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit gibt.“ Wie bleibt Kirche relevant? Wie wird sie sichtbar? Wie verbindet sie Glauben mit konkretem Handeln? „Die Diakoniekirche Hanau will auf all das eine Antwort geben – ganz im Sinne des gemeinsamen Reformprozesses und als Ausdruck einer Kirche, die bleibt, begegnet, berät und begleitet.“

Das innovative Bauprojekt wird vom Architekturbüro Tobias G. Väth begleitet. Mit viel Erfahrung gestaltet das Büro den Erhalt des historischen Charakters der Christuskirche und verbindet diesen mit modernen Anforderungen, sodass die Diakoniekirche als soziales Zentrum sichtbar wird.

Der Umbau soll bis 2028 abgeschlossen sein. Der Kirchenkreis und das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig werden regelmäßig über Fortschritte berichten. Eine extra dafür eingerichtete Website ist unter diakoniekirche.de erreichbar. Unterstützer:innen aus Kirche, Stadtgesellschaft, Politik und Bürgerschaft sind eingeladen, das Projekt mitzutragen – ideell, finanziell und im Gebet.

Wenn du magst, kann ich dir den Text auch newsletter- oder weboptimiert kürzen, Zwischenüberschriften anpassen oder eine Kurzfassung für Social Media daraus bauen.

 

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07 Feb
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„Schätze aus Glas“: Thematische Zeitreise durch die Geschichte der Marienkirchen-Fenster

 

Eine Zeitreise durch fünf Jahrhunderte, faszinierende Einblicke in die Glaskunst und eine geheimnisvolle Botschaft zum Entschlüsseln: All das bot der Themenabend zu den historischen Glasmalereien der Marienkirche. Unter dem Titel „Schätze aus Glas“ erhielten die Besucherinnen und Besucher spannende Einblicke in Geschichte, Restaurierung und die neue künstlerische Gestaltung der über 500 Jahre alten Fenster.

 

Kerstin Schröder, geschäftsführende Pfarrerin der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Hanau, zeigte sich erfreut über das große Interesse an dem Abend in Hanaus ältester erhaltener Kirche. Unter den Gästen waren zahlreiche Ehrengäste ebenso wie viele Spenderinnen, Spender sowie Patinnen und Paten, die die aufwendige Sanierung unterstützt haben. „Wir laden Sie herzlich ein, mit uns auf eine Entdeckungsreise in die Geschichte unserer Fenster zu gehen“, sagte Schröder.

Diese Reise gestalteten mehrere Fachleute. Dr. Uwe Gast vom Corpus Vitrearum Deutschland (CVMA) in Freiburg eröffnete den Abend mit einem Vortrag über den Fensterbestand der Marienkirche im Wandel der Zeit und die Bedeutung der jüngsten Sanierung. Diese war nicht die erste: „Sieben Mal sind die Glasgemälde seit ihrem Einbau um 1492 versetzt und restauriert worden“, berichtete Gast. Anhand historischer Quellen zeigte er, wie sich Anordnung und Erscheinungsbild der Fenster immer wieder verändert haben. Sein Fazit: Die heutige Anordnung mit dem zentralen Motiv des auferstandenen Christus als Gärtner, welches sich auch im Schlussstein des Kreuzrippengewölbes findet, komme der ursprünglichen vermutlich näher als alle vorherigen.

Glasrestauratorin Ulrike Kunert erläuterte anschließend, wie die Glasmalereien durch fachkundige Bearbeitung nicht nur ihre Strahlkraft zurückgewonnen haben. Mit Bildmaterial zeigte sie, wie durch das Entfernen von Kit und Kaltbemalungen frühere Eingriffe korrigiert und die Motive ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild wieder angenähert wurden.

Eine neue Besonderheit stellte Jörn Neumann vom Atelier Lönne und Neumann vor. Gemeinsam mit Michael Neumann entwickelte er das künstlerische Projekt „Puls“: Ein Punkteraster um die historischen Malereien, das sich mit den Lichtverhältnissen verändert und einen verborgenen Text enthält. „Ein Ornament, geheimnisvoll, aber entschlüsselbar“, so der Künstler. Den Code dazu verriet er den Anwesenden gerne und lud ein, es einmal selbst zu versuchen.

Neben den fachlichen Einblicken stand der Abend auch im Zeichen des Dankes. Für alle Spender*innen und Paten*innen gab es Urkunden, die Schröder gemeinsam mit dem Förderkreisvorstand an die Anwesenden überreichte. Gemeinsam mit Pfarrer Horst Rühl, dem Vorsitzenden des Förderkreises Marienkirche 2.0, bedankte sie sich herzlich bei allen, die die Sanierung der Kirche und besonders der Kirchenfenster unterstützt haben. Ob große oder kleine Spende, Patenschaft oder Kollekte: „Jeder Beitrag hat geholfen, dieses Ziel zu erreichen“, betonte Rühl. „Ohne Sie wäre das nicht möglich gewesen – vielen Dank“, fasst Schröder zusammen.

 

 

 

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