Blog

Notfallseelsorger
11 Dez
0

Einfühlsame Begleiter in Ausnahmesituationen:

Einfühlsame Begleiter in Ausnahmesituationen:
Notfallseelsorge Main-Kinzig sorgt für Menschen Halt und Orientierung, wenn die Welt aus den Fugen gerät.

Ein Moment, und nichts ist mehr wie es war: Um Menschen in Extremsituationen aufzufangen, gibt es die Notfallseelsorge Main-Kinzig. Neben Pfarrpersonen aus den Kirchenkreisen Hanau und Kinzigtal engagieren sich hier mittlerweile rund 50 Ehrenamtliche, um Betroffenen in akuten Krisen beizustehen. Für dieses Engagement wurde die Notfallseelsorge in diesem Jahr mit dem Sozialpreis des Main-Kinzig-Kreises ausgezeichnet.

Eine Auszeichnung, die die Empfänger sehr freut, wie Pfarrer Till Martin Wisseler, zuständig für den Bereich Notfallseelsorge im Main-Kinzig-Kreis, feststellt: „Sie macht eine Arbeit sichtbar, die sonst überwiegend im Verborgenen stattfindet.“ Denn die Notfallseelsorger und Notfallseelsorgerinnen sind immer dann im Einsatz, wenn Menschen plötzlich und unerwartet in emotionale Ausnahmesituationen geraten. Erfolglose Reanimationsversuche, ein Suizid oder das Überbringen von Todesnachrichten gemeinsam mit der Polizei gehören zu den häufigsten Einsatzgründen. Situationen, in denen sich Angehörige oft ohnmächtig und hilflos fühlen. „Wir wollen diesen Menschen in dieser ersten Zeit Orientierung und Sicherheit geben und mit ihnen gemeinsam mögliche Handlungsschritte finden und einleiten“, erklärt Wisseler. Die Notfallseelsorgenden geben Halt und stehen den Betroffenen einfühlsam zur Seite, wenn das Leben aus den Fugen geraten ist.

Alarmiert werden die Notfallseelsorge über die die Zentrale Leitstelle des Main-Kinzig-Kreises, nachdem Einsatzkräfte vor Ort einen Bedarf festgestellt haben. Nicht in jeder kritischen Situation werden die Notfallseelsorger gebraucht, manchmal tragen die sozialen Netze vor Ort. „Aber wo diese Netze fehlen oder nicht tragen, stehen wir bereit“, fasst Wisseler zusammen.

Für den evangelischen Pfarrer ist dies eine absolute Herzensaufgabe: „Wir sehen darin einen grundlegenden Dienst am Menschen“, betont er. Unabhängig von Glaube oder Herkunft der Betroffenen, für jeden, der Beistand braucht. Bis vor kurzem wurde die Notfallseelsorge im Main-Kinzig-Kreis ausschließlich über Pfarrpersonen abgedeckt. Seit fünf Jahren engagieren sich hier auch Ehrenamtliche. Eine große Bereicherung, wie Wisseler feststellt: „Die Ehrenamtlichen bringen noch einmal ganz neue Erfahrungen und Kompetenzen mit.“ Viele von ihnen bringen Erfahrungen aus Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei oder aus pschosozialen ausgerichteten Berufen mit, kennen die belastende Situation bei Einsätzen gut. Auf ihre neue Aufgabe wurden sie alle im Rahmen eines 120 Unterrichtsstunden umfassenden Ausbildungskurs vorbereitet, den Wisseler im Main-Kinzg-Kreis anbietet. Der nächste Kurs startet im Frühjahr 2026, Interessierte für dieses besondere Ehrenamt können sich bis Anfang Januar gerne noch bei Wisseler melden. „Wenn das Leben ins Wanken gerät, braucht es Menschen, die Halt geben“, fasst er zusammen. „Genau dafür sind wir da – leise, zuverlässig und immer dann, wenn andere es am dringendsten brauchen.“

WEITERLESEN
Nikolaus zu Besuch bei der Klinikseelsorge
11 Dez
0

Kleine Gesten, großes Leuchten: Nikolaus besucht die Kinderstationen im Klinikum Hanau

Hoher Besuch im Klinikum Hanau: Am Nikolaustag machte sich Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri als Nikolaus auf den Weg durch die Kinderklinik und die Wochenstation. Gemeinsam mit der Klinikseelsorge und dem Verein Sterntaler e.V. sorgte er für strahlende Gesichter, warme Begegnungen und viele unerwartete Lichtblicke.

Mit kleinen Geschenken, warmen Worten und viel Zeit für jedes einzelne Kind brachte der Nikolaus nicht nur Überraschungen, sondern vor allem ein Stück Wärme und Zuversicht in den oft herausfordernden Klinikalltag. Für die Eltern waren diese Momente ebenso wertvoll – ein Augenblick zum Durchatmen und die Gewissheit, in einer schwierigen Zeit nicht allein zu sein. „Den Kindern und den begleitenden Erwachsenen Freude zu bereiten, ist manchmal das Schönste, was wir schenken können“, findet die evangelische Pfarrerin und Klinikseelsorgerin Simone Heider-Geiß. Gerade für Familien, die rund um den Nikolaustag im Krankenhaus sind, ist der Nikolausbesuch ein wichtiges Zeichen der Nähe und Unterstützung. Organisiert wurde die Aktion auch in diesem Jahr wieder vom ökumenischen Team der Klinikseelsorge am Klinikum Hanau in Kooperation mit dem Verein Sterntaler e.V. „Wir freuen uns sehr, dass uns Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri in diesem Jahr als Nikolaus tatkräftig unterstützt hat“, betont Heider-Geiß. Gemeinsam mit ihm ging es für sie, ihre katholische Kollegin, Klinikseelsorgerin Anna Hartmann, sowie Christina Sünder-Kühn und Martina Buschbeck vom Verein Sterntaler e.V. zuerst ins Foyer der Kinder- und Jugendstation. Dort wurde eine kleine Andacht gefeiert, bei der Sankt Nikolaus seine Geschichte erzählte. Chefarzt Dr. Winfried Krill begleitete die Lieder mit der Gitarre. Die kleinen Präsente, über die sich die Jungen und Mädchen und ihre Eltern sehr freuten, hatten auch in diesem Jahr wieder der Verein Sterntaler und die Klinikseelsorge vorbereitet. „Auch diese Aktion ist möglich dank der vielen Spenderinnen und Spender, die uns dabei unterstützen, den Krankenhausalltag für unsere kleinen Patientinnen und Patienten ein kleines Stückchen heller zu machen“, bedankt sich die Vorsitzende der Sterntaler, Christina Sünder-Kühn.

WEITERLESEN
04 Dez
0

Abschied aus der TelefonSeelsorge: Pfarrerin Christine Kleppe wird am dritten Advent in den Ruhestand verabschiedet

13 Jahre hat Pfarrerin Christine Kleppe die Ökumenische TelefonSeelsorge Main-Kinzig geleitet. Eine bewegte Zeit, in der sie viel erlebt hat. Bevor sie nun am dritten Advent feierlich in den Ruhestand verabschiedet wird, blickt sie noch einmal auf diese Zeit zurück.

Bei Sorgen oder Kummer einfach mal zum Telefon greifen und jemanden das Herz ausschütten: Die TelefonSeelsorge ist 365 Tage im Jahr für Menschen, denen etwas auf dem Herzen liegt, erreichbar. Möglich ist dies dank vieler Ehrenamtlicher, die sich hierfür Zeit nehmen und anderen ihr Ohr schenken. Kleppe selbst hörte erstmals in ihrem Predigtseminar 1987 von diesem Angebot. „Mein Interesse war damals schon geweckt“, erinnert sie sich. Seit den 1990er Jahren engagierte sie sich als Supervisorin und Referentin in der TelefonSeelsorge Main-Kinzig, deren Leitung sie dann 2012 übernahm. „Die Lernlust der Ehrenamtlichen hat mich absolut begeistert“, stellt sie fest. Wie sie Lebenserfahrung und ‚Neues entdecken‘ verbinden und auch im Alter jung und flexibel blieben sei beeindruckend.

Vielfältige Veränderungen
In ihrer Amtszeit hat sich die Arbeit stark gewandelt. Die Digitalisierung prägt inzwischen alle Bereiche: Anrufe, auch aus dem Mobilfunknetz, werden regionalisiert; ein bundesweites Intranet unterstützt Dokumentation, Dienstplanung und Austausch. Seit Ende 2019 bietet die Main-Kinzig-Stelle auch Mail-Seelsorge an. Vor allem jüngere Ratsuchende nutzen dieses Angebot gerne. Deutlich gestiegen sei außerdem die Zahl von Anrufenden mit chronischen psychischen Belastungen. „Die unzureichende Versorgung im psychosozialen Bereich spüren wir ganz unmittelbar“, sagt Kleppe.

Neben inhaltlichen Entwicklungen blieben auch organisatorische Herausforderungen nicht aus. „Das Einwerben von Fördermitteln und Spenden hat immer wieder Kraft gekostet“, erklärt die Leiterin. Umso dankbarer sei sie für die Solidarität vieler Kirchengemeinden und für die Entscheidung des Bistums Fulda, künftig die Hälfte der Personalkosten für die Stellenleitung zu übernehmen. Ein „ermutigender Erfolg“, wie sie betont. For­dernd sei zudem die Corona-Pandemie gewesen, in der die Zahl der Ratsuchenden massiv anstieg und bis heute auf hohem Niveau geblieben ist.

Für die Zukunft der TelefonSeelsorge hat Kleppe klare Wünsche: verlässliche finanzielle und personelle Ausstattung für alle Standorte, eine deutliche Wahrnehmung der kirchlichen Trägerschaft in der Öffentlichkeit und weiterhin Menschen, die sich für dieses anspruchsvolle Ehrenamt gewinnen lassen.
Mit ihrem Ruhestand zum Ende des Jahres schließt sich für Christine Kleppe ein Kreis, der mit dem Info-Abend während ihres Vikariats begonnen hat: „Seelsorge ist Beziehungsarbeit. Das war und ist mein Ding“, fasst sie zusammen und bedankt sich bei den vielen Menschen, die ihr auf diesem Weg begegnet sind und ihr das entsprechende Vertrauen geschenkt haben. „Ich gehe dankbar und bereichert.“

Ihre feierliche Verabschiedung findet am Sonntag, 14. Dezember, um 14 Uhr in der Evangelischen Kirche Langenselbold statt.

WEITERLESEN
02 Dez
0

Adventskonzert des Posauenchores am 2. Advent

Herzliche Einladung zum Adventskonzert am Sonntag,
7. Dezember um 17 Uhr in der Laurentiuskirche in Enkheim.
Anstatt Merry Christmas heißt es dieses Jahr beim Adventskonzert des Evangelischen Posaunenchores „Mary“ Christmas. Warum, werden Sie beim Konzert erleben. Lassen Sie sich überraschen, mit welchen festlichen und beschwingten Stücken Sie der Posaunenchor adventlich einstimmt.
Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

WEITERLESEN
02 Dez
0

Festlicher Gottesdienst zur Einführung des neuen Kirchenvorstandes am 3. Advent

Verabschiedung und Einführung – Zeichen setzen.
Die Zeichen stehen nun auf Neuanfang, nicht nur, weil am 1. Advent das neue Kirchenjahr begonnen hat, sondern weil auch der neue Kirchenvorstand beginnt.
Am 3. Advent, 14.12., werden in einem festlichen Gottesdienst mit Pfarrerin Kathrin Fuchs die ausgeschiedenen Mitglieder des alten Kirchenvorstandes mit Dank aus ihrem Amt verabschiedet und die gewählten und berufenen Mitglieder des neuen Kirchenvorstandes in ihr Amt eingeführt.
Seien Sie dabei, um mit Ihrem Kommen ein Zeichen zu setzen: Mir ist meine Gemeinde wichtig!
Der Gottesdienst beginnt um 10:30 Uhr in der Laurentiuskirche, Enkheim.
Anschließend sind alle zu Sekt und Selters und Gesprächen eingeladen.

WEITERLESEN
02 Dez
0

Singen im Advent

Singen im Advent
Mit anderen zusammenkommen, beten, hören, sich vom Licht der Kerzen gefangen nehmen lassen, zur Ruhe kommen, sich auf Weihnachten vorbereiten und vor allem viel singen.
Dazu laden wir alle herzlich ein dienstags im Advent:
2.12., 9.12. & 16.12.,
um jeweils 17 Uhr in die Berger Kirche.
Die Andachten gestalten Dörte Diederichs-Rolfes und Harald Ketzer an den Tasten.

WEITERLESEN