Gebäudeprozess

Informationen zum Gebäudeprozess im Kirchenkreis Hanau

Viele meinen, die evangelische Kirche sei ‚steinreich‘.

Das stimmt im übertragenen Sinne: Die Kirche besitzt viele Gebäude (Kirchen, Pfarrhäuser, Gemeindehäuser., KiTas.) mit denen sie der Gemeinschaft dient. Aber die heutige Anzahl der Gebäude kann nicht mehr finanziert werden: Steigende Kosten und sinkende Einnahmen durch den Kirchenmitgliederrückgang zwingen die Kirchengemeinden zu Anpassungen Ihres Gebäudebestandes. Hier sind innovative Lösungen gefragt, um dennoch die Fortsetzung der Gemeindearbeit vor Ort zu ermöglichen – eventuell an einem anderen Ort, in einer anderen Form oder zusammen mit einem neuen Partner.

 

Dieser Newsletter will in unregelmäßigen Abständen Beispiele von Gemeinden nennen, die Lösungen für ihre Gebäude gefunden haben. Dies soll die Kreativität anregen, eigene Lösungen zu finden und Mut machen, diesen Weg der Zukunftsfindung der Gebäude und der Gemeindearbeit zu gehen.

Beispielprojekte

Wenn eine Kirche schließen muss…

Im Aschaffenburger Stadtteil Strietwald stand von 1972 bis 2021 die Lutherkirche, eine Filialkirche der Paulusgemeinde, ein Gottesdiensthaus in Fertigbauweise. Trotz Teil-Sanierung im Jahr 2012 begann aufgrund der weiter zurückgehenden Anzahl von Gemeindemitgliedern und Kirchenbesuchern ab 2017 eine mehrjährige Diskussion über die mögliche Abgabe des Gebäudes. Eine Suche nach zusätzlicher Nutzung der Kirche verlief ergebnislos, die hohen laufenden Kosten, eine ansonsten notwendige umfassende energetische Sanierung überzeugten letztendlich alle Kirchenvorstände, dem Verkauf zuzustimmen. Von der Landeskirche in München erging die dringende Empfehlung zur Schließung der Kirche, da, gemessen an der Zahl der Gemeindemitglieder, in der St. Paulusgemeinde zu viel Fläche gehalten wurde. Der Abriss erfolgte 2021. Das Inventar aus dem Gottesdienstraum wurde gegen Spende abgegeben oder fand weitere Verwendung in der St. Pauluskirche. Unterdessen stehen drei Mehrfamilienhäuser sowie ein Einfamilienhaus auf dem Grundstück. Der Verkaufserlös wurde u.a. zu Sanierungen rund um bzw. in der St. Paulusgemeinde in Aschaffenburg Damm genutzt.

Kirche teilen ökumenisch

 

Ernst gemacht mit der Vision von einer „ökumenischen Wohngemeinschaft“ haben die evangelische und die katholische Kirchengemeinde im Krefelder Stadtteil Gartenstadt. Beide Gemeinden nutzen seit 2020 eine Kirche und das angrenzende Gemeindezentrum gemeinsam. Aus der St. Pius-Kirche ist die „Pius-Lukas-Kirche“ geworden, deutlicher Ausdruck für die Eigenständigkeit und Verbindung beider Gemeinden unter dem gemeinsamen ökumenischen Dach. Weitere Beispiele für Ökumenische Nutzungen finden sich in der Veröffentlichung „Und wenn wir alle zusammenziehen? Praxisleitfaden für die ökumenische Nutzung von Kirchen und Gemeindehäusern“, die Sie auf Wunsch als pdf erhalten können.

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