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06 Aug
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Unser Büro macht Urlaub noch bis zum 15. August

Natürlich macht unser ev. Gemeindebüro keinen Urlaub, sondern Anna Kneipp, unsere Sekretärin.

Eigentlich hätte sie noch eine Abwesenheitsnotiz bei ihren Mails hinterlassen, aber an ihrem letzten Arbeitstag hat ihr PC hat seinen Geist völlig aufgegeben, so dass keinerlei Arbeiten mehr möglich war. Und auch der Anrufbeantworter lässt sich leider nicht besprechen; auch Fachleute bekommen das nicht hin.
So bitte ich Sie herzlich um Verständnis für alle diesbezüglichen Unanmehmlichkeiten.
Wenn Sie Fragen haben oder eine Bescheinigung brauchen, melden Sie sich gerne bei mir telefonisch unter 06109 31872 oder per Mail Kathrin.Fuchs@ekkw.de.
Ab dem 18. August ist Anna Kneipp wieder zu den gewohnten Zeiten im Büro erreichbar: montags und donnerstags von 8:30 – 11:30 Uhr.

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Eine Person schreibt den Namen eines Verstorbenen auf ein Bild mit Pusteblume
28 Jul
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„Denn gemeinsam ist man nicht allein“: Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende

Hanau/Main-Kinzig-Kreis. Musik, Gespräche und gemeinsames Erinnern: Mit einer stimmungsvollen Veranstaltung hat das Diakonische Werk Hanau – Main-Kinzig in der vergangenen Woche an Menschen erinnert, die in Folge ihres Drogenkonsums gestorben sind. Passend zum Internationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende am 21. Juli hat die Einrichtung der evangelischen Kirche dabei den Blick auch auf aktuelle Probleme in der Suchthilfe und Gesundheitspolitik gelegt.

2.137 Menschen sind im vergangenen Jahr in Deutschland an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben. „So viele wie noch nie“, wie Suchttherapeutin Hannah Pfister feststellt. Auch Menschen aus Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis. Beim Gedenktag des Diakonischen Werkes kamen Angehörige und Freunde, Mitarbeitende und Partner aus dem regionalen Hilfenetzwerk zusammen, um sich gemeinsam an diese Menschen zu erinnern. „Nicht, um in Trauer zu erstarren – sondern um sichtbar zu machen, was sonst oft übersehen wird: Diese Tode waren vermeidbar“, so die Suchttherapeutin. Hinter jedem Verstorbenen steht dabei eine eigene Geschichte. „Es waren Menschen mit Hoffnungen, Brüchen und mit Geschichten, die nie zu Ende erzählt wurden.“ Manche von ihnen hätten noch wenige Tage vor ihrem Tod gelacht. Andere seien müde gewesen. Nicht vom Leben, sondern vom ständigen Überleben. Viele hätten Hilfe gesucht und stattdessen Bürokratie, Vorurteile und geschlossene Türen gefunden. „Sie starben nicht nur an einer Substanz – sondern auch daran, dass seit Jahren strukturell weggeschaut wird.“ Schon jetzt zeichne sich ab, dass auch 2025 keine sinkenden Zahlen in dieser traurigen Statistik zu erwarten sind. Die Gründe dafür seien vielfältig, wie die Fachfrau erklärt. So nehmen zum einen synthetische Opioide, Crack und verunreinigte Substanzen zu. Zum anderen sei die Suchthilfe spürbar unterfinanziert, regional ungleich verteilt und vielfach nicht erreichbar. Hilfesuchende würden zudem durch Stigmatisierung, Angst vor Strafverfolgung und soziale Hürden abgeschreckt. „Was wir brauchen, ist eine Drogenpolitik, die Menschenleben schützt, nicht ihre Lebensweise bestraft.“ Hier sieht Pfister vor allem fünf sofort umsetzbare Maßnahmen als wichtigen Schritt: Das Ausbauen von Frühwarnsystemen, die Konsumenten zeitnah warnen, wenn gefährliche oder verunreinigte Stoffe in Umlauf seien. Den rezeptfreien und einfachen Zugriff auf das Mediakment Naloxon, durch das bei Opioidüberdosierungen Leben gerettet werden können. Die Vereinfachung von Substitution durch wohnortnahe Angebote, weniger bürokratische Hürden und mehr Wahlfreiheit bei den Mitteln. Die flächendeckende Einführung von Drogenkonsumräumen sowie die Legalisierung von Drugchecking. „Nur wer weiß, was er konsumiert, kann entscheiden“, erklärt die Fachfrau. Drugchecking senke die Risiken, rette Leben und öffne Wege in die Beratung und Hilfesysteme. „Als evangelische Kirche setzen wir uns auch für Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein“, erklärt Dekan Dr. Martin Lückhoff vom Evangelischen Kirchenkreis Hanau zu dem auch das Diakonische Werk Hanau –  Main-Kinzig gehört. Er lobt das Engagement und die große Kompetenz der Mitarbeitenden, die Menschen mit einer Suchterkrankung hier helfen. „Der Weg aus einer Suchterkrankung ist nicht einfach – es ist gut, dass Betroffene ihn nicht alleine gehen müssen.“

Das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig setzt sich für soziale Gerechtigkeit und die Unterstützung von benachteiligten und belasteten Menschen in der Region ein. Mit vielfältigen Angeboten hilft das Werk Menschen in Krisensituationen und fördert ihre gesellschaftliche Teilhabe – unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebenslage. Die Arbeit reicht von psychosozialer Beratung und Suchtprävention über die Flüchtlings- und Migrationsberatung, allgemeine Sozialberatung und Schuldnerberatung bis hin zu betreutem Wohnen, Bildungsprojekten und niedrigschwelligen Alltagshilfen. Weitere Informationen zum Diakonischen Werk Hanau – Main-Kinzig erhalten Sie auf der Homepage: www.diakonie-hanau.de

Spendenkonto: Evangelische Bank eG, IBAN: DE39 5206 0410 0001 8001 08, BIC: GENODEF1EK1, Empfänger: Kirchenkreisamt Hanau, Verwendungszweck: Diakonisches Werk Hanau-Main-Kinzig.

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24 Jul
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Rocksong-Predigten im August

Predigtreihe zu Rocksongs 

Es muss nicht immer ein Bibeltext sein, der Predigtvorlage ist. Es kann auch ein Lied sein, sogar ein Rocksong.
An drei Sonntagen im August gilt es, himmlische Botschaften zu entdecken.
3.08. Led Zeppelin und Stairway to Heaven – Laurentiuskirche
10.08. Eric Clapton und Tears in Heaven – es ist übrigens im EG plus zu finden unter der Nummer 161 – Berger Kirche
17.08. The Rolling Stones featuring Lady Gaga und Stevie Wonder und Sweet Sounds of Heaven – Laurentiuskirche
Alle Gottesdienste beginnen um 10:30 Uhr mit Pfarrerin Kathrin Fuchs.

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Gruppenbild der Ausbildungsklasse in Nairobi
11 Jul
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Von der Marienkirche nach Nairobi – wie aus einer Bauplane Zukunft entsteht

Was passiert mit der großen Plane, die während der Renovierung unserer Marienkirche den Chorraum vom Kirchenschiff abtrennt, wenn sie nicht mehr gebraucht wird? Statt im Müll zu landen, macht sie sich auf eine lange Reise: nach Nairobi, in die Leder- und Nähwerkstatt eines Ausbildungsprojekts von Cargo Human Care e.V. in Kenia. Dort werden junge Menschen zu Taschenmachern – und aus einem Stück Baustelle wird ein Stück Zukunft.

Diese Idee war der Ausgangspunkt für unsere Reise nach Kenia: Wir wollten die Werkstatt kennenlernen, die beteiligten Menschen treffen und die anderen Projekte von Cargo Human Care mit eigenen Augen sehen. Drei Tage waren wir in Nairobi unterwegs – und kamen mit dem Herzen voller Eindrücke zurück. Wir haben verschiedene Einrichtungen dieses beeindruckenden Hilfsprojekts besucht: das Medical Center, das Mother’s Mercy Home, die John Kaheni Residenz, die Näh- und Lederwerkstatt, sowie das Happy Child Education Center. Ebenso die beiden Partnerprojekte The Nest und Garden of Siloam. Überall haben wir Menschen getroffen, die mit großem Engagement, Herz und Sachverstand daran arbeiten, Kindern, Jugendlichen und Familien neue Perspektiven zu geben – durch Bildung, medizinische Versorgung, Betreuung und berufliche Qualifizierung.

Besonders tief bewegt hat uns der Besuch in The Nest. Dort werden Kleinkinder und Säuglinge aufgenommen, deren Mütter im Gefängnis sind – aber auch Kinder, die ausgesetzt wurden oder in akuter familiärer Not leben, etwa nach Vernachlässigung oder Gewalt. Diese Kinder finden im Nest einen geschützten Raum, Zuwendung und Fürsorge – so lange, bis ihre Mütter wieder für sie sorgen können oder andere Wege für ihre Zukunft gefunden werden. Die Atmosphäre dort war zutiefst berührend: liebevoll, zugewandt und getragen von dem festen Willen, auch den Kleinsten einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Was uns so sehr beeindruckt hat: Cargo Human Care begleitet Kinder und Jugendliche oft über viele Jahre hinweg – von der Geburt bis ins junge Erwachsenenalter. So entstehen stabile Lebenswege, wo sonst kaum Chancen wären. Vom ersten sicheren Ort im Nest, über Schulbildung und medizinische Versorgung bis hin zur Berufsausbildung – all das wird möglich gemacht durch die enge und verlässliche Begleitung. Die Näh- und Lederwerkstatt hat uns eindrucksvoll vor Augen geführt, wie wichtig berufliche Ausbildung für Jugendliche ist. Hier erhalten junge Menschen eine fundierte Qualifikation – und damit die Chance, auf eigenen Füßen zu stehen und ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. In genau dieser Werkstatt wird auch unser gemeinsames Projekt mit Marienkirche 2.0 realisiert: Die Plane aus unserer Kirche wird dort zu Taschen verarbeitet, die wir in Deutschland gegen Spende abgeben wollen. Der Erlös soll jeweils zur Hälfte der Ausbildungseinrichtung in Nairobi und dem Projekt Marienkirche 2.0 in Hanau zugutekommen. So unterstützen wir unser heimisches Projekt und auch die Erziehungs- und Bildungsarbeit von Cargo Human Care für Menschen in Kenia, die in ihrem eigenen Umfeld sonst keine Chancen hätten.

Unsere Reise wurde durch die großzügige Unterstützung der Lufthansa, die die Flugkosten bei Reisen im Rahmen von Cargo Human Care übernimmt, überhaupt erst möglich. So kann jeder investierte Euro direkt in die Projekte fließen.

Diese Reise hat uns einmal mehr gezeigt, wie viel Mut, Hoffnung und Zukunft entstehen kann, wenn Menschen sich füreinander einsetzen – über Kontinente hinweg.

Ab Herbst 2025 werden diese Taschen gegen eine Spende bei unseren Veranstaltungen angeboten und wir freuen uns sehr, wenn Sie beide Projekte dadurch tatkräftig unterstützen!

Wer mehr erfahren möchte:

https://cargohumancare.de

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Eine Person schreibt den Namen eines Verstorbenen auf ein Bild mit Pusteblume
11 Jul
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„Du fehlst …“ – Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende am 21. Juli

Jedes Jahr am 21. Juli wird bundesweit an Menschen erinnert, die in Folge ihres Drogen- oder Alkoholkonsums verstorben sind. Auch das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig beteiligt sich an diesem wichtigen Aktionstag und lädt zu einer Gedenkveranstaltung in die Christuskirche Hanau ein.

„Jeder Mensch verdient es, gesehen und gewürdigt zu werden – auch und gerade dann, wenn sein Weg von Brüchen und Krisen geprägt war“, betont Ute Engel, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Hanau – Main-Kinzig. Nur zu oft werde das große Leid, das sich für Betroffene und Angehörige hinter einer Suchterkrankung verbirgt, übersehen. „Der Gedenktag erinnert uns daran, dass hinter jeder Zahl ein Name, ein Gesicht und eine Geschichte stehen.“

Mit einer Gedenkveranstaltung am 21. Juli möchte das Diakonische Werk diesen Namen und Gesichtern einen Raum geben. Ab 12:30 Uhr soll mit Musik, Redebeiträgen und viel Raum für Austausch der Verstorbenen Drogengebrauchenden in würdevollen und geschützten Rahmen gedankt werden. „Besonders herzlich eingeladen sind Angehörige und Freunde, Wegbegleiter und Mitarbeitende aus dem Suchthilfenetzwerk“, betont die Organisatorin.  Beim Gedenktag gehe es aber nicht nur um die Erinnerung und den Schmerz des Verlustes. Seit seiner Entstehung 1994 hat er sich auch zu einem internationalen Symbol für Mitgefühl und gesellschaftliche Verantwortung entwickelt. Er ruft auch dazu auf, Betroffene mit einer Suchterkrankung nicht zu stigmatisieren, sondern ihnen mit Würde und Respekt zu begegnen, wie Engel erklärt: „Sucht ist keine moralische Schwäche, sondern eine Erkrankung“, stellt sie fest. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, Hilfen zugänglich zu machen, Ausgrenzung zu überwinden und solidarisch an der Seite der Betroffenen zu stehen.“

Das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig setzt sich für soziale Gerechtigkeit und die Unterstützung von benachteiligten und belasteten Menschen in der Region ein. Mit vielfältigen Angeboten hilft das Werk Menschen in Krisensituationen und fördert ihre gesellschaftliche Teilhabe – unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebenslage. Die Arbeit reicht von psychosozialer Beratung und Suchtprävention über die Flüchtlings- und Migrationsberatung, allgemeine Sozialberatung und Schuldnerberatung bis hin zu betreutem Wohnen, Bildungsprojekten und niedrigschwelligen Alltagshilfen.

Weitere Informationen zum Diakonischen Werk Hanau – Main-Kinzig erhalten Sie auf der Homepage: www.diakonie-hanau.de

Spendenkonto: Evangelische Bank eG, IBAN: DE39 5206 0410 0001 8001 08, BIC: GENODEF1EK1, Empfänger: Kirchenkreisamt Hanau, Verwendungszweck: Diakonisches Werk Hanau-Main-Kinzig.

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Gruppenfoto der Unterzeichnenden, Pfarrerin Schröder hält den unterschriebenen Vertag in die Kamera.
03 Jul
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Umwidmung Christuskirche – wichtiger Meilenstein erreicht

Am 9. Februar verabschiedete sich die Ev. Stadtkirchengemeinde Hanau mit einem Gottesdienst von der Christuskirche als sakralem Ort. Damals erklärte Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri: „Die Christuskirche war über viele Jahrzehnte hinweg ein Ort des Gebets, der Gemeinschaft und des Trostes. Jetzt beginnt ein neues Kapitel, das Wandel und Erneuerung symbolisiert“. Bereits damals wurde von einer diakonischen Stätte gesprochen, um diesen Ort weiterhin im christlichen Sinn zu nutzen.

Auf dem Weg dahin wurde nun ein wichtiger Meilenstein erreicht: Pfr. Kerstin Schröder, geschäftsführende Pfarrerin der Ev. Stadtkirchengemeinde Hanau, und Thorsten Hitzel, Vorstandsvorsitzender der Martin Luther Stiftung, zeichneten einen Mietvertrag, mit dem die Martin Luther Stiftung ab Juli 2025 das bisherige Gemeindehaus mit neuem Leben erfüllen wird. „Wir sind sehr glücklich, mit der Martin Luther Stiftung einen Partner gefunden zu haben, der auf sehr lange Zeit diesen Ort zum Wohl der Menschen in Hanau für gemeinnützigen Zwecken nutzen wird“, so Pfr. Schröder. Thorsten Hitzel ergänzt: „Wir freuen uns auf eine segensreiche Zusammenarbeit und danken allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz und das entgegengebrachte Vertrauen.“

Anfangs wird die Zentrale der Diakoniestation, des ambulanten Pflegedienstes der Stiftung und das Team des ambulanten Hospizdienstes der Stiftung einziehen. Später, nach der Übernahme des Gesamtgeländes außer der Kirche, wird das Beratungsangebot der Stiftung weiterentwickelt und weitere Dienstleistungen in die Räumlichkeiten einziehen. Hierzu einigten sich beide Partner auf einen Erbbaurechtsvertrag. Jetzt gilt es für die rechtliche Wirksamkeit noch die verschiedenen formalen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Martin Luther Stiftung baldmöglichst ihren Teil des Areals vollständig übernehmen kann.

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