Pädagogisches Konzept

Ein kleiner konzeptioneller Rundgang durch die ev. Tageseinrichtung für Kinder

 

GESETZLICHE GRUNDLAGEN UND AUFTRAG

Die Evangelische Tageseinrichtung für Kinder orientiert ihr erzieherisches Handeln an der Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus. Dabei werden Wert- und Sinnfragen sowie religiöse Vorerfahrungen der Kinder aufgenommen und Hilfen für die gegenwärtige und künftige Lebensbewältigung in christlicher Verantwortung gegeben. Sie unterstützt und fördert mit ihren familienergänzenden Angeboten die Personensorgeberechtigten bei ihrer Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit sowie bei der Erfüllung eines gegebenen Taufversprechens. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Einrichtungsträger, erzieherisch tätigem Personal und den Personensorgeberechtigten, in der Regel den Eltern, ist für alle unerlässlich.“

 

In unserer 3 gruppigen Einrichtung beherbergen wir zurzeit 60 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. Sie teilen sich wie folgt in einem teiloffenen situationsorientierten Konzept auf:

Der Sternengruppe gehören 15 Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren an.

In der Mondgruppe haben wir im Rahmen von 20 3-6 jährigen Kindern einen Integrationsplatz für behinderte Kinder und von Behinderung bedrohte Kinder.

Die Sonnengruppe setzt sich regulär aus 25 Kindern im Alter von 3-6 Jahren zusammen.

Die Gesamtöffnungszeit der Tageseinrichtung ist von 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr, die Kinder können für folgende Zeiten angemeldet werden:

7.00 Uhr bis 12:30 Uhr

7.00 Uhr bis 14.00 Uhr mit Mittagessen

7.00 Uhr bis 16.30 Uhr mit Mittagessen und Nachmittagssnack

Die Einrichtung ist zu folgenden Zeiten geschlossen:

  • in den letzten 3 Wochen der hessischen Sommerferien
  • an 2 beweglichen Ferientagen der Schule
  • 5 Tage für Teamfortbildung
  • in der Zeit um Weihnachten und Neujahr 5 Arbeitstage

 

RÄUMLICHKEITEN UND AUSSENGELÄNDE

Im Erdgeschoss der Einrichtung befinden sich 3 Gruppenräume, jeweils mit integrierter Kinderküche, einer zweiten Spielebene und einem Ausgang zum Garten und zur Außenanlage; ebenso die Küche sowie Sanitärräume (2 Waschräume mit Kindertoiletten und 1 Behinderten-WC) und ein Abstellkämmerchen (Reinigungsgeräte, Putzmittel usw.)

Im 1. Stockwerk befinden sich Funktionsräume (Mehrzweckraum, Intensivraum, Büro, Personalraum) und Materialräume sowie ein weiterer Sanitärraum mit Toilette und Dusche.

Die Außenanlage, der Natur-Erlebnis-Garten, hält für die Kinder Holzspielgeräte (Klettergerüst, Rutsche, Hängemattenschaukel) und einen Rundweg zum Rad- und Rollerfahren bereit und bietet ihnen mit Sandkasten und integriertem Wasserlauf, Baumhaus, Hügel, Tunnel und zahlreichen Gebüschen, Weidentipi, einer Holz-Seil-Kletterlandschaft, Gemüse- Kräuter- und Obstbeeten und einem Bienenhaus zahlreiche Natur- und Sinneserfahrungen.

Im Keller befindet sich ein Bewegungsraum,  der mit kleinen und großen Turngeräten ausgestattet ist; er verfügt über einen eigenen Ausgang zur Außenanlage. Auch hier befindet sich eine Kindertoilette mit Waschbecken.

 

ZIEL DER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT:           

STÄRKUNG DER BASISKOMPETENZEN

Unsere Einrichtung sieht eine ihrer Hauptaufgaben darin, die Basiskompetenzen der ihr anvertrauten Kinder zu fördern und zu stärken, um sie, angelehnt an den hessischen Erziehungs- und Bildungsplan, auf ihr Leben nachhaltig vorzubereiten. Sie sollen sich wohl fühlen, gesund erhalten und eine positive Einstellung sich und ihrer Umwelt gegenüber erwerben. So werden sie zu aktiven Gestaltern in der Gemeinschaft und sind als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft anerkannt.

Wir unterscheiden vier Basiskompetenzen:

Kindbezogene Fähigkeiten (individuelle Kompetenzen)

Die kindbezogenen Kompetenzen meinen, dass das Vertrauen der Kinder in ihre Einzigartigkeit bestärkt und gefestigt wird. Sie haben das Recht auf Autonomie und Selbstwirksamkeit. Sie bewirken etwas und können beeinflussen. Die Kinder entwickeln ihre eigene Persönlichkeit. Dies beinhaltet auch die Übernahme von Verantwortung für sich und andere. Sie erkennen ihre Bedürfnisse und formulieren diese. Die ErzieherInnen unterstützen die Kinder in der Umsetzung und geben ihnen Freiraum sich auszuprobieren.

Eigene und Fremdgefühle werden dabei wahrgenommen und geäußert. Dabei werden Unterschiede erkannt. Die Kinder lernen angemessen darauf zu reagieren.

Wir geben den Kindern die Möglichkeit, sich interessiert und kreativ mit der Umwelt auseinander zu setzen, Neues zu entdecken, verschiedene Lösungswege auszuprobieren und ihre eigene Leistung zu erkennen.

Gemeinschaftsbezogene Fähigkeiten (soziale Kompetenzen)

Kinder bauen eine Beziehung auf, in der sie Regeln, Werte und Vereinbarungen annehmen lernen. Wir vermitteln ihnen einen rücksichtsvollen Umgang mit Diversität und eigenen Gefühlen und Gedanken. Eigene Ansichten werden vertieft, aber ebenso im Austausch überdacht, erweitert und gegebenenfalls verändert.

Sie entwickeln sich als ganze Persönlichkeit, mit der sie in der Gemeinschaft Positives beitragen können und Verantwortung für ihr Tun übernehmen lernen.

Fähigkeiten zum erfolgreichen Lernen (Lernkompetenzen)

Lernen ist ein unabdingbarer Prozess, der uns ein Leben lang begleitet. Um den sich ständig verändernden Herausforderungen gewachsen zu sein, benötigen wir Lernkompetenzen.

Kinder lernen individuell, indem sie durch eigene Lernstrategien an vorhandenem Wissen anknüpfen.

Das ermöglicht ihnen selbständig nachzudenken, zu planen und zu handeln. Sie können sich so die Welt erschließen und Zusammenhänge erkennen.

Umgang mit Herausforderungen (Resilienz)

Um im Leben bestehen zu können, ist es wichtig, Herausforderungen als Chance und nicht als Bedrohung zu sehen.

Die Kinder sollen spielerisch in ihren individuellen und sozialen Kompetenzen gefördert werden, damit sie zum positiven Gestalter ihres Lebens werden können.

Dies, sowie religiöse Bildungsangebote stärken das Selbstvertrauen und eine gesunde Entwicklung.

 

WICHTIGE ELEMENTE DES PÄDAGOGISCHEN ARBEITSANSATZES

Eingewöhnung neuer Kinder

Die Eingewöhnungsphase gestalten wir individuell nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes und immer in Absprache und Zusammenarbeit mit den Eltern.

Im Erstgespräch, das die GruppenleiterInnen mit den Erziehungsberechtigten führen, werden relevante Informationen, die Einrichtung betreffend, weitergegeben. Es werden die Bedürfnisse des Kindes besprochen und Verabredungen getroffen, die auch die Termine für den „Schnuppertag“ und die Eingewöhnung betreffen. Am „Schnuppertag“ lernen die Kinder unter Begleitung eines Elternteils die Einrichtung erstmalig für einen Vormittag kennen.

Während ihrer Eingewöhnungszeit bleiben die Kinder in ihren jeweiligen Gruppen, um sich dort an die für sie neue Umgebung zu gewöhnen und Vertrauen zu den ErzieherInnen und Kindern aufbauen zu können.

Wichtig ist, dass während dieser Phase die Eltern bzw. Angehörigen des Kindes immer erreichbar sind.

Die Eingewöhnungsphase wird durch einen engen Austausch zwischen den Erziehungsberechtigten und den für die Gruppe zuständigen ErzieherInnen begleitet.

Gruppe und Öffnung

Nach der Eingewöhnungszeit bieten wir den Kindern die Möglichkeit an, sich außerhalb ihrer Gruppe aufzuhalten. Durch diese Teilöffnung unserer Einrichtung lernen die Kinder ein eigenständiges Handeln zu entwickeln. So bekommen sie Kontakt zu anderen Kindern, lernen andere Spielmöglichkeiten und andere ErzieherInnen kennen. Sie können sich entscheiden, wo und mit wem sie spielen möchten.

Die Kinder müssen sich in ihrer jeweiligen Gruppe abmelden und in der ausgewählten Gruppe anmelden. Schüchterne Kinder werden von der GruppenerzieherIn begleitet.

Innerhalb der Woche finden gruppenübergreifende Angebote statt, z. B. Vorschultreff, Andachten, kreative Angebote und Fördereinheiten.

Bildung und Lernen

Kinder haben ein Recht auf Bildung. Dazu gehört auch, dass ein Kind lernt, sich selbst zu organisieren, ein Bild über seine Stärken und Schwächen zu gewinnen und dadurch ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Jedem Kind geben wir größtmögliche Freiräume für seine Entwicklung. Kinder sollen in ihrem Umfeld aktiv lernen und sich positiv entwickeln und sich dabei sicher und geborgen fühlen.

Die Entwicklung der Kinder soll durch vielfältige und anspruchsvolle Aufgaben, die an ihrem aktuellen Entwicklungsstand ausgerichtet sind, ermöglicht und gefördert werden.

So legen wir Wert auf einen ausgeglichenen Wechsel der dazu erforderlichen affektiven, kognitiven und pragmatischen Arbeits- und Spielformen.

Wir bieten den Kindern folgende Angebote im Tagesablauf, in denen wir die Bildungsziele des Hessischen Erziehungs- und Bildungsplanes verfolgen.

Das Freispiel

Das Freispiel nimmt einen großen und wichtigen Bereich in der Tagesgestaltung ein. Es ist das selbstbestimmte Spiel zwischen alltäglichen gemeinsamen Aktionen, Ritualen und angeleiteten Angeboten und Projekten. Die ErzieherInnen gehen dabei in eine vorrangig beobachtende und Hilfestellung gebende Rolle.

In dieser Zeit suchen sich die Kinder selbstbestimmt ihre SpielpartnerInnen, den Spielort, die Spieldauer und die Spielform aus.

Die Gestaltung der einzelnen Gruppenräume, sowie der Natur-Erlebnis-Garten lassen eine individuelle Spielauswahl zu.

So können Kinder z.B. in Rollenspielen oder aber auch im kreativen Bereich (Malen und Basteln) Erlebtes aufarbeiten.

Alleine oder in Begleitung anderer Kinder oder ErzieherInnen können sie sich mit einem Buch in einen ruhigeren Bereich des Raumes zurückziehen, leise Musik hören und entspannen.

Die Fingerfertigkeiten werden z.B. beim Kneten ebenso ausgebildet wie beim Fädeln und Stecken von Perlen.

Puzzle und Tischspiele verschiedener Art und Konstruktionsspiele in der Bauecke stehen für die Kinder bereit, sich mit geometrischen Formen auseinanderzusetzen, sie zu differenzieren und mit ihnen zu experimentieren. Durch die Auswahl an Materialien und die Gestaltung des Raumes wird das Kind über seine Sinne angesprochen, sich z. B. mit Mengen und Zahlen zu beschäftigen und sich somit spielerisch mathematische Kenntnisse anzueignen.

Die Kinder handeln im Freispiel selbstbestimmt, müssen jedoch auf die Bedürfnisse ihres Gegenübers einfühlsam reagieren und ihre Tätigkeiten auf die Möglichkeiten abstimmen.

Mit ihrem Gegenüber verhandeln sie demokratisch den Spielort, bzw. Spielmaterial, Inhalt und Verlauf des gemeinsamen Spiels.

Den Umgang mit Niederlagen erfahren die Kinder im Miteinander. Sie müssen bei auftretenden Problemen oder Konflikten untereinander Lösungswege finden lernen.

Das Freispiel erfordert eine selbstständige Planung und Durchführung der Handlungsschritte der Kinder. Diese werden alleine von den Kindern oder mit der ErzieherIn entwickelt und ausgebaut und im Tagesablauf unterstützend begleitet.

Angebote und Projekte

Wir unterscheiden gruppeninterne und gruppenübergreifende Angebote und Projekte. Gruppeninterne Angebote und Projekte behandeln Wünsche und Bedürfnisse der Gruppenmitglieder, sowie Abläufe und Feste im Jahreskreis.

Sie werden von Kindern und ErzieherInnen der jeweiligen Gruppe ausgewählt und innerhalb dieser Gruppe durchgeführt und reflektiert.

Gruppenübergreifende Angebote und Projekte erstrecken sich auf Kinder unterschiedlicher Gruppen oder der gesamten Einrichtung. Es bilden sich Kleingruppen von Kindern gleicher Interessengebiete oder Bedürfnisse, bzw. heterogener oder homogener Altersgruppen.

Themen aus den folgenden Bildungsbereichen stehen im Vordergrund:

  • Bewegungs- und Naturerfahrungen in Haus und Garten;
  • Wahrnehmung, Aufbau und Einüben sozialer Fähigkeiten;
  • Erlernen und Umsetzung lebenspraktischer Fertigkeiten;
  • Vermittlung von religiösen Werten und Normen und jahreszeitlichen Gegebenheiten;
  • Regel- und Geschicklichkeitsspiele sowie angeleitete Rollenspiele;
  • Geschichten erfahren, erzählen und darstellen;
  • Wahrnehmung von und Umgang mit verschiedenen Materialien und Elementen;
  • Wahrnehmung von und Umgang mit Mengen, Formen, Zahlen und Farben;
  • Wahrnehmung von und Umgang mit Musik (Instrumenten) und Sprache;
  • Wahrnehmung von und Umgang mit bildender und darstellender Kunst;
  • Wahrnehmung von und Umgang mit Medien;
  • Wahrnehmen und Einüben von bestimmten Formen des Zusammenlebens, die sich auch auf die Tischgemeinschaft, die Gesundheit und die Hygiene erstrecken;

Mit der Durchführung von Projektarbeit verknüpfen wir das Ziel, lernmethodische Kompetenzen zu erlangen. Somit legen wir eine gesunde Basis für das bewusste Wissen und die Entwicklung eigener Kompetenzen. Diese Fähig- und Fertigkeiten gilt es anzuwenden, zu beobachten, zu reflektieren, zu regulieren und auszubauen.

Morgenkreis

Gegen 9.00 Uhr beginnt der gemeinsame Morgenkreis. Dieser besteht aus verschiedenen Ritualen, (z.B. Begrüßung, Anzünden einer Kerze, Anfangslied, Zählen der Kinder)

Wir geben den Kindern zeitliche Orientierung durch die Bestimmung des Tages im Jahresablauf.

Die Kinder erzählen von Erlebnissen, äußern ihre Wünsche oder Kritik. Hierbei steht die Beachtung der kommunikativen Fähigkeiten im Vordergrund. Gemeinsam mit der ErzieherIn erörtern sie aktuelle Anlässe oder Themenwünsche. Sie erarbeiten ihr Gruppenthema durch eine ganzheitlich sinnorientierte Methodik; setzen zur Umsetzung Bücher, Figuren, Rollenspiele, Bilder, Lieder, Instrumente, Kreisspiele, Finger- und Bewegungsspiele ein.

Der Morgenkreis endet nach ca. einer halben Stunde. Er dient als Methode, dem Kind die Kompetenzen für das Handeln im sozialen Kontext innerhalb einer Großgruppe zu vermitteln. Hierbei stehen das Erlangen sozialer Kompetenzen, die Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenzen, sowie die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und der demokratischen Teilhabe im Vordergrund.

Forscherstunden

Die Kinder begeben sich neben ihrem Experimentieren und Erforschen im Alltag zusammen mit der ErzieherIn in Kleingruppen und erleben dort die Faszination Naturwissenschaft und Technik mit allen Sinnen. Gemeinsam erfahren sie durch die eigene Durchführung vielfältigster Experimente Gesetzmäßigkeiten aus den Bereichen Biologie, Physik und Chemie. Die Kinder sind am Aufbau von Experimenten beteiligt und überlegen anhand der Materialien, was erforscht werden soll, und wie die nächsten Schritte angegangen werden. Sie denken darüber nach, welche Reaktionen erfolgen und welche Ergebnisse erzielt werden können. Sie stellen Hypothesen auf, die sie durch die Ergebnisse ihres gezielten Forschens bekräftigen können oder widerlegen müssen. Sie erschließen sich ein Bild von den Phänomenen der Naturwissenschaften und lernen, ihre gewonnenen Erkenntnisse in die Bewältigung des Alltages umzusetzen.

Vorschultreff

In unserer Einrichtung treffen sich die im Folgejahr einzuschulenden Kinder einmal wöchentlich mit zwei ErzieherInnen, je nach Anzahl der Kinder in ein oder zwei Gruppen, zum Vorschultreff.

Die wichtigsten Ziele in diesem Treff sind für uns :

– das Erlernen, Erweitern und Festigen von Kommunikationsformen

– die Erweiterung und Festigung der Ich-Kompetenz, die Stärkung des Selbstbewusstseins

– die Schulung der Konfliktfähigkeit

Daneben stehen auch die Festigung der Sprachkompetenz, das selbstständige Erledigen von Arbeitsaufträgen, der Umgang mit Schulmaterialien und der sanfte Übergang in den Schulalltag (siehe Übergänge Kita-Schule) im Fokus.

In Form von verschiedenen Projekten, wie z.B. Kennenlernen und Zurechtfinden in der eigenen Stadt, Theater, Backen und Kochen, lernen die Kinder, sich mit den Gruppenmitgliedern konstruktiv auszutauschen, sich demokratisch abzustimmen, sich zu organisieren, gemeinsam zu lernen und zu einem Ziel zu kommen, über das sich am Ende jedes Kind freuen kann.

Des weiteren werden die Vorschulkinder noch intensiver an Planungen, Vorbereitungen und Durchführungen der Gottesdienste und Feste beteiligt.

Vier Natur-Erlebniswochen sind ein weiteres Angebot in der Vorschularbeit (siehe Natur-Erlebniswochen)

Das Kennenlernen von Arbeitsblättern und ein sorgsamer Umgang mit Arbeitsmaterialien gehören ebenso zum Vorschultreff.

Ausflüge, Verkehrserziehung, Kennenlernen und Besuche verschiedener Institutionen vervollständigen unser Angebot.

Bildungsbereich Musik

Das Singen von Liedern ist ein fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.

Schon im täglichen Morgenkreis werden Lieder, Sing- und Tanzspiele integriert.

So lernen die Kinder das Singen als eine Ausdrucksform von Gefühlen kennen und erweitern spielerisch ihre Sprachkompetenz.

Dabei werden auch, dem Ziel entsprechend, Musikinstrumente eingesetzt oder der eigene Körper als Instrument genutzt. Hierbei werden Takt und Rhythmusgefühl geschult und ausgeprägt.

In den wöchentlich stattfindenden Andachten werden viele Lieder aus dem evangelischen Gesangbuch, aber auch traditionelles Liedgut gesungen, um diesen Schatz für nachfolgende Generationen zu erhalten und poetische Texte kennen und verstehen zu lernen.

Vor Gottesdiensten mit der Gemeinde treffen wir uns regelmäßig mit allen Kindern der Einrichtung zum gemeinsamen Singen, hierbei wird entweder mit Gitarre, Klavier oder Orgel begleitet. Mit Kleingruppen werden zusätzlich Tänze einstudiert. So lernen die Kinder auf unterschiedliche Klänge von Melodien, bzw. Instrumenten zu hören und und diesen durch Bewegung Ausdruck zu verleihen.

Seit Februar 2018 kooperieren wir mit der Musikschule Main-Kinzig ev. in Gelnhausen im Rahmen der Musikalischen Früherziehung.

Einmal in der Woche besucht uns eine MA der Musikschule und trifft sich für die Dauer von 45 Minuten mit den jeweiligen „Entdeckerkindern“.

Es ist kein Musik- Tanz und Gesangsunterricht. Die Musikalische Früherziehung besteht aus vier Bereichen:

  1. Rhythmus, Bewegung und Tanz
  2. Stimme und Sprache
  3. Hören und Konzentrieren
  4. Instrumente (u.a. Orffsches Instrumentarium)

Das Kind erlebt, erfährt und erforscht die Musik in der Gruppe. Daher steht nicht das Kind im Vordergrund, sondern die Gruppe als Orchester oder Chor.

Ca. einmal im Jahr werden Lieder und Tänze für den Seniorennachmittag der Gemeinde einstudiert.

Jeder Gruppe der Einrichtung steht des weiteren ein CD-Spieler zur Verfügung, um auch im Alltag Musik der unterschiedlichsten Art zu hören und sich eventuell dazu zu bewegen oder zur Ruhe zu kommen. Auch eine tragbare Mikrofonanlage lädt ein, mit der eigenen Stimme zu experimentieren, vor der Kleingruppe zu sprechen oder zu singen.

Bewegungserziehung

Unsere Einrichtung verfügt über ein Außengelände mit Naturangebot und vielfältigen Bewegungsangeboten, (siehe auch Natur-Erlebnisgarten)

Eine Kletterwand, eine Rutsche, die Schaukel, Tunnel, ein dynamisches Gelände, verschiedene Bodengründe, eine Holz-Seil-Kletterlandschaft und diverse Rädchen sorgen für ein umfangreiches motorisches Angebot.

Dieser Bereich hat einen hohen Aufforderungscharakter für die Kinder und animiert sie speziell zum eigenen Ausprobieren und schulen ihrer motorischen Fertigkeiten.

Zudem verfügt die Einrichtung im Keller über einen Turnraum mit einer separaten Toilette. Der Turnraum enthält diverse Groß- und Klein-Geräte, wie Matten, Reifen, Bälle und mobile Turnelemente. Für die Kinder, die an ihren Füßen keine sicher sitzenden Hausschuhe haben, stehen Turnsocken zur Verfügung.                                                                                                                                 Die vorhandenen Geräte werden entweder für eine Bewegungsbaustelle oder für spezielle Bewegungseinheiten entsprechend den Bedürfnissen der Kinder angepassten Bewegungsformen eingesetzt.

Ebenfalls bietet sich der große Raum wunderbar zur Ausübung verschiedener Gruppen-Bewegungsspiele an.

Jede Gruppe hat einen wöchentlich festen Turntag. Außerhalb dieser Tage steht der Turnraum allen Gruppen jederzeit zur freien Verfügung.

Bildnerische und darstellende Kunst im Alltag

Unsere Einrichtung bietet den Kindern vielfältige Möglichkeiten bildnerische und darstellende Kunst zu entdecken, zu erfahren und selbst auszuprobieren. Die verschiedenen Bereiche in jedem Gruppenraum laden dazu ein, sich in Rollen zu begeben, um so Erlebtes und Gelerntes zu verinnerlichen oder zu verarbeiten. So stehen Verkleidungsecken und Puppenecken oder Nischen zum Bauen von Höhlen oder Ähnlichem zur Verfügung.

Auch der Flur bietet sich zum Erproben von unbeobachtetem Rollenspiel für ältere Kinder an.

Bastel- und Malutensilien stehen in allen Gruppen bereit, so dass die Kinder jederzeit mit verschiedenen Materialien experimentieren und gestalten können.

Sie entdecken, wie Farben auf sie wirken, erproben verschiedene Techniken und lernen, mit welchen Methoden sie ihre eigenen Empfindungen darstellen können.

In der Vorschularbeit bieten Projekte mit Jeux Dramatiques (Theater ohne Worte) die Möglichkeit, sich in Rollen zu begeben und diese mit Bewegung und Ausdruck zu füllen, um sich so dem Gegenüber mitzuteilen. Sie lernen durch diese Herangehensweise empathisch miteinander umzugehen und den eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

In Rollen schlüpfen und u. a. spüren, wie sich wohl eine andere Person fühlen mag und wie dies auf einen selbst wirkt, erfahren sie im Theaterspiel. Dieses wird insbesondere im Bereich der Religionspädagogik angewandt und wird im Erproben der eigenen Ausdrucksfähigkeit vor anderen Menschen aufgeführt.

Natur-Erlebnis-Garten und Umwelterziehung

> Informationen dazu finden Sie unter Natur-Erlebnis-Garten

Natur-Erlebniswochen

Die Vorschulkinder treffen sich bis spätestens 8.00 Uhr (im Winter um 9.00 Uhr) in der Einrichtung. Sie bringen für die Naturerlebniswochen einen Rucksack mit geeignetem Frühstück und eine Trinkflasche mit. Ihren Weg in die Natur legen die Vorschulkinder zu Fuß und mit dem Bus zurück. Auf dem Weg werden das Verhalten im Straßenverkehr geschult und schon erste naturkundliche Entdeckungen ausgetauscht. Die mitgebrachten Materialien unterstützen die Kinder z.B. in der genauen Beobachtung, bzw. in der differenzierten Bestimmung von Fauna und Flora. Einheiten in Klein- und Gesamtgruppe, bzw. Naturspiele für die Sinne zu bestimmten Fachgebieten erweitern das Wissen im Umgang mit Pflanzen, Tieren und das Interesse, die Natur zu schützen und zu achten.

Die Kinder bewegen sich auf ihrer Entdeckungsreise im unwegsamen Gelände und schulen dadurch u. a. Gleichgewicht und Koordination. Sie bauen sich ganze Bewegungsparcours auf, die sie anschließend mit Freude durchlaufen und ihre Motorik weiterentwickeln. Vom Ehrgeiz gepackt, erhöhen sie mit Unterstützung der ErzieherInnen den Schwierigkeitsgrad stufenweise. Gegen 12 Uhr treffen wir wieder in der Einrichtung ein. Nach Absprache treffen wir uns auch mit dem Förster im Wald und begeben uns mit ihm auf Erkundungstour.

Bücherei

Unsere Bücherei findet alle zwei Wochen mittwochs statt. Zwei ehemalige Kolleginnen aus der Einrichtung und eine Mitarbeiterin der ev. Kinder- und Jugendbibliothek bringen ein wechselndes Sortiment an Bilderbüchern in den Kindergarten und verleihen diese für zwei Wochen an die Kindergartenkinder. In der Zeit von 8.00 Uhr bis 9.00 Uhr können die Kinder diese Möglichkeit wahrnehmen. Danach gibt es die Möglichkeit, Bücher aus der Bücherei den Kindern in kleinen Gruppen vorzustellen.

Das Ziel dieses Angebotes besteht unter anderem darin, dass die Kinder verschiedene Bücher kennenlernen und somit Literacy bezogene Kompetenzen erwerben. Das beinhaltet, das Interesse der Kinder rund um die Buch- und Schriftkultur zu wecken und dadurch das Textverständnis und die sprachliche Abstraktionsfähigkeit zu entwickeln.

Entdeckertouren

Die vier bis fünfjährigen „Entdeckerkinder“ entdecken gruppenübergreifend ihre Stadt mit ihren Institutionen und ihrer Natur. Sie besuchen in Kleingruppen u. a. den Schlosspark, den Seniorenwohnpark, das Büchermeer oder den Weinberg. In Geschäften und Institutionen, wie z.B. einer Bäckerei, vereinbaren wir vorab Termine, um hinter den Kulissen auch etwas über die Arbeit eines Bäckers zu erfahren.

Durch das Aufsuchen der einzelnen Ziele zu Fuß oder mit dem Stadtbus, entdecken sie ihre Umgebung und schulen dadurch u.a. ihren Orientierungssinn. Mit viel Freude nehmen sie Eindrücke wahr.

Sie lernen das richtige Verhalten im Straßenverkehr und den Umgang in der Nutzung der Stadtbusse.

Die Entdeckertage finden zu jeder Jahreszeit alle vier Wochen im Rahmen des Vormittages statt.

Religiöse Bildung

> Informationen dazu finden Sie unter Religionspädagogik

Sprachliche Bildung

Die Sprachförderung und -entwicklung steht in allen unseren Bildungsangeboten im Vordergrund. Im Freispiel legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Verwendung von Bilderbüchern, die sich die Kinder entweder gemeinsam mit der ErzieherIn oder alleine mit SpielkameradInnen betrachten, darüber ins Gespräch kommen, Geschichten weiterentwickeln und „vorlesen“. Sprachspiele finden auch hier ihren Einsatz.

In Projekten und insbesondere im Morgenkreis üben sich die Kinder im freien Erzählen vor der Gruppe und im aktiven Zuhören. Wir setzen Bildergeschichten zu verschiedenen Bereichen ein. Die Kinder bearbeiten und begreifen Themen mit Hilfe von Liedern, Fingerspielen, Reimen oder rhythmischen Versen.

Sie lernen im Alltag ihre Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken und aufeinander folgende Abläufe verbal wiederzugeben.

Durch die Verwendung verschiedener Darstellungsformen erhalten sie eine Vorstellung zu unterschiedlichen Sprachstilen. Sie lernen den Gebrauch dieser einzuschätzen und dem richtigen Einsatzort zuzuordnen.

In der gemeinsamen Kommunikation erleben die Kinder Kulturen, Religionen und Sprachen anderer Länder. Sie lernen Unterschiede kennen und probieren sich darin aus.

Das Erkennen und den Umgang mit nonverbalen Ausdrucksformen erfahren sie im alltäglichen Sozialverhalten und üben dies in Rollen- und Theaterspielen.

Da Kommunikation unser Leben und Miteinander bestimmt, achten alle ErzieherInnen unter anderem auf eine richtige Satzstellung, die klare Aussprache und das Ausreden lassen.

Bei Sprachauffälligkeiten suchen wir Kontakt zu den Eltern und zeigen in einem persönlichen Gespräch Wege auf, wie sie diese überprüfen lassen können.

Um Sprachauffälligkeiten in der Kindertageseinrichtung besser differenzieren zu können und dem eventuellen Förderbedarf gerecht zu werden, stehen uns zur Umsetzung verschiedene Sprachspiele und Fachliteratur zur Verfügung.

Partizipation

Partizipation heißt für uns, Kinder an Entscheidungen, die ihr eigenes Leben und das der Gemeinschaft betreffen, zu beteiligen und Lösungen für Probleme zu finden.

Dazu ist es wichtig, dass Kinder für sich erkennen, was sie wollen, dass sie ausdrücken, was sie bewegt und dass sie mit ihrem Kommunikationspartner eine konstruktive Entscheidung herbeiführen lernen.

Das demokratische Handeln findet sich bei uns in diversen Tätigkeiten und Abläufen wieder, die im Alltag fest verankert sind.

Im Morgenkreis äußern die Kinder ihre Anliegen und Bedürfnisse, die wir gemeinsam aufarbeiten. Themen werden eruiert, die den Tagesablauf festlegen, bzw. beeinflussen, passende Methoden zur Umsetzung gefunden.

Im Freispiel gehen die Kinder durch die angebotene Vielfalt ihren Bedürfnissen nach.

Meinungen treffen aufeinander, die ausgehalten, aber auch angeleitet diskutiert werden.

Es soll ein Grundverständnis eines Wir-Gefühles entstehen, wobei die sozialen Aspekte mit Respekt und Toleranz, aber auch gleichzeitig eine Rollenfindung, die einen politischen Rahmen mit einbezieht, im Vordergrund stehen.

Inklusion und Integration

Kinder in unserer Einrichtung sollen die Erfahrung machen, dass sie bejaht, erwünscht und angenommen sind und sie ihre eigenen Kompetenzen und Fertigkeiten entdecken und ausbilden können. Dies gilt uneingeschränkt für alle Kinder, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, kultureller Herkunft sowie den geistigen und körperlichen Gegebenheiten. Insbesondere Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, von Behinderung bedrohte Kinder und Kinder mit Behinderung sollen diese Erfahrungen wohnortnah und in ihrer natürlichen Altersgruppe machen können. Individuelle Angebote und Hilfen werden ihnen hier zuteil, um ihre Entwicklung zu fördern und ihre Ausgrenzung zu verhindern.

Es ist uns wichtig, diese Kinder nicht bei ihren Defiziten zu behaften, sondern sie mit ihren Stärken wahrzunehmen und sie darin zu fördern.

Große Unterstützung erfahren wir als ErzieherInnen zusammen mit dem Kind und dessen Angehörigen in der engen Zusammenarbeit mit pädagogischen Frühförderstellen. MitarbeiterInnen dieser Institutionen besuchen unsere Einrichtung und arbeiten mit den zu fördernden Kindern. Es findet ein ständiger Austausch zwischen den ErzieherInnen und den Erziehungsberechtigten statt; nach Bedarf werden auch TherapeutInnen und ÄrztInnen hinzugezogen.

Sofern sich Eltern und ErzieherInnen darauf verständigt haben, dass für die Entwicklung des Kindes eine solche besondere Förderung erforderlich ist, stellen sie gemeinsam mit der Leitung der Einrichtung sowie dem Träger einen Antrag auf „Einzelintegration“.

Die Bewilligung wird erteilt, wenn der Kinder- und Jugendarzt des Gesundheitsamtes der Maßnahme zustimmt und die Voraussetzung in der Tageseinrichtung (Gruppenstärke und Fachpersonal) gegeben ist.

Leider können aufgrund der Bauweise der Tageseinrichtung derzeit keine Kinder aufgenommen werden, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Die Möglichkeit der Barrierefreiheit für die Gruppenräume im Erdgeschoss sind Teil der Sanierungsplanung.

Zu einer bewussten evangelischen Arbeit gehört für uns auch die Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Religionen. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die multikulturelle und -religiöse Bevölkerungsstruktur im Rhein-Main-Gebiet, die sich auch in Langenselbold niederschlägt, nehmen wir in unserer Einrichtung auch Kinder auf, die anderen Kulturen entstammen und / oder einer anderen als der christlichen Religion angehören.

Wir sehen hier für alle Beteiligten (Team der Kindertagesstätte, Kinder und ihre Angehörigen) eine gute Möglichkeit, miteinander und voneinander zu lernen – im Erleben von unterschiedlichen Sprachen, religiösen Ausdrucksweisen, Traditionen und Wertsetzungen.

Dies thematisieren wir anhand von bestimmten Situationen, die sich im Zusammenleben innerhalb der Einrichtung ergeben.

Wir gehen davon aus, dass das so erworbene „Wissen“ gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung fördert und so im Rahmen unserer Möglichkeiten zur Verständigung zwischen den Völkern und den Religionen beiträgt.

Als eine ausdrücklich evangelisch-christliche Einrichtung kommt uns hier bei der Gestaltung der gemeinsamen Feiern und Mahlzeiten eine besondere Verantwortung zu.

Die Anmelde- und Aufnahmegespräche führen wir an dieser Stelle mit besonderer Aufmerksamkeit und machen deutlich, welche Möglichkeiten und auch Grenzen unsere evangelische Tageseinrichtung für Kinder und ihre Angehörigen in Fragen der religiösen Bildung und Erziehung bietet.

Gemeinsam mit den Eltern erörtern wir, wie unsere christliche Bildung mit den religiösen Ritualen der Familie vereinbar ist. Wir stellen dar, dass wir Andachten gemeinsam feiern, gleich welcher Glaubenszugehörigkeit. Gewohnte Rituale z. B. beim Beten in den Familien werden nicht in Frage gestellt oder verändert, sondern die Vielfalt der einzelnen Kulturen, zu Gott zu sprechen, erlebt und gelebt.

Ebenso berücksichtigen wir, wenn Kinder aufgrund ihrer Religion oder gesundheitlicher Aspekte verschiedene Nahrungsmittel nicht zu sich nehmen dürfen. Zusammen mit den Eltern finden wir eine adäquate Lösung.

Beobachtung und Dokumentation

Für unsere pädagogische Arbeit ist die gezielte Beobachtung und Dokumentation der Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern eine wesentliche Grundlage.

Dabei steht für uns im Vordergrund die Beobachtung immer individuell und mit Hilfe des Beobachtungsbogens zu dokumentieren.

Uns stehen verschiedene Formen der Beobachtung zur Verfügung. Dazu gehören die spontane, bzw. gezielte Beobachtung , die teilnehmende und nicht teilnehmende Beobachtung, die in Groß- und Kleingruppen und in Einzelbeobachtungen angewendet werden.

Beobachtungen finden im Gruppenalltag permanent statt und werden im Gruppen- und/oder Gesamtteam und gegebenenfalls in einer Fall-Supervision mit einer Fachberatung reflektiert.

Stellen wir einen Förderbedarf fest, so erarbeiten wir im Team, mit den Eltern des Kindes und in interdisziplinären Teams Förderpläne zur Umsetzung der aufgestellten Ziele.

Eine weitere Form der Dokumentation ist das Portfolio, in dem gemeinsam mit dem Kind seine Entwicklungsphasen aus den verschiedenen Bereichen und Erinnerungen an die Kita-Zeit durch Zeichnungen, Fotos und Bildergeschichten dargestellt werden.

 

TAGESABLAUF

Der Tagesablauf ist wie folgt gegliedert:

Zeiten Abläufe der Aktivitäten
7.00 Uhr bis 9.00 Uhr Bringzeit/Öffnung der Gruppen /Freispiel
8.00 Uhr bis 9.30 Uhr Freies Frühstück/Gemeinsames Frühstück in den Gruppen
9.30 Uhr bis 10.00 Uhr Morgenkreis in den jeweiligen Gruppen
10.00 Uhr bis 12.30 Uhr Angebote, Projektarbeit in der jeweiligen Gruppe, gruppenübergreifende Angebote, Freispiel
12.00 Uhr bis 12.30 Uhr Abholen der Regelkinder
11.30 Uhr bis 12.30 Uhr Mittagessen
12.30 Uhr bis 14.30 Uhr Schlaf- und Ruhezeit, je nach Bedürfnis des Kindes
12.30 Uhr bis 14.30 Uhr Freispielphase der Kinder, die nicht schlafen
14.00 Uhr Abholen der Kinder mit einem erweiterten Regelplatz
14.30 Uhr Nachmittagssnackzeit für die Ganztagskinder
15.00 Uhr bis 16.30 Uhr Spiel am Bedürfnis der Kinder orientiert, Abholen der Ganztagskinder

 

UNTERNEHMUNGEN UND EXKURSIONEN

Unternehmungen und Exkursionen helfen dem Kind lebenspraktische Fähigkeiten zu erwerben und auszubauen. Eine Auseinandersetzung mit konkreten Alltagstätigkeiten soll das Kind befähigen, Normen und Wertvorstellungen kennen zu lernen und kritisch zu hinterfragen.

Aus diesem Grund legen wir in unserer pädagogischen Arbeit Wert darauf, dass die Kinder gemeinsam mit uns ihren Lebensraum durch gezielte und regelmäßige Besuche der umliegenden Geschäfte, Spielplätze und des Wochenmarktes, sowie Ausflüge in die Natur entdecken und kennen lernen. Besuche bei Polizei, Feuerwehr und anderen Institutionen geben den Kindern Eindrücke in die Infrastruktur ihres Wohnortes. Mit jeder Exkursion, die wir mit den Kindern durchführen, legen wir neue Bausteine für das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

FESTE UND FEIERN

Wir feiern Feste im Jahreskreis, um christliche und humanistische Traditionen und Rituale zu erhalten und Kindern die Entstehung und Inhalte der Feste näher zu bringen.

Dabei vermitteln wir Werte und Normen, die von Achtung und Wertschätzung gegenüber dem Menschen mit seinen verschiedenen kulturellen Hintergründen und der Natur geprägt sind. Zu unseren Festen gehören: Geburtstage, wöchentliche Andachten, ca. drei bis vier Gottesdienste im Jahr zu verschiedenen Anlässen in der Kirche oder im Natur-Erlebnis-Garten, jahreszeitliche Feste, St. Martin-Feier, Bastelnachmittage und Kennenlern-Nachmittage.

BILDUNGS- UND ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT

Elternarbeit ist ein notwendiger und wünschenswerter Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Sie beginnt bereits bei der Anmeldung des Kindes in unserer Einrichtung und zielt auf eine Gemeinschaft, die dazu einlädt, sich im positiven Sinne zu begegnen, auszutauschen und auch Hilfe anzubieten. Dies unterstreicht unser Hauptanliegen, nämlich die Erziehung der Kinder im christlichen Sinne und die Vermittlung christlicher Werte.

Unser Ziel ist es, mit den Eltern eine Erziehungspartnerschaft zu entwickeln, um mit allen am Erziehungsprozess beteiligten Personen zum Wohle des Kindes zu handeln.

Durch verschiedene Gesprächsformen (Tür- und Angelgespräche, Erstgespräche, Entwicklungsgespräche, Reflexionsgespräche) findet ein regelmäßiger Austausch von Mitarbeitern und Eltern über das Kind statt.

In diesen Gesprächen, aber auch durch themenbezogene Elternabende unterstützen wir die Erziehungskompetenzen der Eltern.

Mittels Aushängen, Elternbriefen, Infotafel werden die Eltern über Abläufe der Einrichtung informiert. Die Eltern haben verschiedene Möglichkeiten, um sich an Entscheidungsprozessen der Einrichtung zu beteiligen:

Pro Gruppe werden zwei Elternbeiräte von den Eltern gewählt, die sich zu einem Gesamt-Elternbeirat konstituieren (siehe Elternbeiratsordnung). In regelmäßig stattfindenden Sitzungen mit der Leitung und dem Träger bringt der Elternbeirat Anliegen, Bedürfnisse und Ideen der Elternschaft in die Arbeit der Einrichtung ein.

Zudem organisiert der Elternbeirat Aktivitäten, wie Marktstände, Ausflüge der gesamten Einrichtung mit Eltern und Angehörigen, Feste und Spendenaktionen.

Bei Aktionen rund um die Kindertagesstätte, wie Errichtung, Pflege und Instandhaltung des Natur-Gartens planen und gestalten sie mit.

Eltern können jederzeit Kritik, Beschwerden oder Verbesserungsvorschläge äußern. Wir bearbeiten diese zeitnah und geben den Eltern entsprechend Rückmeldung.

ZUSAMMENARBEIT MIT ANDEREN INSTITUTIONEN

Zum Wohle des Kindes und der Einrichtung ist es unabdingbar, ein soziales Netzwerk zwischen Kita und anderen Institutionen zu knüpfen und zu pflegen. Die intensive Auseinandersetzung und der Austausch mit diesen Stellen führt zu einer Kompetenzerweiterung aller Beteiligten.

  • Ein wichtiges Glied im Netzwerk bildet die Evangelische Kirchengemeinde, mit der wir regelmäßig durch Gottesdienste, Bücherei, Feste, Mitwirkung an Seniorennachmittagen, Gemeindebrief oder verschiedene Gremien in Kontakt treten.
  • Bei Auffälligkeiten von Kindern oder Fragestellungen unsererseits treten wir mit den Frühförderstellen Gelnhausen und Hanau, LogopädInnen, ErgotherapeutInnen, KinderärztInnen und SupervisorInnen in Kontakt. Gegebenenfalls finden daraufhin Besuche, bzw. interdisziplinäre Gespräche mit allen Beteiligten statt.
  • Des weiteren pflegen wir Kontakte zu Jugendamt, Gesundheitsamt, Jugendzahnpflege und Beratungsstelle des MKK
  • Unterstützung bei besonderen Projekten erhalten wir z.B. von der Feuerwehr, der Verkehrsschule des MKK und von ortsansässigen Geschäften.
  • Im Kirchenkreis Hanau finden Sitzungen der Leitungen statt, die von einer Fachberatung des Verbandes der evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder geleitet werden.
  • Im Zuge des HBEP treffen sich Leitungen und MitarbeiterInnen zu regelmäßigen Sitzungen, Fortbildungen und Fachtagen mit den ortsansässigen Kitas, Tagespflegeeltern und Schulen.
  • Wir arbeiten mit Ausbildungsstätten und Schulen unserer PraktikantInnen zusammen.

 

 

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