eine Konfirmation

…Ihr Kind konfirmieren lassen?
…möchten konfirmiert werden?

Wir freuen uns darüber!

Denn das ist ein großer Schritt Richtung Erwachsen-Sein. Früher endete mit der Konfirmation die Schul- und damit die Kinderzeit. Das ist heute zwar anders, aber trotzdem ist das Alter um die 14 für viele eine Zeit des Umbruchs. Die Konfirmandenzeit möchte dabei eine Hilfe sein.
Konfirmation ist Bestätigung, Bestätigung des eigenen Glaubens, Bestätigung des Angebots Gottes an uns Menschen, Bestätigung aber auch des Weges, den Eltern und Paten in der Taufe stellvertretend für ihr Kind eingeschlagen haben. Wenn es auf die Konfirmandenzeit zugeht, stellen sich jedoch zunächst ganz andere, praktische Fragen:

  • Wie lange dauert die Konfirmandenzeit? Wann fängt sie an? Wie und wann muss ich mich anmelden?
  • Wie verläuft die Konfirmandenzeit?
  • Wann ist die Konfirmation und was passiert da genau?
  • Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?
  • Was ist, wenn ich (noch) nicht getauft bin?
  • Was ist bei Umzügen?

 


Die Konfirmandenzeit dauert je nach Gemeinde ein bis anderthalb Jahre.
Ähnlich wie bei anderen Amtshandlungen der Kirche (Taufen, Trauungen, Beerdigungen) ist in der Regel der Pfarrer oder die Pfarrerin zuständig, in dessen/deren Bezirk man wohnt. Alles andere ist Vereinbarungssache.
Selbstverständlich ist die Dauer der Konfirmandenzeit und das Verfahren der Anmeldung in jeder Kirchengemeinde ein wenig anders. Erkundigen Sie sich doch einfach beim zuständigen Pfarramt und / oder halten Sie die Augen auf für Ankündigungen der Kirchengemeinde in der Presse und Gemeindebrief

Bei uns werden Sie eingeladen, die Kinder im Februar oder März anzumelden. Dazu brauchen wir einen Anmeldebogen, der an dem Termin ausgefüllt und (von den Eltern) unterschrieben wird. Das hat auch versicherungsrechtliche Gründe und ist unter anderem Voraussetzung für die Gewährung von Schulfreiheit bei Konfirmandenfahrten. Neben dem Geburtstermin brauchen wir auch den Tauftermin (falls das Kind bereits getauft ist). Am besten bringen Sie das Familienstammbuch mit, denn da ist normalerweise alles drin.
Am Anfang steht ein Gottesdienst zur Vorstellung der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Ab diesem Tag sind die Jungen und Mädchen offiziell in ihr Amt als Konfirmandinnen und Konfirmanden eingeführt. Beim ersten Konfirmandenunterricht und einem Elternabend wird besprochen, wann am Dienstag zukünftig der Unterricht stattfindet. Auch die anderen offenen Fragen nach Materialien, Gottesdienstbesuch und anderem werden dort besprochen.


Die Konfirmandenzeit ist ein Prozess, der eine bestimmte Zeit dauert und in verschiedenen Phasen verläuft. Deshalb ist es wichtig, dass alle an allen Phasen teilnehmen.
Wichtig ist dabei neben der Auseinandersetzung mit sich und seinem Glauben auch das Erleben innerhalb der Gruppe und dass eine Gemeinschaft entsteht. Dies gehört untrennbar mit zu den Erfahrungen hinzu, die die Konfirmandenzeit ausmachen.
Die Konfirmandenzeit hat normalerweise mehrere Elemente:

  • Die wöchentliche Konfirmandenstunde (der »klassische« Konfirmandenunterricht) – meistens dienstags. Dabei steht die Arbeit an Themen und Texten im Vordergrund.
  • Konfirmandenfahrten – wir machen in Kesselstadt normalerweise zwei Freizeiten, einmal drei, einmal vier Tage (dazu gibt es schulfrei).
  • Der sonntägliche Gottesdienstbesuch – wir gehen davon aus, dass Konfirmanden in der Konfirmandenzeit ungefähr alle 14 Tage den Gottesdienst besuchen.
  • Ein Vorstellungsgottesdienst, den die Konfirmandengruppe selbst erarbeitet und hält. Sie stellt sich damit selbst vor und verantwortet Inhalte und Durchführung des Gottesdienstes eigenständig.

 


Die Konfirmation schließt die Konfirmandenzeit mit einem festlichen Gottesdienst ab. Mit dem Gottesdienst verbunden ist die Feier des Abendmahls. Sie wird in unserer Kirchengemeinde seit vielen Jahren am Vorabend als gesonderter Abendmahlsgottesdienst gefeiert. In anderen Gemeinden ist es Teil des Festgottesdienstes, der dadurch allerdings erheblich länger wird.
Anders als der Vorstellungsgottesdienst ist dies ein Gottesdienst für die Konfirmandinnen und Konfirmanden. Die Gemeinde feiert sie. Im Zentrum steht die Einsegnung, die eigentliche Konfirmation. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden knien dazu. Dabei wird auch der Konfirmationsspruch verlesen, den sie sich vorher ausgesucht haben. Er steht auch auf der Urkunde, die sie anschließend erhalten.
Nach dem Gottesdienst ist Zeit und Gelegenheit für Gratulationen. Das Gruppenfoto wird meistens vor dem Gottesdienst aufgenommen. Der Termin der Konfirmation ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, meist im April oder im Mai. In Kesselstadt liegt er meistens auf dem ersten Sonntag nach den Osterschulferien.


Die Voraussetzungen für die Konfirmandenzeit sind zunächst einmal:

  • Interesse an der Sache und an der Gemeinschaft mit anderen
    Selbstverständlich geht es um christliche Themen, um Traditionen und biblische Geschichten. Hin und wieder wird auch etwas auswendig gelernt (wobei das längst nicht mehr den Stellenwert hat wie früher). Oft ist es aber auch gerade das Verhalten innerhalb der Gruppe, der Umgang miteinander und mit anderen, das christliche Themen und Werte deutlich macht.
  • Die Bereitschaft, sich auf einen etwa einjährigen Prozess einzulassen
    Lehrreich und bewegend ist oft gerade die Entwicklung, die die Gruppe und auch die einzelnen innerhalb der Gruppe im Verlauf des Jahres durchmachen. Deshalb gehören alle die verschiedenen Teile der Konfirmandenzeit zusammen und es kann nur schwer etwas fehlen. Das bedeutet, dass während der Konfirmandenzeit im Konfliktfall andere Interessen und Beschäftigungen (z. B. Sportvereine) zurückstehen müssen.
  • Spaß, Humor, Spontaneität und Kreativität
    Denn natürlich ist die Konfirmandenzeit keine nur bierernste Sache. Da wird auch gelacht, gescherzt, gesungen, gemalt, …

Die – sozusagen – dinglichen Voraussetzungen sind:

  • eine Bibel (Gute Nachricht von 1997 oder Luther-Bibel von 1984, je nach Vereinbarung),
  • ein Evangelisches Gesangbuch (EG, kurhessische Ausgabe)
    (kann auch von der Gemeinde gestellt werden),
  • und natürlich Heft und Stifte usw.

Übrigens:
Der Kleine Katechismus Martin Luthers – wenn er denn gebraucht wird – ist im Gesangbuch abgedruckt (EG 806).


Natürlich ist es kein Problem, wenn ein Konfirmand oder eine Konfirmandin noch nicht getauft sind. Das geschieht dann im Verlauf der Konfirmandenzeit, wann genau ist Vereinbarungssache. Immerhin ist das ja eine Gelegenheit, in der Konfirmandengruppe ausführlich über das Thema Taufe zu reden.
Genau genommen ist dies sogar die ursprüngliche Form des Beitritts zur christlichen Gemeinde. Denn der setzt den Glauben und der Glaube wiederum eine gewisse Kenntnis und Urteilsfähigkeit voraus. So gesehen ist die Konfirmandenzeit ohnehin nachgeholter Taufunterricht und die Konfirmation selbst im Grunde überflüssig. Doch dann würde ja die schöne festliche Feier entfallen … An anderer Stelle in unserer Homepage finden Sie noch mehr zum Thema Taufe mehr zum Thema Taufe, einiges zur Erwachsenentaufe (was die Konfirmandentaufe ja eigentlich ist).


Umzüge sind immer eine bewegende Sache im Kreise der Familie. Da gibt es viel zu tun und reichlich Neues. Neben dem Schulwechsel kann dadurch auch ein Wechsel der Konfirmandengruppe nötig werden. Wie das geht, wann das sein kann und wie die Integration in eine schon bestehende Gruppe möglich ist, das lässt sich alles in einem Gespräch mit der zuständigen Pfarrerin oder der zuständigen Pfarrer klären. Gemeinsam wird dann eine Lösung gefunden werden. Das gilt entsprechend natürlich auch für andere »Sonderfälle«, beispielsweise für Kinder, die ein Internat besuchen.

Merten Rabenau mit Dank an Michael Ebersohn für eine gute Vorlage

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