Aktuelles

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

„Da!“ „Weg!“ „Da!“ „Weg!“….
Heute habe ich wieder einmal Internet-Verbinden gespielt.

Denn mein Anbieter hat sich wie so oft nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Für fast drei Stunden war ich gezwungenermaßen offline und sehr froh, dass die Videokonferenz heute früh völlig ohne Probleme verlaufen ist. Das hatte ich auch schon ganz anders.
Zwangsoffline – eigentlich eine tolle Gelegenheit für eine entspannte Mittagspause, wäre da nicht all das, was noch geschrieben und geschickt werden muss.

Aber muss es wirklich? Früher ging es doch auch ganz gut. Da hat man einfach die Laufzeit in den Arbeitsablauf eingeplant.
Heute ist das fast undenkbar, wir haben uns viel zu sehr daran gewöhnt, immer alles direkt zur Verfügung zu haben und zur Verfügung zu stellen.
Dinge nicht selbst in der Hand zu haben und Unverfügbarkeit auszuhalten – das fällt mir manchmal ganz schön schwer.

Dabei kann mir doch eigentlich mein Glaube ein guter Lehrmeister sein, denn er sagt mir ja genau das zu: Angenommen zu sein ohne eigenes Zutun und beschenkt zu werden aus lauter Gnade. Gott wirkt – seine Verbindung steht und ich darf empfangen.

Eine schöne Woche.
Eure Pfarrerin
Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Ich hab eine – und Ihr? Eine „Bucket-List“ meine ich. Also eine Liste mit Dingen, die ich bis zu meinem Lebensende tun will.
Viele Menschen, die eine schlimme, das Ende des Lebens in den Blick nehmende Diagnose bekommen haben, schreiben eine solche Liste.
Dieser Grund ist es bei mir nicht, keine Sorge. Aber immer wieder erlebe ich, dass mir Menschen, z.B. in Trauergesprächen davon erzählen, welche Träume sie im Leben hatten und aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht verwirklichen konnten.
Ganz oft fällt dann der Satz „das hatten wir uns für den Ruhestand aufgehoben“, aber dann kam ihnen in ihrem Planen und Umsetzen der Tod in die Quere.
Klar, so eine „Bucket-List“, die erst in sehr ferner Zukunft abgearbeitet werden soll, also eine Traum-Ziele-Liste ohne Umsetzung ist auch für die Tonne. Deshalb hab ich mir vorgenommen, jedes Jahr ein Ziel umzusetzen und wenn das nicht geht, ein neues Ziel zu suchen. Der Gedanke dahinter: Bewegung statt Stillstand. Reisen an tolle Orte gehörte in den letzten Jahren immer dazu und in diesem Sommer, der ja immer noch von Einschränkungen geprägt war, war das „Bucket-List-Ziel“ ganz klein: Ich habe mir nochmal das Hula-Hoopen beigebracht. Das konnte ich als Kind echt gut, aber als Erwachsene hat es mich ganz schön Nerven gekostet.
Jetzt hab ich wenigstens den richtigen Schwung schonmal raus und der Reifen stürzt nicht sofort nach dem Andrehen ab. Jetzt arbeite ich gerade dran, dass er ein bisschen länger um meine Taille kreist. Ein TV-Sitcom-Länge, das wäre es.

Welcher Traum, welches Ziel, welche Idee ist in Euch lebendig? Macht Euch doch mal auf die Suche. Vielleicht entdeckt Ihr ja verschüttete Lebenspläne und bekommt Lust, neu zu ihnen aufzubrechen.

Eine schöne Woche und herzliche Grüße
Eure Pfarrerin Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Da bin ich wieder! Und ich freue mich, dass es wieder losgeht mit den Wochengedanken, aber auch dem ganz alltäglichen Pfarrmenschengeschäft.
Ich genieße es ja tatsächlich an meinen Urlaubsorten ganz und gar in der breiten Masse unterzugehen. Nur nicht auffallen, ist die Devise. Ich nehme sogar an mir wahr, dass sich der Zungenschlag der Urlaubsregion in meinem Sprechen niederschlägt (o.k… zumindest dann, wenn ich mich Richtung Norden bewegt habe).
Was habe ich es genossen in der Inselkirche auf Föhr im Gottesdienst zu sitzen und einfach nur Zuhören und Mitsingen zu können. Mich nicht für die quatschenden Konfis in der Reihe vor mir oder die Einhaltung der Kontaktverfolgung verantwortlich zu fühlen. Gesegnet zu werden.
Es hat gutgetan, aus der Alltags-Rolle zu fallen und ganz neu, ganz anders wahrzunehmen. Und was man da alles entdecken kann: Anstelle der Risse in der Wand den opulenten Altar, die Bilder, das Licht. Eintauchen in die Akustik der Orgel ohne einen Gedanken an Finanzierungsfragen. Mit dem Schiff, das über dem Schiff schwebt, erinnert werden, was Gemeinde ist.
Dieser Perspektivwechsel hat mir den Blick geöffnet und in mir Raum geschaffen für Wesentliches.
Ich hoffe und wünsche, auch Ihr habt in den letzten Wochen solche Räume für euch gefunden.

Eine gesegnete Woche!
Eure Pfarrerin Christine Binder

Aktueller Hinweis:

Es gibt leider im Moment Probleme bei der Ansicht der Kalendereinträge auf der Kirchenkreis Webseite.

Sie finden daher unsere aktuellen Termine in den Schaukästen, im aktuellen Gemeindebrief und auf unserer Facebook Seite.

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Jung ist, wer sich jung fühlt. Pustekuchen!
Jetzt habe ich es amtlich – ich bin alt!

Gestern habe ich bei einem Großeinkauf in der Apotheke meine erste offizielle „pilbox unit“ bekommen. Der coole Name dieser kleinen Aufmerksamkeit täuscht mich nicht darüber hinweg, dass ich damit eine Pillenbox in den Händen halte und ich muss doch tatsächlich erst einmal tief ein- und ausatmen.

So weit ist es schon gekommen? Dagegen ist das Erlebnis, das ich an meinem 40. Geburtstag hatte, ja total harmlos: Da bot mir doch tatsächlich ein junger Mann in der S-Bahn seinen Sitzplatz an. Das Gegacker, der Mädelsrunde, die diesen Tag mit mir verbracht hat und sich über meinen völlig verwirrten Gesichtsausdruck köstlich amüsierte, konnte man durch den ganzen Waggon hören.

Ehrlich, eigentlich macht mir mein Alter nichts aus – bis zum halben Jahrhundert dauert es noch ein bisschen, die einzelnen grauen Haare stören mich nicht und ich habe mich auch mit der Notwendigkeit einer Lese- bzw. Gleitsichtbrille arrangiert.

Aber eine Pillenbox!?

Im 90. Psalm heißt es: „Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre, und wenn’s köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon.“

Ja, so ist das wohl, aber auch wenn die Jahre fliegen mögen, liegt doch (hoffentlich) noch ein bisschen Zeit vor mir – ohne „pilbox unit“.

 

Herzlich grüßt

Eure Pfarrerin
Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Vor mehr als einem Jahr haben sich acht junge Menschen auf den Weg gemacht, um Gott und dem Glauben etwas mehr auf die Spur zu kommen.

Am Sonntag feiern wir Konfirmation – endlich. Die Konfis sprechen ihr „JA“ und werden gesegnet. Wie schön ist es,  wieder einen solchen Festtag erleben zu dürfen. Ich freue mich drauf und ich bin mir ziemlich sicher, die Konfis mit ihren Familien und Freunden ebenfalls.

Bei diesem Jahrgang merke ich schon in der Vorbereitung, wie emotional ich bin. Die Acht liegen mir am Herzen und ich spüre in mir ganz deutlich, wie sehr ich alles dafür tun möchte, dass sie eine besonders schöne Konfirmation erleben.

Denn sie waren in einem besonderen Jahr Konfis und mussten mit manchen Schwierigkeiten und Herausforderungen umgehen. Das haben sie toll gemeistert, trotzdem haben sie ein wunderbares Fest mehr als verdient.

Deshalb drückt doch bitte alle mit mir Daumen, dass am Wochenende schönes Wetter ist, so dass wir den Gottesdienst am Sonntag im Freien mit mehr Gästen feiern können und vielleicht denkt ihr auch an die Acht – mit einem Segenswunsch und einem Gebet. Denn davon hat man nie genug.

 

Eine schöne, gesegnete Woche wünsche ich Euch allen.

Eure Pfarrerin
Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Immer wieder merke ich – Extreme sind einfach nichts für mich. Die vergangene Woche hat mir das schweißtreibend vor Augen geführt. Und mal ehrlich, wer kann denn bei 35 Grad Außentemperatur noch gerade denken? Ich habe überhaupt nichts gegen die Sonne und den Sommer, aber was zu viel ist, ist zu viel. Das gilt für mich übrigens auch bei extremen Minustemperaturen. In der goldenen Mitte mit kleinen Ausreißern nach oben oder unten kann ich es ganz gut aushalten.

Was ich bei Extremtemperaturen wahrnehme, setzt sich im Alltag bei Meinungen fort: In den „Entweder-oder-Diskussionen“ und den „Schwarz-oder-Weiß-Betrachtungen“ über die Wahrnehmung unserer Lebenswirklichkeit kommt man oft nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis, weil die Meinungen in Opposition einfach nicht zusammenfinden können und wollen.

Die goldene Mitte, die wäre es dann, aber wie soll man sie nur finden? Resignieren? Dann dominiert eine der beiden Seiten.

Es wagen, die eigene Position für einen Moment zu verlassen, um das Gegenüber besser zu verstehen? Das macht Mühe und erfordert Standfestigkeit.

Dieser Weg in die Mitte kann nur in der beidseitigen Bewegung aufeinander zu gelingen. Nur so kann sich etwas verändern, ein Perspektivwechsel eintreten und Verständnis entstehen.

Mit einem kleinen Schritt im Kopf oder im Herzen fängt alles an.

Eine gesegnete Woche
wünscht Euch Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Für das Theologiestudium habe ich mir „alte Sprachen“ draufschaffen müssen: Latein, Hebräisch und Griechisch und auch wenn ich im neusprachlichen Bereich gar nicht so unbegabt bin, war das für mich eine echte Herausforderung.
Hängengeblieben ist glücklicherweise die Kenntnis der hebräischen und griechischen Schriftzeichen, aber einfach mal frei aus einem Text übersetzen, das will nicht mehr gelingen. Da merke ich, dass ich keinen aktiven Sprachschatz angelegt habe.

Allerdings gibt es Zitate und Redewendungen, die sich in ihrer Originalsprache in mir festgesetzt haben.
Eines davon ist „Panta rhei“ – alles fließt. Dieser Satz geht auf den griechischen Naturphilosophen Heraklit zurück.

Alles fließt“, das bezieht sich nicht nur auf das Wasser. Es geht um die Bewegung, um die Veränderung, der alles Leben unterworfen ist. Die jeder und jede von uns an jedem Tag erlebt.

Menschen haben, glaube ich wenigstens, große Sehnsucht nach Stabilität und Sicherheit. Was kann in einer Welt, in einem Leben, in dem alles zu jeder Zeit im Wandel ist, genau das vermitteln?

Menschen sind unterschiedlich.
Sie finden Halt und Sicherheit in Beziehungen zu anderen Menschen oder in dem, was sie sich durch Arbeit geschaffen haben.

Andere haben noch einen anderen Grund: Den Glauben. Den Glauben an Gott, der unwandelbar und ewig ist. Er kann in aller Veränderung zu einer Konstante werden und Sicherheit vermitteln.

Mir gibt das große Gelassenheit für die Tage, in denen die Veränderung des „Panta rhei“ alles sonst in meinem Leben überlagert. Weil ich weiß, egal, was kommt – Gott bleibt.

 

Bleibt behütet und seid gesegnet.
Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Ich bin ja wirklich ein bisschen aufgeregt. Ich habe das schon so lange nicht mehr gemacht, dass ich mir nicht sicher bin, ob das alles noch so leicht von der Hand geht wie früher. Am Sonntag feiern wir wieder Gottesdienst – in der Kirche und ich freue mich ehrlich richtig doll. So ganz haben wir Corona natürlich noch nicht hinter uns gelassen, aber dass wir als Präsenzgemeinde zusammenkommen werden, ist ein Segen, ebenso wie es ein Segen ist, dass die Technik es uns in den letzten, schwierigen Monaten ermöglicht hat, auch digital Gemeinde zu sein. Aber jetzt starten wir wieder – kohlenstofflich, wie ein Kollege zu sagen pflegt.
Deswegen liegt in meiner Aufregung vielleicht auch eher so etwas wie freudige Erwartung. Es fühlt sich für mich ein bisschen so an, wie sonst, wenn ich aus einem längeren Urlaub nach Hause komme. Da sind die ersten Stunden auch oft fremd und ungewohnt, aber es dauert gar nicht lange und man weiß wieder mit den Gegebenheiten umzugehen, dem Raum, den Menschen, der Musik.
Der Raum, also der Kirchenraum, macht es mir, glaube ich, leicht. Denn er wirkt schon für sich allein. Da braucht es keine großen Worte oder Gesten. In ihm darf ich einfach sein und dann auf eine Entfaltung von dem, was da schon ist, in mir warten. Auf die Menschen freue ich mich einfach nur und auch auf das, was sie mitbringen an Energie. Denn diese ist spürbar, wenn wir Gottesdienst feiern. Da geschieht etwas unendlich Kostbares, was ein Bildschirm nur ganz schwer transportieren kann. Wir kommen in Kontakt miteinander und mit Gott. Und die Musik – auch da geht etwas auf mich über, sogar, wenn ich nicht singen darf. Die Töne der Orgel erfüllen mich ganz und gar. Es ist wie ein Bad in einem
Meer aus Tönen und Klangfarben. Ja, ich freue mich auf den Gottesdienst am Sonntagabend. Denn nach Hause kommen – das tut gut.Eine schöne, gesegnete Woche wünsche ich Euch allen.

Eure Pfarrerin
Christine Binder

Wichtige Neuigkeiten:

Aufgrund der aktuell guten Corona Lage, hat der Kirchenvorstand in einem Eilverfahren beschlossen, im Juni wieder Präsenzgottesdienste zu feiern.
Wichtig, dieser Beschluss betrifft zunächst nur die nächsten zwei geplanten Gottesdienste am 13 und 20. Juni 2021.
Es gelten weiterhin die Hygieneregeln –> AHA
In der Kirche gilt die aktuell gültige Sitzverteilung. Es dürfen allerdings Personen aus zwei Haushalten nebeneinander sitzen.
Es darf leider noch nicht gesungen werden.
Pfarrerin Binder und der Kirchenvorstand Roßdorf

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

„Nur 5!?“ – ich ahne eure Irritation und damit klarer wird, was es mit den „5“ auf sich hat, hole ich ein bisschen aus.

Es beginnt Anfang der 90er. Da wurde ich nämlich konfirmiert und wie das damals so üblich war, hat neben Maiglöckchenstrauß und Spitzentaschentuch das Gesangbuch nicht fehlen dürfen. Ich habe aber keins bekommen, denn, soviel stand damals fest, es kommt bald eine Neuauflage und so landete ein Gutschein für eben jenes auf meinem Konfirmationsgabentisch.

Ich habe ihn sogar eingelöst und meinen Kauf besitze ich bis heute. An ihm hat der Zahn der Zeit genagt und man kann ihm deutlich ansehen, mit ihm wurde gearbeitet: Lose Seiten, schwächer werdende Bindung, Bleistifteinträge – hätte es beim Kauf einen Goldschnitt gehabt, würde man ihn heute sicher nicht mehr sehen.

Mein Gesangbuch ist ein wirklich treuer Begleiter, doch es hat vor einiger Zeit Konkurrenz mit Namen EG+ bekommen.

Und jetzt kommt´s: Nach rund 30 Jahren ist ein neues Gesangbuch im Werden. Bis 2030 soll es fertig sein, erst digital und dann auch als Buch erscheinen. Dabei darf sich jeder einbringen. Wie? Indem man der EKD in den nächsten 3 Monaten seine TOP 5 der Kirchenlieder schickt. Die müssen nicht einmal im Gesangbuch stehen. Eine Kommission wird sich dann mit den eingesandten Titeln beschäftigen und vorschlagen, was davon ins neue Gesangbuch aufgenommen wird. Außerdem wird aus allen Nennungen eine gemeinsame „TOP 5“ gebildet. Diese 5 Titel erscheinen dann in der Liederapp „Cantico“.

Und da bin ich nochmal mit „Nur 5!?“, denn ich habe bestimmt mehr als 5 Kirchen-Lieblingslieder und jetzt muss ich mir ernsthaft Gedanken darüber machen, welche mir die wichtigsten sind.

Aber das ist ja wieder meckern auf hohem Niveau, denn es ist super, dass auch meine, unsere Meinung eine Rolle spielt, denn schließlich werden wir alle ja am Ende aus dem neuen Gesangbuch singen – von Freude und der Schöpfung, von Hoffnung und Frieden, von der Trauer und dem Trost. Mit alten und mit neuen Liedern – darauf freue ich mich.

Eine schöne Woche

Eure Pfarrerin

Christine Binder

 

Für alle, die ihre „TOP 5“ auch abgeben wollen, verlinke ich die Seite zur EKD oder Ihr benutzt einfach den QR-Code:

www.ekd.de/top5

www.ekd.de/evangelisches-gesangbuch

Gottesdienste im Juni 2021

 

Sonntag, 06.06.2021 – Gottesdienst in Textform zum Mitnehmen von Pfarrerin Heidrun Strippel, liegt ab 9.00 Uhr vor der Kirche aus.

Sonntag, 13.06.2021 Digitaler Zoom-Gottesdienst mit Pfarrerin Christine Binder 10.00 Uhr

Sonntag, 20.06.2021 Digitaler Zoom-Gottesdienst mit Lektorin Pia Bedürftig 19.00 Uhr

 

Die Zugangsdaten für die Zoom Gottesdienste erhalten Sie auf Anfrage als E-Mail an folgende Adresse : GoDiRossdorf@web.de

Oder schreiben Sie uns über die Messenger Funktion  auf unserer –> Facebook <– Seite

 

 

Mit Freundlichen Grüße

Christine Binder und der Kirchenvorstand

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Vielleicht lehne ich mich damit ein klein bisschen zu weit aus dem Fenster, aber ich glaube, es gibt bei YouTube für wirklich alles ein Tutorial, eine Information oder einen Testbericht.

Mit YouTube habe ich gelernt, wie man Lampen anschließt, Ukulele zu spielen (wobei ich durch die Gitarre da im Vorteil bin), wie man Brot ohne Kneten herstellt und diese riesigen grünen Popup-Screens wieder zusammenfaltet.

Wenn ich nicht weiß, wie etwas funktioniert, konsultiere ich ganz selbstverständlich erstmal YouTube und bislang hat das immer zu Erfolg geführt.

Meine letzte, zugegeben leicht panische Suche, drehte sich um die Kratzerbeseitigung auf einem Display aus Kunststoff. Eines meiner Dienstgeräte (deshalb die Panik), hatte sich einen ganz schönen Striemen eingefangen. Wie und wo das passiert ist, kann ich nicht einmal sagen.

In jedem Fall musste der Kratzer wieder weg, denn irgendwann muss ich das Gerät ja in ordentlichem Zustand wieder zurückgeben.

Nach einer erfolgreichen YouTube-Suche habe ich dann mal die Dinge in die Hand genommen – nicht mit Autopolitur, sondern mit Zahnpasta.

Ein Tüpfelchen liebevoll auf den Kratzer einmassiert und mit Küchenpapier abgenommen und siehe da: Wie neu. Pluspunkt: Das Gerät riecht jetzt auch noch minzfrisch.

Mit den Kratzern, die wir uns im Lauf unseres Lebens einfangen, ist es nicht ganz so einfach. Manche Kratzer sind so oberflächlich, dass sie irgendwann gar nicht mehr auffallen, andere sind tief, dass sie immer gut sichtbar bleiben. Einfach wegpolieren, das funktioniert nicht. Ehrlich gesagt ist das auch gar nicht nötig, denn sie alle zeigen ja Erlebtes, was uns zu den Menschen macht, die wir sind. Trotzdem stören sie manchmal und man wäre sie doch ganz gern los.

Weil das zumindest bei mir so ist, mache ich mir – nicht nur für diese

Woche – zum Motto:

Lern mit deinen Kratzern zu leben und sie zu akzeptieren.

Herzliche Grüße

Eure Pfarrerin
Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

Wann wart ihr zuletzt so richtig von Grund auf begeistert?

So erfasst und ergriffen, dass ihr es mit eurem ganzen Körper und vor allem im Herzen spüren konntet?

Bei mir ist es schon einige Zeit her und die vermeintlichen Freudenboten „Endlich wieder Friseur“ oder „Click and collect/meet“ entsprechen bei weitem nicht dem, was ich mir so vorstelle.

Ich bin auf der Suche nach einer Begeisterung, die durch Mark und Bein geht, die aufrüttelt und lebendig macht.

Ihr habt es sicher schon gemerkt, ich bin auf der Suche nach Pfingsten in meinem Leben, denn ich glaube, genau das brauchen wir gerade mehr als alles andere.
Frischen Wind, eine andere Perspektive und die gute Gewissheit, dass da mehr ist, als wir sehen können.

 

Der Geist Gottes, der am ersten Pfingstfest ausgegossen wurde, konnte das wirken.
Da war nach lauter Traurigkeit und Resignation endlich wieder ein Gefühl von Aufbruch und vor allem von Gemeinschaft. Verständigung über alle Grenzen hinweg gelang, und dieser Lebenshauch, den Gott in die Welt gesandt hat, wehte überall und entzündete die Herzen der Menschen.

 

Vielleicht muss ich den pfingstlichen Geist gar nicht suchen, sondern mich eher bereit machen, dass er mich findet? Unvermittelt und anders als ich mir das vorstelle vielleicht, aber mit einer Kraft und Lebendigkeit, die mich ganz und gar erfüllen kann.

 

Darum will ich gern bitten – Komm, Heiliger Geist!

 

 

Frohe und gesegnete Pfingsten wünscht

Euch eure Pfarrerin
Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Wenn ich an die Himmelfahrtstage meiner Kindheit zurückdenke, so sind mir besonders zwei Dinge in wacher Erinnerung:
Wir machten eine Radtour, um dann an einem schönen Platz angekommen, unter freiem Himmel Gottesdienst zu feiern und miteinander zu grillen – das war das Eine und es rückte den Himmel unausweichlich ins Blickfeld.
Das Andere war und ist ein Lied, das sich für mich wie kein anderes mit diesem Tag verbindet: „Weißt du, wo der Himmel ist“, übrigens die Nummer 622 im Gesangbuch.
Dieses Lied nimmt noch heute mein Fragen über den Himmel und die Verbindung von oben und unten auf und hilft mir, Antworten zu finden:

Wo ist der Himmel?
Hoch oben, weit weg?
Wo ist Jesus?
Aufgefahren in den Himmel und fern von mir?
Wo ist Gott?
Im Himmel und unerreichbar?

Wo der Himmel ist, ist Gott?

Wo Gott ist, ist der Himmel!

 

      EG 622 Weißt du, wo der Himmel ist - C. Binder

 

Einen schönen Himmelfahrtstag wünscht Euch

Eure Pfarrerin
Christine Binder

Und Werbung mache ich auch noch:
An den Himmelfahrtswochenenden haben Kirchentage

gute Tradition.

In diesem Jahr findet der

3. Ökumenische Kirchentag in Frankfurt-digital und dezentral“ statt.

Es gibt vielfältige Angebote – „schaut hin“.

www.oekt.de

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

Als ich noch in der Schule unterrichtet habe, war es von Zeit zu Zeit eine schöne Abwechslung für die Kinder, wenn wir gemeinsam „auf Reisen“ gegangen sind.
Einfach so und mitten im Unterricht sind wir aufgebrochen – mit unseren Gedanken. Phantasiereise nennt man das.
Wer sich drauf einlassen kann, erlebt etwas Schönes: Sonnenstrahlen streicheln die Haut, auch wenn draußen Schnee fällt. Man hört Wasserplätschern oder Tiergeräusche. Je nach „Reiseziel“ findet man sich auch im Fußballstadion wieder und wird als Starstürmer bejubelt oder man bestaunt faszinierende Unterwasserwelten bei einem Tauchgang.

Auf den Flügeln der Phantasie gibt es einfach keine Grenzen.

 

Da meine Sehnsucht nach Urlaub und Entspannung in den letzten Tagen gefühlt zugenommen hat, nutze ich gerade meine Erfahrung als „Phantasie-Reiseleiterin“ und gehe von der Couch aus auf große Tour.

Das geht! Wenn ich ganz viel Muße und Selbstkonzentration habe, brauche ich dazu nicht einmal einen anderen „Reiseleiter“. Ich kann in mir selbst die Bilder und Orte wachrufen, die meine Sehnsucht stillen und mich entspannen lassen

 

Leichter ist es freilich einer anderen Stimme zu folgen. Das Internet ist eine schier unerschöpfliche Quelle an Möglichkeiten. Stimme und Ziel aussuchen und schon geht es los. Nach einen Kurzurlaub dieser besonderen Art bin ich tatsächlich erfrischt und in mir ist mehr Energie.

 

Ich genieße diese kleinen Auszeiten mitten in meinem Alltag und wünsche Euch, dass Ihr diese für Euch ebenfalls finden könnt.

 

Eure Pfarrerin
Christine Binder

Gottesdienste im Mai 2021

 

Sonntag, 02.05.2021 Gottesdienst in Textform zum Mitnehmen

von Pfarrerin Heidrun Strippel, liegt ab 9.00 Uhr vor der Kirche aus.

 

Sonntag, 09.05.2021 Gottesdienst in Textform zum Mitnehmen

von Pfarrerin Heidrun Strippel, liegt ab 9.00 Uhr vor der Kirche aus.

 

Donnerstag, 13.05.2021 Digitaler Zoom-Gottesdienst am Himmelfahrtstag

mit Pfarrerin Christine Binder 10.00 Uhr

 

Sonntag, 16.05.2021 Digitaler Zoom-Gottesdienst

mit Pfarrerin Christine Binder 10.00 Uhr

 

Pfingstsonntag, 23.05.2021 Digitaler Zoom-Gottesdienst

mit Pfarrerin Christine Binder 10.00 Uhr 

 

Pfingstmontag, 24.05.2021 Digitaler Zoom-Gottesdienst

mit Pfarrerin Christine Binder 10.00 Uhr 

 

Mit Freundlichen Grüße

Christine Binder und der Kirchenvorstand

Liebe Roßdorferinnen und Roßdorfer,  

aufgrund der anhaltend hohen Infektionszahlen und dem damit verbundenen Risiko hat der Kirchenvorstand in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass im Mai und im Juni leider keine Präsenzgottesdienste stattfinden können. Ebenso bleibt das Gemeindehaus nach wie vor geschlossen.

Es wird in dieser Zeit eine Mischung aus Lesegottesdiensten zum Mitnehmen und Zoom-Gottesdiensten geben und wir hoffen und wünschen, dass es ab Juli wieder möglich sein wird, zu analogen Gottesdiensten zusammenzukommen.

In einem „kleinen“ Gemeindebrief werden die Daten und das Format der Gottesdienste bekanntgegeben.
Bitte beachten Sie, dass wir nach einer „Zoom-Bombing-Attacke“ die Einwahldaten für die digitalen Gottesdienste nicht mehr im Internet veröffentlichen.
Sie finden diese im Gemeindebrief.

Alternativ erhalten sie die Einwahldaten und ggfs. auch weitere Informationen über den Newsletter der Kirchengemeinde, zu dem Sie sich mit einer Mail an pfarramt.rossdorf@ekkw.de anmelden können, oder Sie schreiben eine E-Mail an GoDiRossdorf@web.de , auf die Sie eine automatische Rückantwort mit Einwahldaten zu aktuellen Gottesdiensten erhalten.

 

Wir bitten Sie, dass Sie sich weiterhin über die Schaukästen, die Homepage oder Facebook zu Aktualisierungen und Neuigkeiten informieren.

 

Bleiben Sie behütet und gesund.

Ihre Pfarrerin Christine Binder und

Ihr Kirchenvorstand Roßdorf

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

Angesichts der überbordend sprießenden Natur mit ihrem prächtigen Blütenspiel und ihren Düften bleibt mir im wahrsten Sinne des Wortes das Wort im Halse stecken und die Augen laufen mir über.

 

Nicht, weil es dazu nichts zu sagen gibt oder zu loben oder zu singen.

Sprach- und atemlos und von Niesattacken geplagt bin ich, weil eben jene Pracht mich in jedem Jahr ganz und gar in Beschlag nimmt – wie alle anderen, die unter einer Pollenallergie leiden auch.

 

Ungetrübte Freude am „Draußen“ ist definitiv etwas anderes. Aktuell kommt noch hinzu, dass man als hustender, schniefender Mensch bei unwissenden Personen gar nicht gut ankommt.
„Ist nur eine Allergie“, ist sicherlich mein aktuell am Häufigsten gebrauchter Satz.

 

Was also tun?

Die große Plastikblase, in der man sich durch seine Umwelt rollt, scheidet aus – viel zu unpraktisch.

Medikamente helfen, sind aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Gar nicht mehr rausgehen – ganz bestimmt nicht.

Ich habe beschlossen, mir das Leben von der Überreaktion meines Körpers nicht verderben zu lassen. Also tue ich, worauf ich Lust habe – aber mit Maß und Ziel.

So teste ich Tag für Tag meinen eigenen Grenzen aus und erlebe überraschenderweise, dass da oft mehr geht, als ich selbst für möglich gehalten habe.

Der Lerneffekt: Was bei  meinen Allergien funktioniert, gelingt mir auch so manches Mal in anderen Bereichen des Lebens.

 

Probiert es mal aus!

Spannende „Grenzgänge“ wünsche ich euch.

 

Eure Pfarrerin
Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Die K-Frage hat in diesen Tagen viele Blick auf sich gezogen. Während die einen sich mehr oder minder öffentlichkeitswirksam einen Kampf darum lieferten, kam aus anderen Lagern einen unaufgeregt-bestimmte Festlegung.

Ich will mich nicht in politische Fragen ergehen – das ist nicht so mein Gebiet. Aber ich will gern meiner Freude Ausdruck verleihen, dass es in unserer Zeit so selbstverständlich möglich ist, dass starke Frauen aus der zweiten in die erste Reihe treten.

Die Frage nach den starken Frauen in der Bibel und auch in der Kirchengeschichte hat mich während meines Studiums immer begleitet. Den Mirjams und Maria von Magdalas, die Elisabeths, Käthes und Erdmuthes vergangener Tage gebührt heute mehr als nur ein flüchtiger Blick, haben sie doch jede in ihrem Umfeld, zu ihrer Zeit und mit ihren Mitteln, Liebe und Glauben gelebt und weitergetragen.

Besonders nah ist mir von den Aufgezählten Erdmuthe Dorothea Gräfin von Zinzendorf. Gemeinsam mit ihrem Mann Nikolaus hat sie in der von ihm gegründeten Brüdergemeine gewirkt, die dem einen oder anderen vielleicht durch die Losungen oder die Siedlung Herrnhaag im Büdinger Land bekannt ist.

Die Betonung des gemeinschaftlichen, geschwisterlichen Lebens in der Brüdergemeine war eine Herausforderung für eine Frau des Hochadels im 18. Jahrhundert,. Doch Erdmuthe hat in vielerlei Hinsicht dort ihre Frau gestanden.. Haus und Vermögen verwaltet und ihren Mann während dessen 11jähriger Verbannung gänzlich, wenn auch notgedrungen, vertreten. Mit seiner Rückkehr trat Erdmuthe wieder in die zweite Reihe, blieb aber bis zu ihrem Tod Seelsorgerin, ja Mutter der Gemeine, wie es Zinzendorf selbst nach dem Tod seiner Frau mit großem Respekt feststellte.

Erdmuthes Lebensbild zeugt von einer tiefen Frömmigkeit und Hingabe, zugleich von einer gefestigen, eigenständigen Persönlichkeit.

Eine starke Frau eben.

 

Herzlich grüßt

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Wie die Zeit rennt…

Jetzt schreibe ich schon über ein Jahr lang aus dem Pfarrhaus-Homeoffice.

Über Alltägliches und Banales, über das Kirchenjahr und das Leben mit Corona.

 

Wenn ich zurückschaue auf die letzten 365 Tage, da fällt mir auf, wie selbstverständlich manches für mich geworden ist: Die geltenden Regeln einhalten, lästig ja, aber doch kein Problem. Sie sind mir quasi in Fleisch und Blut übergegangen.

 

Eine Sache fällt dabei allerdings heraus: Das Händeschütteln.
Das ficht mich wirklich an.
Ich habe ein Jahr lang niemandem die Hand gegeben. Das nicht tun zu dürfen, fällt mir unendlich schwer.
Denn in so einem Händedruck liegt so viel an Wahrnehmung, an Zuneigung und manches Mal auch an Mitgefühl.

 

Ein Händedruck verrät mir immer etwas über die Befindlichkeit des Gegenübers. Ist der Händedruck weich oder fest? Überträgt sich Aufregung oder Gelassenheit? Halten wir aneinander fest oder ist es nur eine kurze Berührung? Schauen wir uns an oder aneinander vorbei?

Ja, so ein Händedruck ist Ausdruck wortloser Kommunikation und immer dann gut, wenn uns vielleicht die richtigen Worte nicht einfallen wollen.

Winken oder kurzes Kopfnicken, Ellbogen- oder Fußcheck können mir das nicht ersetzen.

Ich wünsche mir, dass wir wieder auf diese Art in Kontakt kommen können und es dann auch tun.

Dass wir die Chance nutzen werden, einander für einen kurzen Augenblick zu begegnen und unsere verbundenen Hände jedes Wort überflüssig mache

 

Herzliche Grüße

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Fragen und Antworten zum Oster-Rätsel-Spaziergang

Wann wurde die Michaelskirche urkundlich erwähnt? 1062

Wie viele kleine und große Fenster hat die Michaelskirche Roßdorf? 6 große + 1 kleines Rundes Fenster = 7 Fenster

Lies den ersten Teil der Ostergeschichte und beantworte folgende Frage…

Wie hießen die drei Frauen, die zum Grab gingen? Maria, Maria von Magdala und Salome

Weiter geht’s den Berg hinauf zur Bogenstraße….

Welche Zeichnung seht ihr auf einer Garage in der Bogenstraße 24? Micky Mouse

Lauft weiter und findet die Ringstraße 9 und lest den zweiten Teil der Ostergeschichte…

Mit was war das Grab verschlossen? Mit einem Stein

Was bedeutet: Amen? ja, so ist es

Folgt dieser Straße und biegt am Ende rechts ab in die Lessingstraße…

Wie viele Garagen stehen auf dem Grundstück in der Lessingstraße 1? 5

Nun geht in Richtung Brückenschule, bis an den Kreisverkehr…

Wie viele Kilometer sind es vom kleinen Kreisel in Roßdorf (an der Bushaltestelle) bis nach Nidderau Ostheim? 3,8 km

Wie viele Zebrastreifen gibt es in Roßdorf? 1

Lauft weiter in Richtung Brückenschule…

Welche Farbe hat das Haus in der Blochbachstraße 9? lachs

Wie viele Container stehen auf dem Grundstück der Brückenschule? 24

Welches Geschäft befindet sich in der Blochbachstraße 35? Rosenberger Fliesenfachgeschäft

Lauft den geschotterten Weg links neben dem Geschäft bis zum Klostergarten…

 

Von welchen Ordensbrüdern war unser Roßdorfer Kloster? Antoniter

Was war ihre besondere Aufgabe? Sie waren ein Hospitalorden

Was ist das besondere an ihrem Kreuz? Es sieht aus wie ein T

Wo hat das Kloster gestanden? Schneiderhof bei Festplatz/Reithalle/Sportplatz

Verlasst den Klostergarten, biegt links ab und gleich wieder rechts. In der Schulzenstraße 12 findet ihr den dritten Teil der Ostergeschichte…

Wohin gehen die drei Frauen, obwohl sie Angst haben? In ein Felsengrab

Geht die Straße hoch, über die Ampel und direkt zum Alten Backhaus…

Wann wurde das „Alte Backhaus“ erbaut? 1773

Wie viele Fenster hat das Haus in der Hanauer Straße 20? 18 Fenster, 2 Türen, 1 Tor

Lauft weiter in die Hanauer Straße 12…

Seit wann gibt es das Hotel „Zum Schwanen“? 1812

Nun folgt ihr der Hanauer Straße in Richtung Ortsausgang und biegt in die Bergwerkstraße ab. Am Spielplatz wartet der vierte Teil der Ostergeschichte…

Was sagten die Engel: A) Endlich ist er weg. B) Er hat sich verdünnisiert. C) Er ist auferstanden

Wie viele Bäume stehen direkt auf dem Spielplatz Hanauer Str. Ecke Bergwerkstr.? 2

Folgt der Bergwerkstraße bis ans Ende und biegt links in die Oberdorfstraße ab…

Welche Farbe haben die Holzfensterläden in der Oberdorfstraße 11? grün

Wie viele Toreinfahrten hat das Feuerwehrhaus in Roßdorf? 4

Wie viele Kilometer sind es von St. Andrä v. d. Hagentale bis Roßdorf? 725 km

Unser Spaziergang ist nun zu Ende 😊. Wir haben jedoch noch etwas Denksport für euch…

 

Rätsel

Du bist mein großer Bruder in unserer Familie aber ich bin nicht dein Bruder.
Wer bin ich? Deine Schwester!

 

Würfel Rätsel

Wie viele Ecken haben fünf Würfel zusammen? Die Antwort lautet: 40 Ecken
Ein Würfel hat 8 Ecken, somit haben fünf Würfel 40 Ecken.

 

Wer hat mehr Beine?

Ein Pferd, zwei Kühe, drei Spinnen, vier Hühner und fünf Fische oder dreiundzwanzig Tauben? Dreiundzwanzig Tauben haben mehr Beine.


23 Tauben x 2 Beine = 46 Beine


Ein Pferd 4 Beine + zwei Kühe 8 Beine + drei Spinnen 24 Beine + vier Hühner 8 Beine + fünf Fische 0 Beine = 44 Beine

 

 

Welche Zahl gehört an die Stelle des Fragezeichens?

1 2 4 7 11 16 ?

Die Zahl 22
(Du musst immer eine Zahl höher addieren / +1 +2 +3 + 4 +5 +6)

 

Wer hört alles und sagt nie etwas? Das Ohr

 

Was wird vom Licht erzeugt und kann sich dagegen niemals wehren? Der Schatten

 

Welches Körperteil, an deinem eigenen Körper, kannst du mit deiner rechten Hand niemals berühren? Deinen rechten Ellenbogen

 

Die Hungersnot

Ein Archäologe behauptet, ein sehr altes Schriftstück aus der Römerzeit gefunden zu haben. Darin wird eine sehr große Hungersnot beschrieben, die das römische Volk erlitten haben soll. Viele tausende Frauen und Kinder sollen verhungert sein oder an Krankheiten gestorben. Wörtlich schreibt der Schriftsteller: “Wir befinden uns zurzeit 52 vor Christus und das stolze römische Volk muss Hunger und Qualen erleiden.“

„Warum kann das nicht sein? Und wieso ist das Schriftstück eine Fälschung?

Der Schreiber dieses Schriftstückes hätte zum Zeitpunkt der Niederschrift nicht wissen können, wann Jesus Christus geboren wird. Er konnte ja nicht in die Zukunft blicken und so auch keine Aussage „52 vor Christus“ machen.

 

Väter und Söhne

Zwei Väter und zwei Söhne stellen sich nebeneinander vor einem großen Spiegel. Doch im Spiegelbild sind nur drei Personen zu sehen. Wie kann das sein?

Vor dem Spiel stehen Großvater, Vater und Sohn

Wo bist du? – Rätsel

Gehe fünf Schritte nach vorne. Drehe dich 90 Grad nach rechts und gehe weitere fünf Schritte vor. Nun drehe dich ein weiteres Mal nach rechts und gehe 10 Schritte weiter.

Jetzt 90 Grad nach links und 3 Schritte nach vorne. Anschließend ein weiteres Mal nach links und erneut 5 Schritte vor. Zum Schluss ein letztes Mal nach links drehen und acht Schritte nach vorne laufen.

Wo befindest du dich jetzt?

 

Du befindest dich wieder am Ausgangspunkt!

Welcher bekannte Spruch verbirgt sich in dieser Wortschlange?

t a s u g c t h a r c o v m z w e u i r k d r e k n c i t c s h z t w a r n k e l i ö n s e e m s t s a w g r g t e h b i a o u k t

Auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut
(Das Geheimnis liegt darin, dass man sich immer einen Buchstaben wegdenken muss!)

Ihr habt es geschafft, die letzte Frage: Was bedeutet Halleluja? preise oder lobet Gott

Willkommen zu unserem Oster-Rätsel-Spaziergang

Wir bitten alle Teilnehmer um die Einhaltung der aktuellen Corona Regeln.

 

Auf der Route stellen wir Aufgaben und Rätsel. Nicht alle sind unterwegs zu lösen und dürfen Zuhause und mit Unterstützung geknackt werden. Die Wegstrecke ist in ca. 1,5 Stunde gut zu laufen und auch teilbar. Ihr braucht noch einen Stift, um die Lösungen zu notieren.

Am Ostermontagabend um 19 Uhr, gibt es die Möglichkeit in einem Zoom Meeting mit den folgenden Einwahldaten:

https://zoom.us/j/94209197789?pwd=WGlEdkt5TFlSMHVRK0dWdmliQ2lzZz09

ID: 942 0919 7789 Kenncode: QBn4n8

die Ergebnisse zu erfahren und sich ein wenig auszutauschen. Zusätzlich werden sie auch auf die Gemeinde Homepage www.kirchenkreis-hanau.de unter der Rubrik Roßdorf gestellt. Mit einer Nachricht an das Gemeindebüro, lassen wir sie ihnen auch gerne auf anderem Wege zukommen.

Viel Spaß beim Knobeln wünscht das Kinder- und Jugendteam

Los geht‘s

Wann wurde die Michaelskirche urkundlich erwähnt?

Wie viele kleine und große Fenster hat die Michaelskirche Roßdorf?

Lies den ersten Teil der Ostergeschichte und beantworte folgende Frage:

Wie hießen die drei Frauen, die zum Grab gingen?

Weiter geht’s den Berg hinauf zur Bogenstraße….

Welche Zeichnung seht ihr auf einer Garage in der Bogenstraße 24?

Lauft weiter und findet die Ringstraße 9 und lest den zweiten Teil der Ostergeschichte…

Mit was war das Grab verschlossen?

Was bedeutet: Amen: __________________________________

Folgt dieser Straße und biegt am Ende rechts ab in die Lessingstraße…

Wie viele Garagen stehen auf dem Grundstück in der Lessingstraße 1?

Nun geht in Richtung Brückenschule, bis an den Kreisverkehr…

Wie viele Kilometer sind es vom kleinen Kreisel in Roßdorf (an der Bushaltestelle) bis nach Nidderau Ostheim?

Wie viele Zebrastreifen gibt es in Roßdorf?

Lauft weiter in Richtung Brückenschule…

Welche Farbe hat das Haus in der Blochbachstraße 9?

Wie viele Container stehen auf dem Grundstück der Brückenschule?

Welches Geschäft befindet sich in der Blochbachstraße 35?

 

Lauft den geschotterten Weg links neben dem Geschäft bis zum Klostergarten.

Von welchen Ordensbrüdern war unser Roßdorfer Kloster? __________________________

Was war ihre besondere Aufgabe? __________________________________________

Was ist das besondere an ihrem Kreuz? _________________________________________

Wo hat das Kloster gestanden? __________________________________________

Verlasst den Klostergarten, biegt links ab und gleich wieder rechts. In der Schulzenstraße 12 findet ihr den dritten Teil der Ostergeschichte.

Wohin gehen die drei Frauen, obwohl sie Angst haben?

Geht die Straße hoch, über die Ampel und direkt zum „Alten Backhaus“…

Wann wurde das Alte Backhaus erbaut?

Wie viele Fenster hat das Haus in der Hanauer Straße 20?

Lauft weiter in die Hanauer Straße 12

Seit wann gibt es das Hotel „Zum Schwanen“?

Nun folgt ihr der Hanauer Straße in Richtung Ortsausgang und biegt in die Bergwerkstraße ab. Am Spielplatz wartet der vierte Teil der Ostergeschichte…

Was sagten die Engel?

A) Endlich ist er weg B) Er hat sich verdünnisiert C) Er ist auferstanden

Wie viele Bäume stehen direkt auf dem Spielplatz Hanauer Str. Ecke Bergwerkstr.?

Folgt der Bergwerkstraße bis ans Ende und biegt links in die Oberdorfstraße ab.

Welche Farbe haben die Holzfensterläden in der Oberdorfstraße 11?

Wie viele Toreinfahrten hat das Feuerwehrhaus in Roßdorf?

Wie viele Kilometer sind es von St. Andrä v. d. Hagentale bis Roßdorf?

Unser Spaziergang ist nun zu Ende wir haben noch etwas Denksport für euch.

 

Rätsel

Du bist mein großer Bruder in unserer Familie aber ich bin nicht dein Bruder.
Wer bin ich?

 

Würfel Rätsel

Wie viele Ecken haben fünf Würfel zusammen?

 

Wer hat mehr Beine?

Ein Pferd, zwei Kühe, drei Spinnen, vier Hühner und fünf Fische oder dreiundzwanzig Tauben?

 

 

 

Welche Zahl gehört an die Stelle des Fragezeichens?

1 2 4 7 11 16 ?

 

Wer hört alles und sagt nie etwas?

 

Was wird vom Licht erzeugt und kann sich dagegen niemals wehren?

 

Welches Körperteil, an deinem eigenen Körper, kannst du mit deiner rechten Hand niemals berühren?

 

Die Hungersnot

Ein Archäologe behauptet, ein sehr altes Schriftstück aus der Römerzeit gefunden zu haben. Darin wird eine sehr große Hungersnot beschrieben, die das römische Volk erlitten haben soll. Viele tausende Frauen und Kinder sollen verhungert sein oder an Krankheiten gestorben. Wörtlich schreibt der Schriftsteller: “Wir befinden uns zurzeit 52 vor Christus und das stolze römische Volk muss Hunger und Qualen erleiden.“

„Warum kann das nicht sein? Und wieso ist das Schriftstück eine Fälschung?

 

 

Zwei Väter und zwei Söhne stellen sich nebeneinander vor einem großen Spiegel. Doch im Spiegelbild sind nur drei Personen zu sehen. Wie kann das sein?

 

 

Wo bist du?

Gehe fünf Schritte nach vorne. Drehe dich 90 Grad nach rechts und gehe weitere fünf Schritte vor. Nun drehe dich ein weiteres Mal nach rechts und gehe 10 Schritte weiter.

Jetzt 90 Grad nach links und 3 Schritte nach vorne. Anschließend ein weiteres Mal nach links und erneut 5 Schritte vor. Zum Schluss ein letztes Mal nach links drehen und acht Schritte nach vorne laufen.

Wo befindest du dich jetzt?

Welcher bekannte Spruch verbirgt sich in dieser Wortschlange?

t a s u g c t h a r c o v m z w e u i r k d r e k n c i t c s h z t w a r n k e l i ö n s e e m s t s a w g r g t e h b i a o u k t

 

____________________________________________________________________

Ihr habt es geschafft, die letzte Frage!

Was bedeutet Halleluja? ____________________________

 

Bitte male die Felder mit dem Punkt braun aus

Das Bild als PDF Download – Ostern_2021_ausmalen

Viele Ostergrüße vom Kinder- und Jugendteam

Oster-Rätsel-Spaziergang

Wir laden alle Menschen von 0-99 Jahren zu einem “Oster-Rätsel-Spaziergang” ein. 

Ihr dürft als Hausstand oder natürlich individuell als Einzelperson teilnehmen. Wir bitten alle Teilnehmer*innen um die Einhaltung der aktuellen Corona Regeln. Der Laufzettel mit weiteren Informationen wird nach dem Zoom-Gottesdienst (für Kleine und Große um 10 Uhr) am Ostersonntag, 4. April ab 11 Uhr vor der Kirche zum Mitnehmen ausliegen und auch über die Homepage www.kirchenkreis-hanau.de unter der Rubrik Roßdorf abrufbar sein. Auf der Route stellen wir Aufgaben und Rätsel. Nicht alle sind unterwegs zu lösen und dürfen Zuhause und mit Unterstützung geknackt werden.                       

Die Wegstrecke ist in ca. 1,5 Stunde gut zu laufen und auch teilbar.                                     

Ihr braucht noch einen Stift, um die Lösungen zu notieren.

 

Am Ostermontagabend um 19 Uhr, gibt es die Möglichkeit in einem Zoom Meeting (Einwahldaten stehen auf unserer Homepage) die Ergebnisse zu erfahren und sich ein wenig auszutauschen. 

Zusätzlich werden die Ergebnisse auch auf die Gemeinde Homepage www.kirchenkreis-hanau.de unter der Rubrik Roßdorf gestellt. Mit einer Nachricht an das Gemeindebüro, lassen wir ihnen auch gerne auf anderem Wege zukommen.

 

Viel Spaß beim Knobeln wünscht das Kinder- und Jugendteam Roßdorf 

Zoom-Gottesdienste im April 2021

 

Mo.-Mi. 29.- 31.03. 

Täglich wechselndes Andachten in Textform werden an der Kirche bereitliegen.

 

Einladung zur digitalen Abendmahlsandacht am Gründonnerstag

01. April 2021 19.00 Uhr

Zoom-Meeting beitreten

https://zoom.us/j/96152724381?pwd=bGhwNEFEM2tMRS9Sck91RkZpWTJVdz09

Meeting-ID: 961 5272 4381

Kenncode: 5KqPNh

Einwahl per Telefon:

Einwahl nach aktuellem Standort

069 7104 9922 Deutschland

069 3807 9883 Deutschland

Meeting-ID: 961 5272 4381

Kenncode: 122267

+ Gottesdienst zum Mitnehmen in Textform wird zusätzlich an der Kirche bereitliegen.

 

Fr. 02.04.  Präsenzgottesdienst am Karfreitag entfällt leider

Gottesdienst zum Mitnehmen in Textform wird an der Kirche bereitliegen.

 

Einladung zur digitalen Osternacht mit Abendmahl

04. April 2021 6:00 Uhr

Zoom-Meeting beitreten

https://zoom.us/j/98050598345?pwd=WURIdHdCOHg0SjZ3OXJhV3RKSnJmQT09

Meeting-ID: 980 5059 8345

Kenncode: PYBi28

Einwahl über Telefon:

Einwahl nach aktuellem Standort

069 7104 9922 Deutschland

069 3807 9883 Deutschland

Meeting-ID: 980 5059 8345

Kenncode: 484040

 

Einladung zum digitalen Ostergottesdienst für Kleine und Große

04. April 2021  10:00 Uhr

Zoom-Meeting beitreten

https://zoom.us/j/93673152316?pwd=djFqRUNKUGtJYitTOXdTcWhObzBOZz09

Meeting-ID: 936 7315 2316

Kenncode: jUkLi1

Einwahl per Telefon:

Einwahl nach aktuellem Standort

069 3807 9883 Deutschland

069 7104 9922 Deutschland

Meeting-ID: 936 7315 2316

Kenncode: 536481

 

Mo. 05.04.  Präsenzgottesdienst am Ostermontag entfällt leider

Gottesdienst zum Mitnehmen in Textform wird an der Kirche bereitliegen.

                                                                                                                                                          

Einladung zum Zoom-Gottesdienst mit Lektorin Pia Bedürftig

11. April 2021  19.00 Uhr

Zoom-Meeting beitreten

https://zoom.us/j/92546428412?pwd=QXFCcndQZW9VTjNjVjNLTDJSdFFKdz09

Meeting-ID: 925 4642 8412

Kenncode: Cm8GN3

Einwahl über Telefon:

Einwahl nach aktuellem Standort

069 3807 9883 Deutschland

069 7104 9922 Deutschland

Meeting-ID: 925 4642 8412

Kenncode: 616434

 

So. 18.04.  Präsenzgottesdienst entfällt leider

 

Einladung zum Zoom-Gottesdienst

25. April 2021 10.00 Uhr

Zoom-Meeting beitreten

https://zoom.us/j/93947976616?pwd=UWFudm92aE9GOW1URk5INktObXdoUT09

Meeting-ID: 939 4797 6616

Kenncode: 9ZZZZZ

Einwahl über Telefon

069 3807 9883 Deutschland

069 7104 9922 Deutschland

Meeting-ID: 939 4797 6616

Kenncode: 266043

Liebe Roßdorferinnen und Roßdorfer, 

 

der neue Gemeindebrief mit den Planungen zur Karwoche und Ostern ist noch nicht einmal an alle Haushalte verteilt und es gibt schon Änderungen. 

Die pandemische Situation ist durch die hohe Verbreitung der Virusmutationen noch kritischer als vor Weihnachten. 

Schweren Herzens hat der Kirchenvorstand in seiner Sitzung am 23.03.2021 beschlossen, gemäß den Vorschlägen der Bundesregierung keine Präsenzgottesdienste anzubieten. Der Schutz des Lebens hat für uns die höchste Priorität. 

Wir wissen, dass viele Menschen mit Sehnsucht auf Gottesdienste in unserer schönen Kirche warten, und dass besonders der Gottesdienstbesuch in der Karwoche und am Osterfest sehr wichtig ist. 

Wir sind voller Hoffnung, dass eine Zeit kommen wird, in der Präsenzgottesdienste wieder ohne Einschränkung und ohne Gefährdung gefeiert werden können. 

 

Wie dem Gemeindebrief zu entnehmen ist, haben wir die Karwoche und die Ostertage „hybrid“ geplant. 

Alle digitalen Angebote bleiben natürlich bestehen. 

 

Alle Präsenzveranstaltungen, also die Passionsandachten, sowie die Gottesdienste am Karfreitag und am Ostermontag, werden ausgesetzt, doch es wird für jeden dieser Tage die Andacht bzw. der Gottesdienst in schriftlicher Form vor der Kirche zum Mitnehmen bereitliegen. 

 

Eine “offene Kirche” können wir über die Feiertage leider nicht anbieten. Jegliche Reduzierung von Kontakten wirkt der Ausbreitung des Virus entgegen.  

 

Die Angebote vor der Kirche an den Ostertagen bleiben bestehen.  

Wir bitten alle, die diese in Anspruch nehmen, darauf zu achten, dass keine Menschenansammlungen entstehen und die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. 

 

Die Gottesdienste an den nachösterlichen Sonntagen im April werden im 14tägigen Rhythmus digital über Zoom angeboten.  

11.04.2021, 19.00 Uhr, mit Lektorin Pia Bedürftig 

18.04.2021  entfällt

25.04.2021, 10.00 Uhr, mit Pfarrerin Christine Binder 

 

In den Tagen, die kommen, denken wir an den Weg Jesu, den er geht bis zu seinem Tod am Kreuz. Diese dunkelste Stunde scheinbarer Gottverlassenheit wird verwandelt im Licht eines neuen Morgens, mit einem leeren Grab und dem jubelnden, österlichen Ruf:

„Er ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden – Halleluja“. 

Dass dieses Licht des neuen Morgens Ihr Leben erhellt und Ihre Seele wärmt, wünschen wir Ihnen von Herzen.   


Für den Kirchenvorstand Roßdorf 

 

Ihre Pfarrerin Christine Binder  

Bruchköbel-Roßdorf, den 25.03.2021

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Doppelt gemoppelt hält manchmal besser. Deshalb kommt hier ein kleiner Text, den ich für den in Kürze erscheinenden Gemeindebrief geschrieben habe:

Liebe Leserinnen und Leser!

Wann haben Sie Ihren letzten Regenbogen gesehen? Für mich lag diese Erfahrung eine ganz schön lange Zeit zurück, aber dann war er auf einmal da: Am Samstagnachmittag bei einem Spaziergang um die „vier Ecken“. Zuvor hatte ein ordentlicher Regenguss mit gehörig Sausen und Brausen mich daran erinnert, in welcher Jahreszeit wir uns gerade befinden, doch nur wenig später brach die Sonne voller Kraft durch die Wolken hindurch. Bewegte Pfützen auf dem Boden und große Tropfen an den Ästen und Zäunen erinnerten an das gerade Vorbeigezogene, doch am Himmel stand – in meiner Wahrnehmung ganz Roßdorf überspannend – ein deutlich sichtbarer Regenbogen.

Ihn zu sehen hat mir gutgetan. Nicht nur, weil so ein Regenbogen schön anzusehen ist, sondern weil mit ihm seine Botschaft in mir wachgerufen wurde. Der Regenbogen ist ein Zeichen für Gottes Bund mit den Menschen. Nie wieder, so erzählt es die Bibel, soll eine Sintflut über die Erde kommen. Nie wieder Verderben.
In einer Sturmzeit des Lebens befinden wir uns gerade. Auch wenn die Sonne schon manchmal die Wolken der Sorge und der Angst durchbricht, warten und hoffen wir doch nun schon so lange darauf, dass der Sturm ganz vorüberzieht.

Wann genau das sein wird und wie es dann sein wird, das weiß ich nicht.

Aber ich wünsche Ihnen für die Zeit bis es soweit ist, eine Regenbogenerfahrung, die Sie daran erinnert, dass Gott treu ist und Sie gerade in diesen stürmischen Zeiten nicht verlässt.

Ihre Pfarrerin

Christine Binder

In den nächsten beiden Wochen mache ich mich an dieser Stelle rar, denn auf die Karwoche und Ostern folgt für mich Urlaub. Aber danach geht´s hier weiter.

Herzlichen Dank sage ich noch für die supernetten Angebote zum Überbrücken meiner Kaffeenot.

Dazu ein kleines Update: Mittlerweile ist das gute Stück wieder gesund und wohlbehalten zuhause eingetroffen. Mit neuem Display und zwei Wochen früher als erwartet. Jetzt muss ich des Morgens entscheiden, wer Kaffee spenden darf – das Ersatz- oder das Stammgerät. Doppelt gemoppelt halt. Es „läuft“ also in jeder Hinsicht ;-).

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Der vergangene Sonntag, an dem die Konfis ihren Zoom-Vorstellungsgottesdienst gefeiert haben, trägt den Namen „Lätare“. Es ist der Sonntag in der Passionszeit, den ich am liebsten mag. „Freu dich“, so ruft er uns zu. Das scheint auf´s erste Hören oder Lesen so gar nicht in die Wochen vor Ostern zu passen: Ein Aufruf zur Freude während wir gedanklich den Weg Jesu in das Leiden und in den Tod mitgehen?!

„Kleines Ostern“ wird Lätare auch genannt und so lässt sich sein fröhlicher und tröstlicher Charakter besser verstehen.

Der 4. Sonntag der Fastenzeit erinnert daran, dass Ostern nicht mehr weit ist und gibt uns einen kleinen Vorgeschmack dessen, worauf wir zugehen.

Solche Stärkungen auf einem schweren Weg tun gut. Das Ziel wieder klar vor Augen zu bekommen, hilft dabei, weiterzugehen und durchzuhalten.

Und Durchhalten, auch wenn es manchmal herausfordernd sein mag, lohnt sich. Nur mit dem Wissen um den Leidensweg Jesu kann die Freude über das österliche Wunder der Auferstehung sich richtig entfalten.

Gott schenkt neues Leben.

Darauf dürfen wir uns – schon jetzt – freuen!

Herzlich grüßt Euch

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Am Montag war Weltfrauentag – abgesehen von der einen oder anderen WhatsApp-Nachricht, die mich dazu beglückwünscht hat, habe ich dann heute in der Waschanlage auch noch eine rote Rose eben anlässlich dieses besonderen Tages bekommen. Eine wirklich nette Geste, wobei ich glaube, dass diese am Grundthema des Tages doch irgendwie vorbeigeht.
Wertschätzung ist schön, versteht mich nicht falsch. Aber Gleichberechtigung ist schöner. Ich vermute, das hätten die Frauen, die diese Initiative 1921 angestoßen haben und die für die Gleichberechtigung der Frau, für die Einführung des Frauenwahlrechts und die Emanzipation von Arbeiterinnen eintraten, so ähnlich gesehen.

Einiges ist schon geschafft und trotzdem gibt es, wenn man mal bedenkt, dass der Gender-Pay-Gap in Deutschland im Jahr 2020 18% betrug, auch noch einiges zu tun.

Es ist bestimmt kein Fehler, dass wir daran mindestens einmal im Jahr erinnert werden.

 

Eine schöne Woche

Eure Pfarrerin Christine Binder

Gottesdienste im März 2021

Wir laden ein zum Zoom-Gottesdienst

am 7. März 2021, 19.00 Uhr,

und

zum Zoom-Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandengruppe

am 14. März 2021, 10.00 Uhr.

Die Teilnahme ist mit einem digitalen Endgerät oder über Telefon möglich.

Der Warteraum wird jeweils 15 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes geöffnet. Wir freuen uns, wenn alle, die eine Kamera haben, diese auch während des Gottesdienstes eingeschaltet lassen.

Einwahldaten für den Zoom-Gottesdienst

am 7.März 2021 19:00

Direktlink: https://zoom.us/j/99658421382?pwd=T0FQb1FwblNxaWFPTUx0Y2VNdVdXUT09

Einwahl per App oder Browser:

Meeting-ID: 996 5842 1382

Kenncode: S2scJc

Einwahl per Telefon:

Einwahl nach aktuellem Standort

        +49 69 7104 9922 Deutschland

        +49 69 3807 9883 Deutschland

Meeting-ID: 996 5842 1382

Kenncode: 376621

Einwahldaten für den Zoom-Vorstellungsgottesdienst

am 14.März 2021 10:00

Direktlink: https://zoom.us/j/93281798832?pwd=dUJGVkM0cDk4MlRyVDRJVW03QnE3Zz09

Einwahl per App oder Browser:

Meeting-ID: 932 8179 8832

Kenncode: Ff4Mhy

 

Einwahl per Telefon:

Einwahl nach aktuellem Standort

        +49 69 3807 9883 Deutschland

        +49 69 7104 9922 Deutschland

Meeting-ID: 932 8179 8832

Kenncode: 582021

 

Wir laden ein zum Präsenz-Gottesdienst

am 21. März 2021, 10.00 Uhr,

den Pfarrerin Heidrun Strippel halten wird.

Für einen Präsens-Gottesdienst ist eine medizinische Mund-Nase-Bedeckung erforderlich.

Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Pandemie sind Änderungen bei Präsenzangeboten jederzeit möglich und wir bitten Sie deshalb, die aktuellen Informationen in den Schaukästen oder auf der Homepage der Kirchengemeinde im Blick zu behalten.

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

Meine Kaffeemaschine ist krank. Ihr Display flackert besorgniserregend und das soll so garantiert nicht sein. Also ab zum Reparaturservice, der mir telefonisch schonmal mitteilte, dass es vier Wochen dauern würde, bis ich sie zurückerhalte. Man hätte Rückstau im Service.

Jetzt kann ich mir einiges vorstellen, aber dass ich meinen Alltag ohne die heimische Kaffeebar bestreite, gehört definitiv nicht dazu.

 

„Ist doch super“, sagen bestimmt jetzt einige (mein Innerstes übrigens auch gelegentlich). „So kannst du dich endlich freimachen von deinem Kaffeekonsum. Du willst doch, ist ja immerhin gerade Passionszeit, neue Spielräume erkunden, oder? Nicht mehr an der Kaffeebohne zu hängen, könnte einer davon sein. Kannst ja auch Tee trinken.“

Das stimmt alles auffallend, neben Kaffee trinke ich wirklich auch noch viel Tee, aber trotzdem habe ich eine Lösung gesucht, die die vier Wochen überbrückt – mit Kaffee.

 

An dieser Stelle kann ich einfach nicht raus aus meiner Komfortzone und wenn es noch so sinnvoll wäre. Ziemlich inkonsequent ist das schon, aber schon auch irgendwie menschlich. Man könnte auch sagen, „der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“!
Ohne meine innere Bereitschaft kann dieser Verzicht nicht funktionieren und so habe ich mich gefragt, was könnte ich denn in diesem Bereich geben? 7 bzw. 4 Wochen ganz ohne Kaffee funktioniert nicht, dafür muss ich in der Zeit vor Ostern einfach zu viel produktiv arbeiten.

Aber mit einer Begrenzung kann ich gut umgehen. Ab jetzt dreimal täglich, so habe ich es mir vorgenommen, darf die Ersatzmaschine laufen, das sind dann drei mehr oder minder große Tassen Kaffee. Vermutlich denken einige jetzt, dass das ganz schön viel ist, aber nicht in meiner Kaffeekonsum-Welt.

 

Es ist der Kompromiss zwischen „gar nicht“ und „wie immer“ – und irgendwann, das wünsche und hoffe ich, kommen für mich „7 Wochen ohne Kaffee“ und ich werde „stolz wie Bolle“ sein, wenn sie hinter mir liegen.

 

Euch allen eine gesegnete Woche!

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Am vergangenen Freitag hat sich der Tag der Tat zum ersten Mal gejährt.

Am 19. Februar 2020 wurden in nur wenigen Minuten Menschenleben unwiderruflich ausgelöscht.

Der Gedanke daran hat nicht nur in mir, sondern auch in den Konfis, die am Wochenende zum digitalen Rüstzeitersatz zusammengekommen waren, gearbeitet.

In uns allen schwelte die vermutlich nie vollständig zu beantwortende Frage „Warum“ und der tiefe Wunsch, die eine Hoffnung, so etwas Schreckliches möge nie wieder geschehen. Nicht bei uns und nirgendwo sonst auf der Welt.

Vieles ist vor und nach dem Jahrestag geschrieben worden, noch mehr war in den Medien zu sehen.

Erinnern und Gedenken sind die eine schwere Aufgabe, daran Mittun, dass Hass und Ausgrenzung keine Chance haben, die andere.

Ich muss an die biblische Geschichte vom „Barmherzigen Samariter“ denken. Mit dem Nicht-Wegsehen fängt es an, glaube ich, und der nächste Schritt ist dann, beim Hinsehen in meinem Gegenüber meine Nächste oder meinen Nächsten zu erkennen, und mich seiner oder ihrer anzunehmen.

Jesus selbst hat uns ja vorgelebt und gezeigt, wie das geht mit Respekt und Würde, die ich einem anderen oder einer anderen zuspreche.

Da will ich gern auf seinen Wegen gehen und mich an ihm orientieren.


„Wo Menschen sich verschenken,

die Liebe bedenken

und neu beginnen, ganz neu:

Da berühren sich Himmel und Erde,

dass Frieden werde unter uns,

da berühren sich Himmel und Erde,

dass Friede werde unter uns.“

(EG+75 Da berühren sich Himmel und Erde)

 

Ganzes Lied anhören?

https://www.youtube.com/watch?v=pvCNRzL6_wk

 

Seid gesegnet und behütet!

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Videogottesdienst am 21.02.2021 – 10 Uhr

 

Feiern Sie Videogottesdienst mit uns!!

Das Video wird morgen, am 21.02.2021 um 10 Uhr frei geschaltet.

>> Hier geht es zum Video auf unserem YouTube Kanal <<

Einladung

zum Videogottesdienst

mit Vikar Simon Schiele

am Sonntag, den 21. Februar 2021.

Den Link zum Gottesdienst finden Sie

in Kürze hier auf unserer Homepage unserer

Kirchengemeinde oder auf unserer 

Facebook Seite

Zusätzlich wird es einen

„Gottesdienst zum Mitnehmen“ an der

Kirche geben.

Zur persönlichen Andacht ist die

Kirche am Sonntag

Von 10-12 Uhr geöffnet.

Ihr Kirchenvorstand Roßdorf

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Wenn nicht in den letzten Tagen in den dritten Programmen des deutschen Fernsehens immer wieder einmal eine Fassenachts-Sitzung gezeigt worden wäre, könnte man glatt vergessen, dass man eigentlich in der „Hoch-Zeit“ der „tollen Tage“ ist.

Am Mittwoch dann ist schon wieder alles vorbei, was in diesem Jahr so gar nicht richtig gewesen ist, und die Passionszeit beginnt.

7 Wochen auf dem Weg mit Jesus, 7 Wochen bis Ostern, 7 Wochen Zeit, um sich selbst auf die Spur zu kommen, bewusster wahrzunehmen und zu leben. Fastenzeit.

„Spielraum – 7 Wochen ohne Blockaden ist in diesem Jahr das Thema der Fastenreihe „7 Wochen ohne“.

Sie nimmt auf, was uns trotz aller Einschränkungen an Möglichkeiten bleibt und eben „Spielraum“ eröffnet.

Ich finde den Gedanken an den „Spielraum“ spannend, denn er fokussiert, dass wir nicht im Negativen verharren müssen, sondern uns auf die Chancen konzentrieren können, die wir vielleicht gar nicht immer richtig wahrnehmen.

Mir tun solche Impulse gut und ich werde mir deshalb auch den digitalen Fastenkalender zur Aktion herunterladen. Mal sehen, welche Blockaden ich in Spielraum verwandeln kann.

 

Seid gesegnet und behütet!

Eure Pfarrerin Christine Binder

 

Und für alle, die vielleicht auch in die Fastenaktion einsteigen wollen, hier der Link zur Internetseite:

https://7wochenohne.evangelisch.de 

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Jetzt hab´ ich es auch getan. In einem Anflug von Mut und vor allem von Verzweiflung habe zur Schere gegriffen und der Corona-Frise (vielleicht auch Friese- wie das wirklich geschrieben wird, hab´ ich nicht herausgefunden) den Kampf angesagt.

Während andere Menschen über Farbe und Dauerwelle nachdenken müssen, teile ich das Kurzhaarfrisur-mit-Pony-Schicksal: Nach dem Ablauf von spätestens 6 Wochen muss bei mir nachgearbeitet werden, damit die Sicht erhalten bleibt. Denn einfach wegföhnen, gelen oder ähnliches geht nicht. Mein Haar weigert sich einfach seine Fallrichtung zu ändern.

Ich erinnere mich düster, dass ich so mit ca. 12 oder 13 Jahren das letzte Mal an meinem Pony rumgeschnippelt habe und die Aktion war nicht wirklich von Erfolg gekrönt.
Dieses Mal war ich besser vorbereitet und hatte mir Tipps für den Notfall von meiner Friseurin geholt und ein Scherenset mit einer Ausdünnschere bestellt. Denn merke: Mit der Bastelschere wird es schepp und krumm und bei so dicken Haaren wie meinen hilft ausdünnen enorm.

Samstag dann war es soweit. Erst gab es ein Youtube-Video zur richtigen Nutzung der Ausdünnschere und dann nur noch ein beherztes „Schnipp-Schnapp“. Hätte ich mal ein bisschen niedriger angesetzt! Jetzt trage ich Kurzpony, der mit ordentlich Klebstoff und Spray (ein Lob auf die Haarpflegemittelindustrie) in Form gebracht dann auch halbwegs ordentlich aussieht. Hätte schlimmer kommen können, aber trotzdem ist wirklich beruhigend, dass Haare wieder wachsen.

Das erste Mal habe ich da in Bezug auf mich selbst erlebt, wie fehlertolerant und gnädig mit mir selbst mich unsere Lebenssituation gemacht hat. Wie sehr sie meinen Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge gelenkt hat.

Und ich musste daran denken, dass das doch eigentlich der Blick ist, den Gott auf uns hat. Er blickt durch die Äußerlichkeiten hindurch auf unser Innerstes.

Da, wo wir als Menschen einfach Menschen sind und Fehler machen, Ungerechtigkeiten zulassen, schuldig werden an uns und anderen, ist er fehlertolerant und gnädig und schenkt uns immer wieder einen neuen Anfang.
Das macht mich unendlich dankbar.

 

Eine gesegnete Woche

Eure Pfarrerin Christine Binder

Wir feiern wieder Gottesdienst und beginnen in kleinen Schritten:


Wir laden herzlich ein zum ersten

Roßdorfer „Zoom-Gottesdienst“

am Sonntag, 7. Februar 2021, 19.00 Uhr.

Eine Teilnahme ist über ein digitales Endgerät oder Telefon möglich.

 

Digitales Endgerät:

Meeting-ID: 951 2435 6238 – Kenncode: vWtJ4S.

 

Telefon:

Wählen Sie die Telefonnummer 069 7104 9922 und folgen den Anweisungen. 

Sie benötigen zur Einwahl die Meeting-ID: 951 2435 6238 und den Kenncode: 783711 

 

Der Warteraum öffnet um 18.45 Uhr.

Tipp: Fotografieren Sie die Zugangsdaten einfach mit dem Smartphone und geben diese zuhause je nach Zugangsart entweder auf zoom.us oder über das Telefon ein.

 

Link zum Zoom Gottesdienst (öffnet Zoom.us)

 

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kirchenvorstand Roßdorf

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Um die positive Grundeinstellung nicht zu verlieren, hilft es mir, Bilder von der Zukunft „zu malen“.

Heute habe ich das einmal dichtend versucht:

 

Was ich tun werde….

wenn diese Zeiten nur noch Erinnerung an einen bösen Traum,

wenn Angst und Unmut sind gewichen einem tiefen Atemholen?

Menschen umarmen und lauthals singen und lachen!

Statt zwei Schritte zurück, geh´ ich drei Schritte vor

und schau in leuchtend-unverhüllte Angesichter.

Noch ist das ein Traum – von der Zukunft, von Morgen.

Doch Morgen kommt.

So ist das –

Leben.

 

Herzlich grüßt euch

eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

„Sind wir bald da?“ Von dieser Frage aus Kinderzeiten bin ich sicher, dass sie meinem Vater das eine oder andere graue Haar beschert hat.

Drei Kinder auf der Rückbank und egal wie lang die Fahrt war, eine oder einer hat mindestens gefragt.

 

„Sind wir bald da?“ Ein bisschen fühle ich mich zurückversetzt in Kinderzeiten. Der Weg zur Normalität scheint noch so weit weg und wie fahren doch schon so lange mit Corona-Handbremse.

 

So ganz bald werden wir wohl noch nicht ankommen am Ziel dieser großen Fahrt, aber wir sind auf dem Weg und wir werden ankommen – ganz bestimmt.

 

Ich habe mich gefragt: Wie haben wir das damals nur gemacht? Wie hat man diese endlos lange Zeit im Auto (ohne Klimaanlage!), eingequetscht zwischen Geschwistern und Gepäck überstanden? Musik auf die Ohren, ein Buch oder ein Spiel in die Hand und schon ging alles besser. Wenn dann noch die Reiseverpflegung stimmte, war alles halb so wild.

 

Heute, würde ich sagen, gönnen wir uns eine Ablenkung gegen den ganzen Stress, etwas Schönes, etwas Gutes. Groß muss das gar nicht sein, aber die Seele streicheln. Rotwein, ein Telefonat mit lieben Menschen, Schokolade, Musik, Buch, Filmnacht, ein tolles Essen, Schaumbad…. Da ist für jeden und jede etwas dabei. Meine Seelenstreichler waren übrigens die Urlaubsfotos der letzten Jahre. In diesen Erinnerungen zu schwelgen hat mir unendlich gutgetan.

Das Bild habe ich in einem Eisladen in Tofino/Canada gemacht und mir das Schild damals gleich mit einer Kugel „Mint-Chocolate“ zu Herzen genommen.

 

 

Also gönnt Euch was, dann hat der Stress auch keine so große Chance.

 

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Es soll ja Menschen geben, die „clean“ ins neue Jahr starten wollen und deshalb schon allen weihnachtlichen Dekotand direkt nach den Festtagen wieder abräumen.

Ich gehöre zu einer anderen Gattung – ich koste die Weihnachtszeit aus bis nichts mehr geht und wenn man sich am liturgischen Kalender orientiert, hätte ich bis Ende Januar dazu Zeit, denn solange geht die Epiphaniaszeit. „Epiphanias“ am 6. Januar ist der „Fest der Erscheinung des Herrn“, manch einer kennt ihn unter dem Namen „Dreikönigstag“. Für viele endet an diesem Tag die Weihnachtszeit, doch auch die Folgesonntage beziehen sich inhaltlich auf Weihnachten und gehören somit zur erweiterten Weihnachtszeit.

Aber: „Abies nordmanniana“ macht mir einen Strich durch meine liturgischen Überlegungen, denn der Kerl lässt sich wirklich hängen und die ein oder andere Nadel fallen. Am Wasser liegt es nicht, das habe ich regelmäßig nachgefüllt. An zu hoher Raumtemperatur bestimmt auch nicht, denn bei mir herrscht gemäßigtes Klima. Trotzdem – er lässt nach und mit ihm meine weihnachtliche Stimmung, die ich mir (wie vermutlich viele andere auch) für dieses Weihnachtsfest richtig erarbeiten musste.

Natürlich, das weiß ich, ist der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer und die übrige Dekoration am und im Haus nur ein äußeres Zeichen. Natürlich weiß ich, dass Weihnachten mir geschenkt wird und ich es nicht herstellen kann oder muss. Aber das vertraute Gefühl von Weihnachten verbindet sich wenigstens bei mir auch mit dem äußerlichen Schmuck und wird auch ein bisschen von ihm genährt.

Vielleicht fällt es mir deshalb in diesem Jahr schwerer als sonst, mich von „Abies nordmanniana“ zu verabschieden. Weil ich das festhalten will, was ich habe, was mir guttut, was mich trägt, und ich mich daran freuen will – die Zusage nämlich, die in allem weihnachtlichen Tand, den funkelnden Lichtern und Kugeln am Baum, hell aufleuchtet, dass Jesus, das Licht der Welt, zu uns gekommen ist, um uns zu retten.

Das ist mein Anker in stürmischen Zeiten und eine Hoffnung, die ich jeden Tag in mir lebendig halten will. Eigentlich ein schöner Vorsatz für 2021.

 

Wir lesen uns wieder nach meinem Urlaub.

Bis dahin grüßt herzlich

Eure Pfarrerin Christine Binder

Altjahresabend

Hallo zusammen, wie bereits an Weihnachten gibt es auch zum Altjahresabend ein Video unserer Kirchengemeinde.

Klick zum Video

Wir wünschen einen schönen Jahresabschluss und einen guten Start ins neue Jahr

Weihnachten 2020 in Roßdorf

Die Kirchengemeinde Roßdorf feiert Weihnachten und lädt Sie und Euch ein mitzufeiern: mit vertrauten Texten und Liedern, Predigtgedanken von Pfarrerin Christine Binder und einem Krippenspiel der Roßdorfer Konfis zusammen mit Ida und Pia Bedürftig.

Wir haben für Sie ein Weihnachtsvideo produziert.

Sehen Sie hier die Vorschau / den Trailer >> klick mich <<

 

Das Weihnachtsvideo wird morgen, ab 14 Uhr für alle frei geschaltet

Bitte auf das Bild klicken um das Video zu starten.

 

Direkter Link zum Weihnachtsvideo >> klick mich <<

Direkter Weg zu unserem YouTube Kanal

 

Unsere Mitmach Aktion

Zur Erinnerung, Frau Binder erwähnte im letzten Beitrag folgendes:

Wir laden die Familien ein, für unseren kleinen Weihnachtsbaum, der in diesem Jahr ab Heiligabend vor der Kirche stehen wird, einen Anhänger zu basteln und, vielleicht bei einem Spaziergang, an der Kirche vorbeizugehen und das Bäumchen damit zu schmücken.

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Liebe Alle,

das hätte ich Dienstag vor einer Woche auch noch nicht gedacht, zwar ein bisschen befürchtet, aber doch irgendwie auch verdrängt.

Alles war fertig, ein Text für diesen „Blog“ geschrieben und dann kam Mittwoch und mit ihm die Entscheidung des Kirchenvorstands „die Schotten“ aufgrund der hohen Fallzahlen dichtzumachen.

Sinnvoll ist diese Entscheidung allemal und ihr dürft mir glauben, wir haben es uns nicht leicht gemacht.

Schmerzhaft ist sie aber auch. Für all jene, die sich erhofft hatten, wenigstens an Weihnachten vertraut-normal mit ihren Lieben zu feiern.

Schwierig auch für jene, für die der klassische Gottesdienstbesuch an Weihnachten, das Krippenspiel dazugehört.

Wir feiern also Weihnachten im harten Lockdown, digital und Zuhause, und die Pfarrerin ist quasi „arbeitslos“. Natürlich nicht so richtig, denn es musste auch für die veränderten Bedingungen vorbereitet und geplant werden, trotzdem kann ich mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal zu Weihnachten nicht in einer Kirche gewesen wäre.

Ein Gedanke wird aber trotz und vielleicht auch aufgrund der außergewöhnlichen Situation in Vorbereitung auf das Fest für mich immer stärker: In diesem Jahr erleben wir „Weihnachten pur“, auf´s Wesentliche reduziert. Das wahre Weihnachten tritt uns unverhüllt entgegen: „Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute“, wie es in einem alten Weihnachtslied (EG 36,2) heißt.

Im „weniger“ begegnet uns „viel mehr“ – wenn wir uns darauf einlassen und uns beschenken lassen vom Geschenk des Himmels, vom Retter, der für uns geboren wird und der uns Trost, Hoffnung und Frieden bringt.

Das ist „Weihnachten pur“: Gottes Gnade und Liebe empfangen dürfen.
Ich wünsche Euch allen, dass ihr dieses Weihnachten -in euch- findet.

Frohe und gesegnete Festtage
Eure Pfarrerin

Christine Binder

Wichtige Bekanntmachung / Corona Update

 

Roßdorf, 17.12.2020

Liebe Gemeindemitglieder,

Liebe Roßdorferinnen und Roßdorfer,

schweren Herzen hat der Kirchenvorstand in einer Sondersitzung am 16.12.2020 die Entscheidung getroffen, dass alle geplanten Präsenzgottesdienste und Präsenzveranstaltungen vom 20.12.2020 bis zum 10.01.2021 ausgesetzt werden.

Wir solidarisieren uns mit der Entscheidung zum harten Lockdown in Deutschland und sehen es, angesichts der bedrohlichen Pandemielage in Deutschland als unsere Aufgabe, daran mitzuwirken, Schaden von Menschen abzuwenden.

Diese Entscheidung ist uns, gerade auch mit Blick auf Weihnachten, sehr schwergefallen, doch sie entspringt der Sorge um das Wohl und die Gesundheit unserer Mitmenschen und ist Ausdruck tiefempfundener Nächstenliebe.

Weihnachten findet dennoch statt. Zuhause und anders, aber doch verbunden im Geist.

An Heiligabend werden um 14.00 Uhr und um 16.30 Uhr unsere Glocken mit einem je viertelstündigen Weihnachtsläuten erklingen.

Ab 14.00 Uhr wird auch unser digitales Angebot zu Weihnachten freigeschaltet, das über die Homepage, Facebook oder unseren YouTube-Kanal erreichbar ist. Dort werden das aufgezeichnete Krippenspiel, zwei musikalische Beiträge und eine Kurzpredigt als Videos abrufbar sein.

Die Kurzpredigt wird auch eingebunden in eine Lesepredigt als Textdownload zur Verfügung stehen.

Für alle, die keinen Zugang zu digitalen Medien haben, wird die Lesepredigt in papierhafter Form an der Kirche zum Mitnehmen ausliegen.

Wir laden die Familien ein, für unseren kleinen Weihnachtsbaum, der in diesem Jahr ab Heiligabend vor der Kirche stehen wird, einen Anhänger zu basteln und, vielleicht bei einem Spaziergang, an der Kirche vorbeizugehen und das Bäumchen damit zu schmücken.

Auch das „Licht der Hoffnung“ wird an den Weihnachtsfeiertagen wieder vor der Kirche brennen und uns daran erinnern, dass das Licht der Welt als Kind in der Krippe zu uns kommt.

Weitere digitale Angebote finden Sie …
auf unserer Homepage
auf der Seite des Kirchenkreises Hanau
und auf der Homepage der Landeskirche

In unserem Kirchenkreis werden weiterhin Präsenzgottesdienste angeboten, wir bitten Sie jedoch -auch im Namen der Kirchenvorstände und Pfarrer der Nachbargemeinden-herzlich darum, auf die Teilnahme an deren Präsenzveranstaltungen zu verzichten. Sollten Sie es dennoch erwägen, beachten Sie bitte, dass eine vorherige Anmeldung nötig ist und Mitglieder der Ortskirchengemeinde in der Regel Vorrang bei der Anmeldung haben.

Auch für den Altjahresabend wird es auf den genannten Kanälen ein digitales Angebot in Form einer Kurzpredigt und eines musikalischen Beitrages als Videos geben. Auch dann wird die Kurzpredigt eingebunden in eine Lesepredigt als Textdownload zur Verfügung stehen und papierhaft an der Kirche ausliegen.

Wir gehen gerade durch sehr bewegte Zeiten, manchem ist das Herz sehr schwer. Lassen wir uns trösten und tragen vom Ruf der Engel:

„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

Lk 2,10b.11

Frohe und gesegnete Weihnachten und ein behütetes Jahr 2021.

Ihr Kirchenvorstand Roßdorf und

Ihre Pfarrerin Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

So sehr sich die diesjährige Vorweihnachtszeit auch von allen anderen zuvor für mich unterscheiden mag, eins ist gleichgeblieben.
Schon seit vielen Jahren sammle ich Weihnachtsbücher, also jene prachtvoll schön gestalteten Bände, die Texte rund um Advent und Weihnachten bergen.

Ich mag es, an den Adventssonntagen in ihnen zu stöbern, Altvertrautes neu zu entdecken und manchmal einen Schatz zu heben.

Beim Blättern ist mir ein Adventsgedicht von Matthias Claudius, dem wir das schöne Lied „Der Mond ist aufgegangen“ verdanken, zugefallen.

 

Immer ein Lichtlein mehr

 

Immer ein Lichtlein mehr

im Kranz, den wir gewunden,

dass er leuchte uns so sehr

durch die dunklen Stunden.

 

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,

und so leuchten auch wir,

und so leuchtet das Zimmer.

 

Und so leuchtet die Welt

langsam der Weihnacht entgegen.

Und der in Händen sie hält,

weiß um den Segen.

 

Matthias Claudius

 

Eine gesegnete Woche wünscht euch

eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Am Sonntag, mitten im Gottesdienst zum 1. Advent, hätte ich einfach losheulen können, so erfüllt war ich auf einmal, so angerührt, so ergriffen.

Von den Menschen und vom Licht am Kranz und besonders vom „Tochter Zion“, mit dem die Posaunen und Trompeten es Advent für mich werden ließen.

Freudig jubelnd haben sie es verkündet – euer Warten hat bald ein Ende – und ich habe in mir mitgesungen. „Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!“

Das ist vielleicht gerade die größte Herausforderung für mich – nicht gemeinsam mit anderen laut singen zu dürfen und meinen Gefühlen auf diese Weise Ausdruck zu verleihen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich damit nicht ganz allein dastehe.

Denn irgendwie gehört für mich die Musik zum Advent so elementar dazu wie für manch anderen der Gang über den Weihnachtsmarkt mit Glühwein in der Hand, Christmas-Shopping oder Plätzchen backen.

In vielen Dingen, gerade in der Gemeinschaft mit anderen, werden wir gerade begrenzt und auf uns selbst zurückgeworfen. Ich entdecke darin einen ganz wichtigen Aspekt des Advents, dem auch ich, zugegebenermaßen vor lauter Vorbereitungs-Vorfreude oder Notwendigkeit, manchmal nicht genug Raum gebe.

In der kirchlichen Tradition ist die Zeit vor den hohen Christusfesten eine Buß- und Fastenzeit. Darauf weisen die violetten Altartücher in den Kirchen hin.

Ja, ganz genau. Eigentlich ist der Advent -wie die 7 Wochen vor Ostern- eine Bußzeit oder wie wir es heute vielleicht besser verstehen können, eine Zeit zur Neuorientierung, zur stillen Besinnung, die uns nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich bereit machen soll für Weihnachten.

 

Gertrud von Le Fort hat (dazu) geschrieben:

Dem Friedensgesang der Engel

ging die adventliche Bereitschaft der Menschen voraus.

 

Vielleicht gelingt es mir ja, in diesem Jahr anders durch den Advent zu gehen, „adventlich bereit“, bewusster, aufmerksamer – und mich dann an Weihnachten vom „Friedensgesang der Engel“ noch tiefer erfüllen, anrühren und ergreifen zu lassen, so dass mir die Freude überfließt.

Eine schöne erste Adventswoche.

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Es ist eine eigenartige Zeit zwischen Ewigkeitssonntag und dem 1. Advent. Das finde ich jedenfalls.

Es ist die Zeit zwischen den Jahren. Nein, ich bin nicht im Kalender verrutscht, sondern schaue auf den Wechsel des Kirchenjahres.

Das eine ist vergangen und das andere hat noch nicht recht begonnen.

Zwischen dem erinnernden Blick auf all jene, die wir in den vergangenen 12 Monaten loslassen mussten und die wir in Gottes Ewigkeit glauben, und dem hoffnungsstiftenden Lebensfunken des 1. Advent liegt eine Woche.

Ich für mich kann nicht einfach den Schalter umlegen und sofort im Adventsmodus leben.

Dafür brauche ich Zeit. Muße. Vorbereitung. Jeden Tag ein kleines Stück mehr.

Der Lyriker Rudolf Otto Wiemer hat geschrieben:
Haltet in den dunklen Tagen

euer Herz bereit!

Tannen werden Lichter tragen,

und die leuchten weit.

Ich weiß, es gibt diesen adventlichen Funken auch in meinem Herzen. Er glimmt. Und ich will ihn gern neu entfachen mit Nähe und Licht, Musik und Wort, mit Begegnung und Gemeinschaft.

So kann er hell zum Leuchten kommen und den Weg bereiten für den, der sich bald, ganz bald zu uns auf den Weg macht.

Es grüßt euch eure Pfarrerin

Christine Binder

Licht der Welt

Eine Ökomänische Aktion der Ev Landeskirche und dem Bistum Fulda

 

Es ist eine sehr schöne Aktion ins Leben gerufen worden. Machen Sie mit und stellen Sie sich doch auch ein Licht in Ihr Fenster!

Also eine kleine oder große Kerze auf die Fensterbank ihrer Wohnung. Einfach so, für sich selbst und für andere ein Licht für die dunklen Abende bis Weihnachten.

Alle Infos zu dieser Aktion, die offiziellen Worte von der Bischöfin und dem Bischof sowie ein Gebet zum Download, finden Sie hier –> Link zur Landeskirche

 

Ihr Media Team des KV Roßdorf

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

Der Buß-und Bettag, der in jedem Jahr am letzten Mittwoch des Kirchenjahres begangen wird, ist einer jener kirchlichen Feiertage, die für viele Menschen nur schwer zu greifen sind.

Der Blick auf die eigene Existenz, das ehrliche Betrachten des eigenen Handelns und die bewusste Wahrnehmung dessen, was uns Kopf und Herz bewegt, hält jedem und jeder den Spiegel vor. Angenehm ist das nicht immer. Aber heilsam. Und befreiend, denn all das soll und kann im Gebet vor Gott gebracht werden. Das kann meinem Denken und Handeln eine neue Richtung geben.

Schon seit einigen Jahren gestalten die Evangelischen Landeskirchen von Bayern und Kurhessen-Waldeck gemeinsam die Aktion „Busstag“ und widmen sich einem Thema.

Zukunft „off“en, so lautet das Motto in diesem Jahr. Das Kampagnenbild zeigt einen Schalter mit genau dieser Beschriftung und ich finde die Vieldeutigkeit darin ausgesprochen gelungen und ganz nah am Puls unserer Zeit. Denn ich glaube, die Frage, die derzeit viele Menschen umtreibt, ist doch tatsächlich, welche Zukunft wir vor uns haben. Unsere Planungen, vielleicht auch unsere Visionen davon haben in den letzten Monaten einige Risse bekomme, nicht nur durch Corona, auch der Klimawandel oder die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft haben daran ihren Anteil.

Ist die Zukunft also „off“, „aus” und vorbei?

Ehrlich gesagt will ich mich mit „off“ nicht zufriedengeben, sondern darauf vertrauen, dass eine zu gestaltende Zukunft vor mir liegt, mehr noch, dass Gott selbst mir die Zukunft offenhält.

Diese Zukunft mag anders sein als ich es mir vorgestellt habe, aber sie wird sein: lebendig oder bunt oder rosig oder…. ganz anders.

Aber getragen von Gott, der uns nicht loslässt.

 

Herzliche Grüße

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Als Kind bin ich gern „Laterne gelaufen“. Mit diesem Lichterzug im dunklen November begann für mich, die einen katholischen Kindergarten besucht hat, eine besondere Zeit. Am 11.11. ist der Gedenktag des Martin von Tours.

Neben den Liedklassikern, die einfach dazugehören, hat sich mir wie nichts sonst die alljährlich mit echtem Pferd und erwachsenen Darstellern dargebotene Geschichte eingeprägt: Martin teilt den Mantel mit einem Bettler am Wegesrand. St. Martin und der Gedanken des Teilens gehören untrennbar zusammen und es ist eine wunderbare Botschaft. Mit dieser barmherzigen Tat handelt er ganz wie ein Jünger Jesu.

Im Lauf der Jahre ist mir an dieser Überlieferung aber noch etwas anderes wichtig geworden: Martin sieht hin, schaut nicht weg. Er sieht die Not und handelt gegen sie. Mit dem Sehen beginnt das Teilen. So wird Martin für den Bettler zum Licht in der Dunkelheit seines Elends. Und ich weiß nicht wirklich, was diesen armen Menschen mehr gewärmt haben mag, der Soldatenmantel äußerlich oder die Zuwendung innerlich? Denn danach sehnen wir uns doch: Dass wir nicht übersehen werden. Dass uns jemand anschaut.

Gut, wenn Menschen sich das schenken können – Martin damals dem Bettler, wir heute einander. Und noch besser, dass Gott uns niemals aus dem Blick verliert!

 

Einen schönen Martinstag.

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice   

Am Samstagmorgen habe ich ein Leben gerettet, ein kleines, kugeliges Leben.

Es war kurz nach 5 Uhr früh und der Hund wollte ganz dringend für ein noch dringenderes Bedürfnis nach draußen. Trotz seiner Eile hat es ihn auffällig lang an der Fußmatte auf der Terrasse aufgehalten, so dass ich selbst auch einen Blick riskiert habe, was ihn da wohl so sehr interessiert.

Nun ist es derzeit morgens um 5 stockfinster und in der Regel trage ich da keine Brille, was das Erkennen deutlich erschwert. So habe ich auch nur einen runden Umriss genau in der Mitte der Fußmatte ausmachen können.

Nachdem ich Licht ins Dunkel gebracht hatte, war ich einigermaßen erstaunt. Das runde Etwas war tatsächlich ein Igel, natürlich zusammengekugelt vor lauter Schreck als die Hundenase ihm so bedrohlich nahekam. Was ihn ausgerechnet an diesen Ort und nicht in sicheres Laub in der Tiefe des Gartens verschlagen hat, wird ein Rätsel bleiben.

Aber ehrlich, das Stacheltier hatte wirklich richtig Glück, denn normalerweise nimmt der Hund so etwas auch gern mal zur näheren Inspektion ins Maul und trägt es herum– trotz Stacheln, doch an diesem Morgen hatte er ja glücklicherweise etwas anderes zu erledigen und ich hatte keine Schnappatmung, ob er sich bei dieser Aktion möglicherweise die Flöhe des Igels eingefangen hat.

Damit der Igel nicht doch noch in die ewigen Jagdgründe eingeht, war die Rettungsmission beschlossen. Im Schlafanzug und immerhin in den alten Gartenschuhen habe ich ihn auf der Fußmatte in den abgetrennten Gartenteil der Gemeinde evakuiert und ich hoffe sehr, dass er nicht auf die Idee kommt, unter dem Gartentor durchzukrabbeln…

Der kleine Stachler hat mir, wenn ich so auf die Rettungsaktion zurückblicke, eine gute Lebenslektion in Erinnerung gerufen: Einigeln hilft – und manchmal ist es sogar lebensnotwendig. Denn das Einigeln hält Bedrohungen auf Abstand und bringt Sicherheit. Wenn dann die Gefahr vorüber ist, man einmal kräftig durchgeatmet hat, kann man sich wieder entrollen und seines Weges gehen.
Später am Morgen war der Absetzplatz im Garten verwaist.

Auch wir sind gerade wieder zur lebensrettenden „Einigelübung“ aufgerufen. Das ist schwer für uns Menschen, aber nur so halten wir die Gefahr von Außen auf Abstand und haben die Perspektive, dass auch wir irgendwann uns und unser ganzes Leben wieder entfalten können und fröhlich unserer Wege ziehen.

 

Es grüßt euch eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Über den „Aufreger der Woche“, mit dem ich in den Urlaub gestartet bin, konnte ich euch eben wegen des Urlaubs noch nicht schreiben – das will ich jetzt aber unbedingt nachholen.

Im Pfarrhaus flattert an manchen Tagen ein wahrer Berg an Papier in den Briefkasten.

Manches davon ist nötig und entsprechend lesenswert. Vieles davon ist, wie in vielen anderen Haushalten auch, für die Ablage „P“ bestimmt. Da man das eine ja sauber vom anderen trennen muss, damit die wichtige Rechnung oder ähnliches nicht verschüttet geht, fiel mir am Montag ein unscheinbares Blatt, Größe DINA5 in die Hand. Mit ausgerissenen Rändern. Nichts Ungewöhnliches, denn so kommen hier oft die Anmeldungen für Veranstaltungen an.
Für die Trennung „Pfarrhaus“ – „Binder“ oder „P“ muss wohl oder übel auch der Inhalt zur Kenntnis genommen werden.

Hätte ich das „Flugblatt“ mal besser nicht gelesen: Corona gibt es nicht, Maske bringt nichts. Dazu eine pseudowissenschaftliche Kurve, die das alles beweisen soll. Es war eine Einladung zur Demo gegen die Coronamaßnahmen und für die Wahrung der derzeit zutiefst beschnittenen freiheitlichen Grundrechte des/der deutschen Bundesbürgers/in – in Berlin.

Jetzt könnte man sich fragen, wieso man über die Maskenwirksamkeit rumschwurbeln muss, wenn es Corona nicht gibt, aber das lasse ich besser auch….

Jeder soll nach seiner Façon selig werden, hat ja schon der Alte Fritz gesagt, und wie gut, dass jeder und jede von uns seine eigene Façon, Wahrnehmung und Meinung haben darf. Schwierig wird es, wenn das Eigene andere begrenzt und zu einer Verschlechterung der Situation für alle führt. Solidarität mit meinem Mitmenschen stelle ich mir irgendwie anders vor.

Für mich war jedenfalls am Ende die Ablage „P“ die beste Wahl für diese besondere Wurfsendung und ich halte mich inhaltlich lieber an Menschen wie Mike Krüger:

 

https://www.youtube.com/watch?v=_VvFrNZ3IfY

 

Bleibt gesund!

Eure Maske tragende, Abstand einhaltende, Hände waschende, App nutzende, Kontakte reduzierende, lüftende, desinfizierende, Hygienepläne schreibende Pfarrerin

Christine Binder

Erntedankgottesdienst auf dem Kartoffelhof der Familie Köhler

– Ein Nachbericht –

Zu Zeiten von Corona, mit nur 20 Sitzplätzen in der Kirche, muss man sich schon mal was einfallen lassen damit solche Gottesdienste nicht ausfallen müssen.

Wo sonst können wir Gottesdienste feiern? Schaffen wir das mit den Abständen, haben wir ein Hygienekonzept? Könnten wir das nicht draußen machen – wie soll denn das Wetter werden? Dies sind die Fragen, die sich unsere Pfarrerin und der Kirchenvorstand bereits seit Wochen stellen.

Wir haben uns daher sehr gefreut, das wir das Erntedankfest nicht absagen, sondern auf dem Kartoffelhof der Familie Köhler stattfinden lassen konnten.

Ein schöner Platz, ein Dach über dem Kopf. Genug Abstand für ca. 60 Gäste. Ein Hygienekonzept und einen Plan, wie man rein und wieder raus findet. Es hat am Ende alles gepasst um einen schönen Gottesdienst zu erleben.

Mit 53 Besuchern aus der Gemeinde, dem Posaunenchor, der Pfarrerin und einer Abordnung aus Kirchenvorstand und Helfern, hatten wir insgesamt 72 Teilnehmer. Ich war leider selbst nicht vor Ort, habe mir aber berichten lassen, es musste niemand draußen stehen. Die Abstände konnten überall eingehalten werden. Noch dazu wäre die Akustik für den Posaunenchor sehr gut gewesen.

Für alle, die nicht teilnehmen konnten, hier ein Erlebnisbericht von Mareike Schinz:

Danke sagen für die Ernte

Platzanweiser waren dieses Jahr eine Kartoffel und ein Liedblatt. So wussten wir genau wo man sich hinstellen oder mit dem mitgebrachten Klappstuhl platzieren konnte. Bedingt durch die viele frische Luft in der Kartoffelhalle, durfte hinter dem Mundschutz sogar laut mitgesungen werden. Der Posaunenchor gestaltete dazu den erfrischenden musikalischen Rahmen Dank eines guten Organisationsteams wusste man nicht nur seinen Platz und konnte sich in Listen eintragen, auch Pfarrerin Binder und Lektorin Pia Bedürftig waren dank technischer Verstärkung sehr gut zu verstehen.

Die Geschichte des Kartoffelkönigs und die Speisung der 4000 (Markus 8,1-9) regte zum Danksagen an.

Nachzudenken, an welchen Stellen des Lebens es noch möglich wäre zu teilen. Der Kartoffelkönig lief immer wieder davon, weil er nicht gegessen werden wollte. Als zwei hungrige Kinder ihn aber fanden, gab er sich ihnen hin, da er ihre Not erkannte.

Echten Hunger kennen die meisten von uns in Deutschland nicht mehr. Und jene die ihn doch kennen, können Hilfe bei der Essensbank, der Tafel oder ähnlichen Organisationen erbitten. Aus gegebenen Anlass konnten wir dieses Jahr keine Sammlung veranstalten. Gerne nehmen diese Einrichtungen aber ihre Hilfe und Zuwendung an. Setzen sie sich einfach mit ihnen in Verbindung, Unterstützung wird immer gebraucht.

Teilen lässt sich vieles, nicht immer muss es Materielles sein. Ein Lächeln für meine Gegenüber kann ich auch teilen. Ich werde ab jetzt immer lächeln, wenn ich eine dicke Kartoffel sehe, die Gott für mich wachen lässt und an den Kartoffelkönig denken und überlegen was ich heute teilen kann.

Wir bedanken uns vielmals bei der Familie Köhler für die Möglichkeit , das der Gottesdienst in dieser Form stattfinden konnte und natürlich auch für die schöne Dekoration.

Text von Mareike Schinz und Siegfried Glade

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Geduld ist eine Tugend!“ Wie sehr mich dieser Satz manchmal nervt, denn es gibt Zeiten, da will ich nicht geduldig sein oder meine Geduld ist schlicht ausgereizt. Beispiel gefällig? Kein Problem, wobei das kein Beispiel, sondern eher eine unendliche Geschichte ist. Leidet und lacht mit mir mit.

Anfang Januar 2020 habe ich nach vielen Jahre und nach langer Suche endlich eine Wohnwand gefunden, die mir gefallen hat. Vom Glück geküsst, wurde sie ganz schnell bestellt und sollte 3 Monate später, Anfang April, geliefert werden. Alles kein Problem. Gut Ding will Weile haben und vorher muss ja auch geklärt werden, was mit dem Altbestand geschieht.

Im März kam Corona und die freundliche Nachricht, dass a) nicht ausgeliefert werden kann und b) gar nichts zum Ausliefern vorhanden ist. Lieferengpass in Italien. Da war der Altbestand schon ausgezogen und mein Wohnzimmer ein einziges Chaos.

Vor den Sommerferien, es war mittlerweile Juni, kam sie dann – die Wohnwand. Gute Sache: ich mochte sie immer noch gern ansehen, habe das wohl aber zu genau getan. Denn mit einer Blende an der Vitrine stimmte etwas nicht, großer Spalt, der sich auch mit großem Körpereinsatz der Monteure nicht dazu überreden ließ, sich auf adäquate Größe zu verkleinern.

Die Reklamation wurde aufgenommen. Eine Austauschvitrine wurde angefordert und die defekte sollte bei mir bleiben, bis der Austausch vorgenommen würde. So geschah es.

Es wurde Juli und nach Aussage der freundlichen Hotline gab es wieder einen Lieferengpass in Italien.

Ende Juli kam der Austauschtrupp und brachte keine neue Vitrine, sondern einen Bausatz mit. Die defekte Blende sollte vor Ort ausgetauscht werden – das ging aber nicht, weil die Monteure dafür gar kein Werkzeug hatten. Also wurde die defekte Vitrine nebst allem Zubehör zum Anbringen des Bausatzes in die hauseigene Werkstatt entführt.

Mittlerweile im August angekommen, bekam ich einen Anruf, dass, weil der Bausatz nicht richtig angebracht werde könne, eine neue Vitrine in Italien bestellt würde.

Ende August ein neuer Anruf des Kundendienstes, die Vitrine sei da, man hätte sie aber genau angeschaut und einen wiiinzigen Farbfleck auf ihr entdeckt… der winzigkleine Farbfleck war, wie die Fotos, die mir der Kundendienst freundlicherweise zukommen ließ, daumennagelgroß, gut sichtbar und ich kurz vorm Durchdrehen.

Es wurde also eine neue Vitrine in Italien bestellt…. , die man höre und staune, am Montag, den 5. Oktober, geliefert wurde. Keine Farbflecke, Farbe nicht abweichend zu den anderen Elementen, keine Spaltmaße – ganz großes Kino. Fast hätte ich ein paar Freudentränen verdrückt. Aber auch nur fast. Denn als sie da in ihrer ganzen Pracht fertig zusammengezimmert stand, stellte ich die Frage der Fragen: „Habt ihr auch die Beleuchtung dabei!“

Hatten die Monteure natürlich nicht. Die Reklamation läuft und eigentlich wäre es ein super Weihnachtsgeschenk, wenn die Vitrine an Heiligabend eingeräumt und hell leuchtend in meinem Wohnzimmer steht. Da könnte ich mir fast den Weihnachtsbaum sparen.

Das ist mal ne echte Lektion in Geduld und ich muss an den bekannten Satz des Theologen und Philosophen Reinhold Niebuhr denken:

Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

Es grüßt euch eure

Geduld und Gelassenheit einübende Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Am Sonntag ist Erntedankfest und ich freue mich drauf, denn es wird ein besonderes Fest werden.

In dieser Jahreszeit muss ich immer an einen der schönsten Texte denken, mit denen Gott und seine ganze Schöpfung gelobt wird.
Es ist der Sonnengesang des Heiligen Franziskus von Assisi, der übrigens von Angelo Branduardi ganz zauberhaft, auch auf Deutsch, vertont wurde.

https://www.youtube.com/watch?v=9HYIY1P9mEg

Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind das Lob, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.

Gelobt seist du, mein Herr,
mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne,
welcher der Tag ist und durch den du uns leuchtest.
Und schön ist er und strahlend mit großem Glanz:
Von dir, Höchster, ein Sinnbild.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Mond und die Sterne;
am Himmel hast du sie gebildet,
klar und kostbar und schön.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken
und heiteres und jegliches Wetter,
durch das du deinen Geschöpfen Unterhalt gibst.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Feuer,
durch das du die Nacht erleuchtest;
und schön ist es und fröhlich und kraftvoll und stark.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns erhält und lenkt
und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen
und Krankheit ertragen und Drangsal.
Selig jene, die solches ertragen in Frieden,
denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt.

Gelobt seist du, mein Herr,
durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein Mensch lebend entrinnen.
Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben.
Selig jene, die er findet in deinem heiligsten Willen,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

Lobt und preist meinen Herrn
und dankt ihm und dient ihm mit großer Demut.

Aus: Franziskus-Quellen, Butzon und Bercker 2009

Herzliche Segensgrüße!

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Erntedankfest 2020

Alle Infos zu unseren bevorstehenden Veranstaltungen finden Sie auf der rechten Seite –> „Anstehende Veranstaltungen“

Aus dem Pfarramt Homeoffice

 

Habt ihr das gewusst oder wie ich unlängst im Radio gehört?

Es sind (Stand eben gerade als ich diesen Text schreibe) noch 92 Tage, 9 Stunden, 33 Minuten und 54 Sekunden bis Weihnachten! Ganz genau.
Die Klimaerwärmung lässt uns zwar auch heute am 22. September 2020 T-Shirts und Sandalen tragen und beschenkt uns mit dem wärmsten Tag der Woche, aber bald ist Weihnachten.


Das führt für manchen Pfarrmenschen gelegentlich zur Schnappatmung. Alle Jahre wieder, quasi!

In diesem Jahr wird Vieles anders sein. Ob die Pläne, die wir uns zu den Feiertagen ausgedacht haben, auch umgesetzt werden können, das wissen wir nicht.

Aber eins weiß ich sicher. Es wird Weihnachten werden. Bei uns und auf der ganzen Welt.

Gott will nicht fern sein, sondern zu seinen Menschen kommen. Deshalb schenkt er sich im Kind in der Krippe und das werden wir feiern mit allen Sinnen.

Also vergesst nicht: Bald ist Weihnachten!

 

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

Gottes Segen ist für mich eine besondere Kraftquelle und Zeichen Gottes liebevoller Zuwendung.

Segen ist für mich ein Geschenk, das ich gern weitergebe.

Deshalb ein Segen für euch:

Gott segne die Erde,

auf der ich jetzt stehe.

Gott segne den Weg,

auf ich jetzt gehe.

Gott segne das Ziel,

für das ich jetzt lebe.

Du Ewiger, du immerdar,

segne mich auch, wenn ich raste.

Segne, was mein Wille sucht,

segne, was meine Liebe bracuht,

segne, worauf meine Hoffnung baut.

Du König der Könige,

segne meinen Blick.

Irisches Segensgebet

 

Seid gesegnet!

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

Mäusejagd!

 

Momentan sind die ausgetretene Roßdorfer Feldwege ein Paradies für Mäusejäger. Mäuse fangen – das machen nicht nur Katzen, auch mein Hund hat daran einen Heidenspaß.

 

Wenn er eine Maus sieht oder wittert, verharrt er ganz still, dann hebt er mit einem Mäuselsprung ab und landet zielgenau mit möglichst vielen Pfoten auf möglichst vielen Löchern. Er ist da sehr geduldig und passioniert, aber nicht wirklich erfolgreich. Denn wenn er sich dann in das Loch vor seiner Schnauze hineinschnüffelt, die anderen mit immerhin vier Pfoten abdeckt, bleiben ja immer noch die Löcher 6-193, die noch offen sind und die von den Mäusen mit Wonne als Notausgang genutzt werden. Der arme Hund guckt in die Röhre.

 

Warum ich das erzähle?
Ich glaube, so wie mein Hund versucht, Mäuse zu jagen, versuchen ganz viele von uns (glücklicherweise) gerade mit Corona umzugehen.
Wir halten gemeinsam möglichst viele Löcher zu und die Hygieneregeln ein, behalten die Masken auf und tun das Mögliche und das Nötige, dass die Ansteckungsgefahr so weit es geht minimiert wird – auch wenn es nervt und wir eigentlich keine Lust mehr haben.

 

Und trotz all unserer Bemühungen schlupft Corona immer mal wieder aus irgendeinem Notausgang, den wir übersehen haben, und lacht sich ins Fäustchen.

Für mich heißt das, jetzt nur nicht aufgeben, geduldig bleiben. Immer wieder neu ansetzen und die Löcher vor unseren Nasen zuhalten.

Denn je mehr dabei helfen, umso schneller werden wir in das Leben zurückfinden, nach dem wir uns sehnen.

Also – macht mit bei der Corona-Mäusejagd!

Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Auch wenn ich es mir vorgenommen habe, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, das gelingt längst nicht immer.
Der Kopf ist einfach manchmal zu voll.
Umso schöner finde ich es, wenn ich völlig unerwartet solche Dinge finde, die mir einfach ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

 

 

Diese kleine vergängliche Herz aus Blüten, das bestimmt ein Kind gelegt hat, hat mein Herz berührt und ich habe mich an einen Country-Song von Dixie und Tom T. Hall erinnert.
Er heißt „Walk Slow“.

Eine Strophe daraus geht so:

Walk slow let us show the world a smile.
Walk slow just as if you were a child.
Just enjoy mother nature and her show,
God will walk along with you walk slow.

Also ungefähr übersetzt:
Geh langsam, schenk der Welt ein Lächeln.
Geh langsam, so als wärst du noch ein Kind.
Genieß Mutter Natur und was sie zu bieten hat.
Gott wird mit dir gehen – geh langsam.

Direkt zur Strophe im Lied, auf YouTube:
Karen Lynne – Walk Slow – Strophe 2

Das ganze Lied von Anfang an, auf Youtube:
Karen Lynne – Walk Slow

Ich wünsche euch viele Dinge, die euch ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Eure Pfarrerin
Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Habt Ihr eine Lieblingsbibelgeschichte? Oder einen Text der Bibel, der Euch besonders anspricht? Ich schon.
Ziemlich viele sogar, aber ein Buch der Bibel mag ich besonders gern. Es sind die Psalmen.
150 gibt es von ihnen. In der Übersetzung nach Martin Luther sind sie wahre Meisterstücke der Sprachkunst.
Die Psalmen sind ihrem eigentlichen Ursprung nach Lieder gewesen. Vielen, auch mir, gelten sie heute als Gebetsbuch der Bibel, in denen menschliche Erfahrung ganz eng zusammengebracht wird mit Gotteserfahrung.
Alle „Lebensgefühle“ kommen in den Psalmen vor. Da wird gelobt und gejubelt und manchmal sich in die tiefste Tiefe gewünscht, weil die Situation so verzweifelt und aussichtslos erscheint – und immer spielt Gott eine Rolle.
Ich genieße es, Psalmen zu lesen und in ihnen immer wieder etwas Neues zu entdecken. Besondere Freude habe ich an Psalm-Neuinterpretationen und dem Spiel mit Sprache, das längst nicht nur Luther beherrschte. Beim Stöbern habe ich diese beiden Psalmen gefunden:

Lutherbibel 2017
Psalm 114

1 Als Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakob aus dem fremden Volk,
2 da wurde Juda sein Heiligtum, Israel sein Königreich.
3 Das Meer sah es und floh, der Jordan wandte sich zurück.
4 Die Berge hüpften wie die Widder, die Hügel wie die jungen Schafe.
5 Was war mit dir, du Meer, dass du flohest, und mit dir, Jordan, dass du dich zurückwandtest?
6 Ihr Berge, dass ihr hüpftet wie die Widder, ihr Hügel, wie die jungen Schafe?
7 Vor dem Herrn erbebe, du Erde, vor dem Gott Jakobs,
8 der den Felsen wandelte in einen See und Gestein zur Wasserquelle!

Huub Oosterhuis
Psalm 114

Als Israel auszog aus dem Angstland,
des Jakobs Geschlecht aus dem Kauderwelsch-Volk,
wurde Juda sein heiliges Land, Israel sein Besitztum
Das Meer, das es sah, floh davon, und der Jordan zog sich zusammen,
die Berge tanzten wie Widder, wie junge Lämmer die Hügel.
Was war da, Meer, das du fliehen musstest, du Jordanfluss, dass du zurückwichst?
Ihr Berge, dass ihr tanzet wie Widder,
ihr Hügel wie Schafe und Ziegen?
Erde rüttle und bebe vor dem Antlitz dieses Gottes,
des Gottes Jakobs, des Einen,
der aus steilen Felsen kühle Meere macht,
der aufblühen lässt an Betonmassiven Blumenfontänen.
(H. Oosterhuis, Psalmen, S. 221, Freiburg 2011)

Vielleicht bekommt Ihr ja auch „Bibel-Lese-Stöber-Lust“. Viel Spaß und viele Grüße.

Eure Pfarrerin
Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Heute geht er los für die diesjährigen ABC-Schützen in Roßdorf – der so genannte Ernst des Lebens.

Endlich kein Kindergartenkind mehr sein, selbständiger werden, Neues entdecken.
Den einen macht das große Freude und sie können es kaum erwarten, bei anderen bringt dieser große Schritt auch ein bisschen Sorge mit. Wie das wohl alles werden wird?
Und die Kinder sind mit ihren Gedanken auch gar nicht allein – denn den Eltern geht es oft ebenso. Freude und Sorge mischen sich und das Loslassen fällt einigen ganz schön schwer.

Gerade an diesen Übergängen ist es gut, wenn wir daran erinnert werden, dass wir nicht allein sind –die Kinder nicht und auch die Eltern nicht.

Denn einer geht mit, einer ist immer dabei…

auf dem Weg ins Klassenzimmer,

auf dem ersten allein bewältigten Schulweg,

auf dem Pausenhof,

beim ersten Streit und beim ersten Vertragen,

beim ersten gelesen Wort und der ersten gelösten Rechenaufgabe.

Gott geht mit. Das hat er uns versprochen. Er will nur das Beste für jeden von uns, für die Kleinen und die Großen und selbst dann, wenn es mal schwer ist, ist er immer ganz nah.

Zeichen dafür ist der Segen, den er uns schenkt.
Der Segen, der auch am Schulanfang weitergegeben wird.

Als ein Zeichen der Vergewisserung und der Stärkung.

Und so gilt dieser Segen allen, die (neu) in die Schule kommen:

Gott segne dich auf deinem Weg zur Schule. Gott segne dich auf deinem Weg nach Hause. Gott schenke dir Mut und Neugier. Gott schenke dir Freude beim Lernen und gute Menschen, die dich begleiten. Gott halte schützend seine Hand über dir. Amen.“

Ihre und eure

Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Wer in diesen heißen Tagen das Glück hat, im Garten oder irgendwo sonst in der Natur den einen oder anderen Flecken kühlendes „Grün“ zu finden, und nicht in aufgeheizten Betonschluchten, der ist gut dran.

Und wie gut ist es, dieses „Grün“, wo es nur geht, zu erhalten und so Nahrung und Lebensraum für die heimische Tier- und Insektenwelt zu schaffen.

In diesem Jahr gibt es, so ist zumindest mein Eindruck, so viele Blühstreifen und Blühäcker wie nie zuvor – und ich finde es großartig. Denn da summt und brummt es, da raschelt es tief unten und zu allem Überfluss sieht es auch noch schön aus.

Ein Paradies für Tier und Mensch und nur so funktioniert es: zusammen.
Denn jeder, Mensch und Tier, hat ein Recht auf seinen Platz auf diesem Planeten, der Lebensraum schenkt und Leben ermöglicht.

Ich finde, das sollten wir wertschätzen und uns nicht verbauen.

Sonnige Grüße

Ihre und Eure Pfarrerin Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Jetzt ist es passiert: Da wandere ich wie an jedem Morgen mit dem Hund durch die Roßdorfer Gemarkung und gehe, wie ich das oft tue, im Kopf durch, was der Tag so bringen wird und was alles zu erledigen ist, als mir siedend heiß einfällt, dass etwas Wichtiges fehlt.

Es ist Mittwoch – und ich habe nichts für unseren medialen Auftritt „Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice“ geschrieben. Vor lauter Parallelverpflichtungen auf dem Schreibtisch ist mir das einfach durchgerutscht. Kann passieren, ist menschlich, ärgert mich aber doch.

 

Nun ist so ein Spaziergang bestens dazu geeignet, seine Gedanken zu bündeln und nachzudenken, so manche Predigt ist auf diese Weise schon entstanden, und dazu nutze ich dann auch die verbleibende Zeit bis ich wieder vor meiner Haustür stehe.

 

Die Erkenntnis meines Nachdenkens will ich gern mit euch teilen. Es ist schon irgendwie bedenklich, dass so ein „Vergessens-Lapsus“ so kurz nach dem Urlaub geschieht. Aber es zeigt mir, dass ich auch im Alltag bewusster darauf achten muss und will, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

Zugegeben, das geht das nicht immer, weil manchmal alles gleichzeitig geschieht und eigentlich immer mehrere Aufgaben in Bearbeitung sind, und trotzdem ist es nötig, damit man nicht wie in einem Hamsterrad dem Leben hinterherläuft, sondern bewusster das Hier und Jetzt erlebt.

 

Eine kleine Erzählung hilft mir dabei, mich zu erden:

Ein in Meditation erfahrener Mann wurde gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so gesammelt sein könnte. Er sagte:

„Wenn ich stehe, dann stehe ich.

Wenn ich gehe, dann gehe ich.

Wenn ich sitze, dann sitze ich.

Wenn ich esse, dann esse ich.

Wenn ich spreche, dann spreche ich.“

 

Da fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten: „Das tun wird auch, aber was machst du darüber hinaus?“ Er sagte wiederum:

„Wenn ich stehe, dann stehe ich.

Wenn ich gehe, dann gehe ich.

Wenn ich sitze, dann sitze ich.

Wenn ich esse, dann esse ich.

Wenn ich spreche, dann spreche ich.“

 

Wieder sagten die Leute: „Das tun wir doch auch.“ Er aber sagte zu ihnen. „Nein,

wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon.

Wenn ihr steht, dann lauft ihr schon.

Wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.“              

(Einem Zen-Mönch zugeschrieben)

 

 

Also immer schön einen Schritt nach dem anderen.

 

Herzlich grüßt Sie und Euch

Pfarrerin Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Der Alltag hat mich wieder! Nach fast 4 Wochen Urlaub bin ich zurück im Homeoffice und natürlich auch im Dienst.
So ein richtiges lokales „Zurück“ war es gar nicht, denn ich bin dieses Jahr nicht so weit gekommen wie sonst. Macht aber nichts, denn ich habe stattdessen quasi im heimischen Umfeld eine Vitaminkur gemacht.
Vitamine, das ist ja allgemein bekannt, sind ungemein wichtig. Konzentriert habe ich mich beim Kuren auf die Vitamine C, D und S. Nein, das ist kein Tippfehler, aber dazu gleich mehr.

Vitamin C: Kirschen, Erdbeeren, Johannisbeeren…. Davon gab es in diesem Jahr reichlich. Sowohl zur inneren Anwendung von der Hand in den Mund, als auch zur externen Verarbeitung vom Baum ins Glas, respektive in die Flasche. Da ich sonst in dieser Jahreszeit selten im heimischen Garten bin, habe ich diesmal wie eine Weltmeisterin Sauerkirschen eingemacht, denn es gab so absurd viele, dass man gar nicht mehr wusste, was man noch damit tun soll.
Dieser Umstand und lange morgendliche Touren mit dem Hund haben meinen Vitamin D-Haushalt endlich mal ohne Paralleleinnahme von Tabletten in Richtung Normalwert gebracht. Ich habe sogar Beweise in Form von kalkweißen Abdrücken an meinem Uhrenarm.

Tja, und dann war da noch Vitamin S. Das ist mein Seelen-Vitamin und steht für alles, was guttut. Und Vitamin S als Seelen-Vitamin hat auch eine spirituelle Komponente. An jedem Tag habe ich mir einen kleinen geistlichen Impuls gegönnt. Völlig zweckfrei und nur für mich. Ich habe viele Psalmübertragungen gelesen und an manchen Tagen auch nur die Tageslosung oder einen schönen Text in einem immerwährenden Kalender.

Der Kirchenvater Augustinus hat geschrieben „Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut.“

Recht hat er. Und es ist wichtig, bei allem, was wir sonst so tun, die Seelennahrung nicht zu vergessen. Denn ich glaube, eine zufriedene Seele, kann besser mit den Widrigkeiten des Lebens umgehen.

Also vergesst nicht, Vitamin S zu nehmen.

 

Herzlich grüßt Sie und Euch

Pfarrerin Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Endspurt, es ist nicht mehr lang bis zu den „Großen Ferien“. Ich sehne mich in jedem Jahr nach dieser heilsamen Unterbrechung meines Alltags.
Im Corona-Jahr wird der Urlaub anders sein – das glaube ich schon. Aber das Essentielle wird es trotzdem geben:

Die inneren Akkus aufladen, Zeit für mich und die Dinge, die ich gern tue, Nichts-Tun, Leben ohne Uhr und Handyterminkalender. Es ist eine traumhafte Vorstellung und sie ist zum Greifen nah.

Mit Worten von Hans Dieter Hüsch wünsche ich euch allen erholsame Sommertage.

Bleibt behütet und gesund!

 

Eure Christine Binder

 

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.

Gott nahm in seine Hände meine Zeit,

mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,

mein Triumphieren und Verzagen,

das Elend und die Zärtlichkeit.

Was macht, dass ich so fröhlich bin

im meinem kleinen Reich?

Ich sing und tanze her und hin

vom Kindbett bis zur Leich.

Was macht, dass ich so furchtlos bin

an vielen dunklen Tagen?

Es kommt ein Geist in meinen Sinn,

will mich durchs Leben tragen.

Was macht, dass ich so unbeschwert

und mich kein Trübsinn hält?

Weil mich mein Gott das Lachen lehrt

wohl über alle Welt.

 

(Hans Dieter Hüsch nach Ps. 126)

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Es ist wieder Kurswoche in Kassel (meine letzte) und weil ich nicht vor Ort bin, gibt es „Konserven“ für euch.
Heute auf dem Menu – eines meiner absoluten Lieblingsge
dichte von Joachim Ringelnatz.

Weil jetzt Sommer ist und weil diese Wolkenzupferei, von der er schreibt, so gut tut.

 

Sommerfrische

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
das durch den sonnigen Himmel schreitet.
und schmücke den Hut, der dich begleitet,

mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil’s wohltut, weil’s frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.

Und laß deine Melodien lenken
von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

Joachim Ringelnatz

 

Sommerfrische Grüße und bleibt behütet.

Ihre und Eure Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Was in den letzten beiden Wochen durch die mediale Berichterstattung in mein Wohnzimmer gespült wurde, hat mich ganz schön nachdenklich gemacht.

Da stirbt ein Mann bei einem gewalttätigen Polizeieinsatz, da entladen sich Wut und Verzweiflung darüber in nicht ganz so friedfertigen Demos und auch hierzulande gehen Menschen auf die Straße, um ihre Solidarität zu bekunden und ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Die schreckliche Tat von Hanau, die schon so ein bisschen aus dem Blickfeld geraten war, ist mir plötzlich wieder ganz präsent.

Und ich habe mich in all dem an ein altes Bild erinnert, das ich für den Kunstunterricht in der 10. Klasse malen musste. Es ging um die Verknüpfung von Wort und Bild. Ich finde, in ihm steckt einiges davon, was mich gerade beschäftigt.

BILD 1

 

Heute würde ich es vermutlich an manchen Stellen anders malen.

BILD 2

 

NEIN zu Rassismus.

NEIN zu Hass und Gewalt.

NEIN zu Ausgrenzung.

JA zu einer toleranten, bunten, vielfältigen Gesellschaft.

 

Nachdenkliche Grüße.

Ihre und Eure
Pfarrerin Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Hallo, da bin ich wieder – von Pfingsten und einem tollen „Autogottesdienst“ erfüllt, und mitten in einer Fortbildung, gibt es einen Text, der mir über den Weg gelaufen ist, und den ich mit Ihnen und Euch teilen will.

Hoffnung
Man muss ihn pflücken,
den Zweig der Hoffnung,
um ihn mit Muße zu betrachten,
um seine filigrane Schönheit zu bewundern,
um seinen zarten Farben wahrzunehmen.

Man muss ihn pflücken,
denn Zweig der Hoffnung,
um etwas in der Hand zu haben,
gegen die Ungewissheit,
gegen die Tränen,
gegen die Sinnlosigkeit des Alltags.

Man muss ihn pflücken,
den Zweig der Hoffnung,
damit neue Wege möglich sind,
damit die Angst keine Augen mehr hat,
damit die Mauern durchlässig werden.

Man muss ihn pflücken,
den Zweig der Hoffnung,
um fester auftreten zu können,
um Schönes besser erkennen zu können,
damit auch Unscheinbares den Weg
weisen kann.

Hedwig Vogler

Hoffnung und Zuversicht wünsche ich uns allen.
Ihre und Eure
Pfarrerin Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Für eine Frau bin ich ziemlich technikaffin. Ob Smart-Home oder Phone oder einfach nur der schnöde Fernseher mit Internetanbindung– ich bin dabei und will verstehen, wie es funktioniert, es bedienen und programmieren können.

Corona hat gerade in Bezug auf Technik und digitale Medien nicht nur schlechte Seiten und mir eine tolle Möglichkeit geboten, mal wieder neue Hardware anzuschaffen und mich in ein neues Themenfeld hineinzuarbeiten.

Seit Corona arbeite ich wirklich im Arbeitszimmer und nicht mehr nur am Esszimmertisch, wie ich das jahrelang sehr praktisch fand.

Seit Corona steht mein Schreibtisch im Arbeitszimmer in einem perfekten Lichteinfallwinkel und wird ergänzt durch ein Ringlight über mir – damit Videokonferenzen im Halbdunklen immer noch ordentliche Bildqualität haben und mein Hautton von „müde“ auf „topfit“ beleuchtet werden kann.
Seit Corona arbeite ich an einem großen Bildschirm mit ordentlicher Webcam – das ist eindeutig rückenfreundlicher als am Laptop zu sitzen und mehr sehen kann man auch noch.

Meine liebste neue Anschaffung seit Corona ist aber der „Greenscreen“, ein riesiges grasgrünes Moltontuch, das jetzt hinter mir hängt.
Seit ich in die für mich relativ neue Welt der Videokonferenz eingetaucht bin und mich mit ihren Möglichkeiten beschäftigt habe, war klar, so ein Ding muss her.

Den meisten dient ein „Greenscreen“ als Möglichkeit, das Chaos, das hinter ihnen zu sehen ist, einfach verschwinden zu lassen.

Dieses Problem habe ich nicht, denn hinter meinem Schreibtisch ist einfach eine weiße Wand, die einen wirklich brauchbaren Hintergrund abgibt, aber der „Greenscreen“ lässt mich sogar in anderen Wirklichkeiten erscheinen.
Für die seriöse, dienstliche Videobesprechung in einem ansprechenden, aufgeräumten Wohnzimmer oder einem stylischen Loft. Wenn ich es schön brauche, auch an einem Strand oder wahlweise in einer beruhigenden Landschaft. Je nach Programm geht noch mehr. Von „Golden Gate“ über eigene Urlaubsbilder bis bunte Ballons ist ziemlich viel zu holen.

Schöne neue Technikwelt, die mir derzeit Unverfügbares so nahe holt, und mich für einen Moment an wunderbaren Orten sein lässt.

Vielleicht ist das Pfingstfest mit der Ausgießung des Heiligen Geistes ja auch eine Art „Greenscreen“, der uns etwas eigentlich Unverfügbares ganz nahebringt?

Frohe Pfingsten!

Ihre und Eure Pfarrerin

Christine Binder

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Es ist guter Brauch, dass die katholische und evangelische Pfarrerschaft in Bruchköbel sich bei Gemeindebriefandachten abwechselt.

Ich war auch mal wieder dran. Weil die Andacht aber nicht mehr in unseren „Kleinen Gemeindebrief“, der in diesen Tag erscheint, hineingepasst hat, dachte ich mir, wir können sie auch auf diesem Weg teilen:

Zwei Dinge habe ich in den letzten Wochen, die so anders waren, besonders intensiv getan: Aufräumen und Nachdenken. Denn plötzlich hatte ich viel mehr Zeit im Haus als ich das sonst so kennen.

Erstaunlich, was sich so im Lauf der Zeit ansammelt, was man vergisst und dann wiederentdeckt.

Das äußere Aufräumen hat mir gutgetan und im Nachdenken ist es mir auch zu einem inneren Aufräumen geworden.
Denn mit jedem Stück, das ich in die Hand genommen habe, verband sich nicht nur die Frage, ob es wichtig oder noch zu brauchen ist, sondern auch das Nachsinnen darüber, was mir wirklich wichtig ist – und das meine ich nicht nur materiell.

Am Ende war der Karton „darf bleiben“ in jedem Fall deutlich kleiner als die Säcke, die das Haus verlassen mussten.
Ich war schon überrascht, wie wenig nötig ist, dass ich zufrieden und ganz bei mir sein kann.

Ich habe mich darauf besonnen, welche Schätze an Begegnungen, Erlebnisse und Erfahrungen ich bisher im Leben gesammelt habe, von denen ich mich gerade dann, wenn es schwer und beängstigend wird, stärken lassen.

Von einem Schatz, genauer gesagt einem Schatzkästchen erzählen auch die Brüder Grimm in dem Märchen „Der goldene Schlüssel“:

„Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, mußte ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bißchen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubte er, wo der Schlüssel wäre, müßte auch das Schloß dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen. „Wenn der Schlüssel nur paßt!“ dachte er, „es sind gewiß kostbare Sachen in dem Kästchen.“ Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein, daß man es kaum sehen konnte. Er probierte und der Schlüssel paßte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen.“

Ich glaube, jeder von uns hat so ein Schatzkästchen, in dem wunderbare, kostbare Sachen liegen.

Einen meiner Schätze will ich mit Ihnen teilen. Es ist mein Ordinationsspruch aus dem Prophetenbuch Jesaja: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Jes 41,10

Dass Sie Ihre Lebens-Schätze entdecken können und sie Ihnen Zuversicht und Stärke geben, wünsche ich Ihnen.

Ihre Pfarrerin

Christine Binder

Sonntag, 17. Mai 2020

Eine kleine Liturgie zum Sonntag Rogate

zum Feiern und auch zum Mitnehmen.

Wochenspruch:

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Ps 66,20

KW 741 Psalm 102

Herr, höre mein Gebet

und laß mein Schreien zu dir kommen!

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not,

neige deine Ohren zu mir;

wenn ich dich anrufe, so erhöre mich bald!

Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch,

und meine Gebeine sind verbrannt wie von Feuer.

Ich bin wie die Eule in der Einöde,

wie das Käuzchen in den Trümmern.

Ich wache und klage

wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.

Meine Tage sind dahin wie ein Schatten,

und ich verdorre wie Gras.

Du aber, Herr, bleibst ewiglich

und dein Name für und für.

Du wollest dich aufmachen und über Zion erbarmen;

denn es ist Zeit, daß du ihm gnädig seist,

und die Stunde ist gekommen.

Denn er schaut von seiner heiligen Höhe,

der Herr sieht vom Himmel auf die Erde,

daß er das Seufzen der Gefangenen höre

und losmache die Kinder des Todes,

daß sie in Zion verkünden den Namen des Herrn

und sein Lob in Jerusalem,

wenn die Völker zusammenkommen

und die Königreiche, dem Herrn zu dienen.

Evangelium: Lukas 11, 5-13

Der bittende Freund

5 Und er sprach zu ihnen: Wer unter euch hat einen Freund und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Lieber Freund, leih mir drei Brote;

6 denn mein Freund ist zu mir gekommen auf der Reise, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann,

7 und der drinnen würde antworten und sprechen: Mach mir keine Unruhe! Die Tür ist schon zugeschlossen und meine Kinder und ich liegen schon zu Bett; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben.

8 Ich sage euch: Und wenn er schon nicht aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seines unverschämten Drängens aufstehen und ihm geben, so viel er bedarf.

Zuversicht beim Beten

9 Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

10 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

11 Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater um einen Fisch, und der gibt ihm statt des Fisches eine Schlange?

12 Oder gibt ihm, wenn er um ein Ei bittet, einen Skorpion?

13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

Gedanken

Der Sonntag Rogate – übersetzt heißt das „Betet!“- widmet sich ganz diesem Thema.

Mit dem „Vaterunser“ als Predigttext für diesen Sonntag rückt das Gebet des Herrn ganz in den Mittelpunkt.

Beten kann mir so viel geben. Und nicht nur in der Not, wie die Leute so sagen.

Im Gebet hat alles einen Ort: das Schöne und das Schwere, die Freude und der Dank.

Im Gebet komme ich zur Ruhe und vor allem in Kontakt mit Gott.

Wie gut, dass wir in ihm ein Gegenüber haben, das auch die Wut und die Verzweiflung, die Not und die Angst aushalten kann.

Es ist auch gar nicht wichtig, wie ich bete, ob mit geliehenen oder eigenen Worten, oder wo ich bete, in der Kirche, zuhause oder einfach da, wo ich gehe oder stehe, ob ich mein Gebet singe oder es in meinem Kopf geschieht. Nur aufrichtig und ehrlich muss ich es tun, mit ganzem Herzen.

Dann kann das Gebet entfalten, was in ihm steckt.

Und die Antwort?“, fragen mich manchmal Kinder. Antwortet Gott? Mir noch nicht, jedenfalls nicht so, wie man sich das vorstellt, dass da eine Stimme aus dem Himmel kommt, die mir Antwort gibt.

Aber doch so, dass ich in mir spüre, dass etwas anders ist. Jedes Mal, wenn ich das, was mich bewegt, Gott anvertrauen kann, wird etwas in mir weiter, wärmer, tiefer, leichter… und ich getragen.
Dann kann ich spüren – Gott ist da. Das ist für mich mehr als genug.

(Christine Binder)

Fürbittengebet

In dir sein, Gott, das ist alles.

Das ist das Ganze, das Vollkommene, das Heilende.

Die leiblichen Augen schließen,

die Augen des Herzens öffnen

und eintauchen in deine Gegenwart.

Ich hole mich aus aller Zerstreutheit zusammen

und vertraue mich dir an.

Ich lege mich in dich hinein

wie in eine große Hand.

Ich brauche nicht zu reden, damit du mich hörst.

Ich brauche nicht aufzuzählen, was mir fehlt.

Ich brauche dich nicht zu erinnern

oder dir zu sagen, was in dieser Welt geschieht

und wozu wir deine Hilfe brauchen.

Ich will nicht den Menschen entfliehen

oder ihnen ausweichen.

Den Lärm und die Unrast will ich nicht hassen.

Ich möchte sie in mein Schweigen aufnehmen

und für dich bereit sein.

Stellvertretend möchte ich schweigen

für die Eiligen, die Zerstreuten, die Lärmenden.

Stellvertretend für alle, die keine Zeit haben.

Mit allen Sinnen und Gedanken warte ich,

bis du da bist

In dir sein, Gott, das ist alles,

was ich mir erbitte.

Damit habe ich alles erbeten,

was ich brauche für Zeit und Ewigkeit.

Quelle: Jörg Zink: Wie wir beten können. Stuttgart (Kreuz Verlag) 1991, S.19.

Stilles Gebet

Vaterunser

Amen.

Segen

Der Segen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, sein in dir und um dich und begleite dich, wohin du auch gehst.

Amen.

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

Ich habe einen Vogel und wenn Ihr jetzt zustimmend mit dem Kopf genickt habt, habe ich sogar zwei. Um Nummer 2 geht es heute aber nicht.

Das reale Federvieh hat sich das Pfarrhaus als Balzzentrum ausgesucht und klopft sich fröhlich im Frühling in die Gunst eines Weibchens.

Igor, so habe ich ihn getauft, ist nämlich ein ganz Schlauer. Er hat verstanden, dass die Dämmung des Pfarrhauses in Kombination mit den Belüftungsrohren des Dachbodens, in die der doch recht große Vogel mit bewundernswerter Zielgenauigkeit einfliegt, einen tollen, nicht zu steigernden Sound ergibt, bei dem jeder andere Grünspecht vor Neid ganz blass wird.

Denn, so hat meine ornithologische Recherche ergeben, je lauter, desto toller ist der Specht und umso attraktiver für die Mädels.

Der Haken an der Sache: der Umstieg vom Baum auf die Pfarrhausdämmung treibt mich senkrecht aus dem Bett – an Arbeitstagen ist das nicht so problematisch, doch Igor klopft eben ganz konsequent und sehr pünktlich auch an freien Tagen und im Urlaub direkt an der Wand über meinem Schlafzimmer. Nix mit „lieblichem Schall“ – eher „hört mal, wer da hämmert“!


Nachdem er mich jetzt schon ca. 3 Jahre besucht, hat sich in unserer Beziehung aber deutlich etwas getan.

Wie ich anfangs zu ihm und seinen Störungen stand, erzähle ich besser nicht an dieser Stelle. Wenn ihr eine lebhafte Phantasie habt, könnt ihr es euch aber ausmalen.

Alle Gedanken an Vergrämung des Übeltäters führten zu der noch schlimmeren Einsicht, wenn er nicht mehr in die Rohre kommt, hackt er vielleicht Löcher in die Fassade – keine schöne Aussicht.

Heute haben wir beiden uns aneinander gewöhnt und pflegen ein „gentlebird-agreement“. Es begann damit, dass er einen Namen bekam, frei nach dem Motto „Mach den Feind zum Freund“. Da ich weiß, dass und wann er kommt, bin ich auch gar nicht mehr überrascht oder gar verärgert, wenn es bzw. er klopft.

Ich gehe dann zum Fenster und er geht mit dem Öffnen schon wieder auf Abflugposition. Mit einem „Moin Igor, hau ab“, hebt er dann tatsächlich ab und fliegt auf seinen Wohnbaum auf dem Friedhof. Dabei lässt er das typische Specht-Lachen hören. Heute lache ich mit ihm und das übrigens immer, wenn ich einen Specht höre.

Igor hat einen guten Anteil daran, dass ich mit Situationen, die einfach nur nervig sind, viel besser umgehen kann. Darauf einlassen, annehmen und darauf mit Maß und in Ruhe reagieren – das hat er mir beigebracht.

Vielleicht ist das nicht die schlechteste Strategie – gerade auch in Zeiten mit Corona.

 

Bleiben Sie, bleibt Ihr behütet und gesund!

Ihre und Eure Pfarrerin

Christine Binder

Igor stand für eine Aufnahme leider nicht zur Verfügung, daher: Bild von TheOtherKev auf Pixabay

Sonntag, 10. Mai 2020

Eine kleine Liturgie zum Sonntag Kantate

zum Feiern und auch zum Mitnehmen.

Wochenspruch:

Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Ps 98,1

KW 739 Psalm 98

Singet dem Herrn ein neues Lied,

denn er tut Wunder.

Er schafft Heil mit seiner Rechten

und mit seinem heiligen Arm.

Der Herr läßt sein Heil kundwerden;

vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.

Er gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel,

aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.

Jauchzet dem Herrn, alle Welt,

singet, rühmet und lobet!

Lobet den Herrn mit Harfen,

mit Harfen und mit Saitenspiel!

Mit Trompeten und Posaunen

jauchzet vor dem Herrn, dem König!

Das Meer brause und was darinnen ist,

der Erdkreis und die darauf wohnen.

Die Ströme sollen frohlocken,

und alle Berge seien fröhlich vor dem Herrn;

denn er kommt, das Erdreich zu richten.

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit

und die Völker, wie es recht ist.

Evangelium: Lukas 19,37-40

37 Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, 38 und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! 39 Und einige von den Pharisäern in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine Jünger zurecht! 40 Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.

Fürbittengebet

Wir danken dir, Gott, für die Musik,

die uns froh macht, die uns hilft, dich zu loben.

Ein frohes und dankbares Lied fällt uns nicht immer leicht.

In unser Danken bricht oft die Klage,

in unsere Freude die Sorge.

Aber deine Treue ist alle Morgen neu, deine Liebe ist ohne Grenzen,

du bist bei uns auch in den Tagen der Not und der Anfechtung,

der Hoffnungslosigkeit und des Schmerzes.

Darum preisen wir deine Barmherzigkeit und singen dein Lob.

Wir denken auch an die Menschen,

denen Leid und Sorgen den Mund verschlossen haben;

die nicht singen, sondern seufzen;

die nicht loben, sondern weinen.

Wir denken an die Mutlosen, die Einsamen,

die Kranken, die Trauernden.

Wir bitten dich, barmherziger Gott:

Laß auch sie wieder einstimmen

in das Lied des Glaubens und der Hoffnung.

Segne den Dienst aller, die in der Kirchenmusik tätig sind,

daß ihr Singen und Musizieren mithelfe,

dein Rufen zu hören, deine Liebe zu verstehen,

deine Gnade anzubieten und dein Evangelium zu verkündigen.

Quelle: nach: Burkhardt Heim: Beten im Gottesdienst. Gebete mit der Gemeinde für jeden Sonn- und Feiertag. Neue Folge. Konstanz / Neukirchen-Vluyn (Edition Sonnenweg / Aussaat Verlag) 2.Aufl. 1973, S.97

Stilles Gebet

Vaterunser

Amen.

Segen

Es segne und bewahre dich Gott, der Allmächtige und der Barmherzige, Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Amen.

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice

 

Also ich bin dann mal ne Woche weg. Keine Auszeit, weit gefehlt, sondern die Fortbildung, an der ich schon seit Januar teilnehme.
Da Corona uns neue Wege gehen lässt, mache ich das jetzt nicht in Kassel, sondern praktischerweise von Zuhause aus. Digital und so, ein echtes Experiment.

Und weil neue Wege gerade irgendwie mein Thema sind, gibt es einen Wege-Segen für euch:

Du Gott des Weges segne uns

sei du der Traum

der Sehnsucht zeugt

sei du die Kraft,

die die Entscheidung trifft

sei du das Vertrauen

das sich stellt

segne den Aufbruch

behüte was ich zurücklasse

schütze das Neue das ich wage

begleite mich beim ersten Schritt

segne den Weg

gibt meinen Füßen Halt

sei mir Grund

stärke Geist und Leib

segne das Ankommen

sei du mein Ziel

richte meine Schritte auf dich hin aus

schenk mir den Mut zur Heimkehr in dir

Du Gott des Weges segne uns

umgibt uns mit deinem Segen

damit wir uns auf den Weg machen können

auf den Weg

zu dir und den Menschen

Andrea Schwarz

 

Bleibt behütet und gesund.

Ihre und Eure Pfarrerin

Christine Binder

Sonntag, 3. Mai 2020

Eine kleine Liturgie zum Sonntag Jubilate

zum Feiern und auch zum Mitnehmen.

PSALM

Jauchzet Gott, alle Lande; lobsinget zur Ehre seines Namens;

rühmet ihn herrlich! Halleluja.

Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke!

Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht.

Alles Land bete dich an und lobsinge dir,

lobsinge deinem Namen.

Kommt her und sehet an die Werke Gottes,

der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.

Er verwandelte das Meer in trockenes Land,

sie konnten zu Fuß durch den Strom gehen.

Darum freuen wir uns seiner.

Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich,

seine Augen schauen auf die Völker.

Die Abtrünnigen können sich nicht erheben.

Lobet, ihr Völker, unseren Gott,

laßt seinen Ruhm weit erschallen,

der unsere Seelen am Leben erhält

und läßt unsere Füße nicht gleiten.

Jauchzet Gott, alle Lande; lobsinget zur Ehre seines Namens;

rühmet ihn herrlich! Halleluja.

Ps 66,1-2; 3-9

Evangelium: Johannes 15, 1-8

Der wahre Weinstock

1 Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. 2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. 3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. 6 Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. 7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. 8 Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.

Gedanken

Jubilate – jubelt. So ist dieser Sonntag benannt.

Er lädt uns ein in das Lob über die sich erneuernde Schöpfung einzustimmen, uns an die Schöpfungsgeschichte der Bibel zu erinnern und mit Freude zu entdecken, dass auch in der Auferstehung Jesu der Geist der Neuschöpfung steckt.

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“, heißt es im Wochenspruch aus 2. Kor 5,17.

Jenen, die sich zu Christus halten, ist mehr verheißen als Trauer und Vergänglichkeit. Aus der Verbindung mit Jesus Christus wächst ihnen Kraft und Stärke zu, so wie es der Evangeliumstext herausstellt.

Jubilate – jubelt und freut euch über das, was Gott uns schenkt.

Nehmt euch heute doch einmal Zeit und bedenkt, was euch auch in dieser schwierigen Zeit, Grund zum Jubel und zur Freude gibt.

Denn das zu entdecken, kann zu einer großen Hilfe und Stärkung werden. Es ist ein Vorrat, aus dem wir uns bedienen können, und der sich auch mit anderen teilen lässt.
Bei der Suche kann euch vielleicht dieses Gedicht vom Mascha Kaléko eine Anregung sein:

Sozusagen grundlos vergnügt


Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen

Und dass es regnet, hagelt, friert und schneit.

Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,

Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
Dass Amseln flöten und Immen summen,

Dass Mücken stechen und dass Brummer brummen.

Dass rote Luftballons ins Blaue steigen.
Dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen.

Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht

Und dass die Sonne täglich neu aufgeht.

Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,

Gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,

Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.

Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!
Ich freu mich. Das ist des Lebens Sinn.

Ich freue mich vor allem, dass ich bin.

In mir ist alles aufgeräumt und heiter:
Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.
An solchem Tag erklettert man die Leiter,

Die von der Erde in den Himmel führt:
Da kann der Mensch wie es ihm vorgeschrieben,

Weil er sich selbst liebt – den Nächsten lieben.

Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne

Und an das Wunder niemals ganz gewöhne.

Dass alles so erstaunlich bleibt und neu!

Ich freu mich, dass ich… Dass ich mich freu.

(Gefunden in: Gisela und Gerhard Zimmermann „Von Herz zu Herz“, Verlag am Birnbach)

Liedempfehlung/Wochenlied: EG 432 Gott gab uns Atem

Gebet

Vater,

wir sind dankbar für Jesus,

deinen Sohn, unseren Bruder.

Hilf, daß unser Dank erkennbar werde

an deinem Geist unter uns.

Segne uns,

daß wir keine Welt erbauen, die dich nicht kennt.

So bitten wir,

daß wir unseren Kindern

den Boden bereiten für gute Frucht,

für Frieden und die Würde des Menschen.

Für unsere Freunde bitten wir

und für die, denen wir ausweichen;

für Junge bitten wir und für Alte,

für die Regierenden und für die einfachen Leute.

Laß uns miteinander Wegbereiter sein

für eine neue Welt,

für ein Leben auf der bewohnbaren Erde

unter deinem Segen, Vater.

(aus Agende EKKW 2006-2, #1272)

Stilles Gebet

Vaterunser

Amen.

Segen

Der Segen Gottes sei mit dir. Er behüte deine Schritte und gehe mir dir an jedem Tag deines Lebens.

Amen.

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice:

Modell „Maulkorb“ in grasgrün, Modell „Maulkorb“ in blau mit hübschem Muster, Modell „Trigema“ kochfest in neutralem weiß und Modell „Blümchenrand“ aus der geschickten Hand einer Freundin.

Ich hamstere jetzt auch. Allerdings bin ich über Toilettenpapier, Seife und Mehl längst hinweg – ich hamstere „Community-Masken“, die seit Montag Pflicht sind. Und Hamstern ist es nun eigentlich auch nicht, denn man braucht schon mehrere Modelle, um gut durch die Woche zu kommen.

Ich lerne langsam aber sicher, wie ich als Brillenträgerin halbwegs beschlagfrei durch die Geschäfte und das Leben komme, wie ich sie ordentlich aufsetze und wieder abnehme und auch, welche Möglichkeiten der Reinigung es gibt.
Eine liegt sicherheitshalber immer im Auto, die andere in einer Ziploc-Tüte in meiner Tasche.

Sie gehört jetzt einfach dazu. Das heißt jetzt nicht, dass man sie mögen muss und ich verstehe Menschen, die sie sogar richtig blöd finden.

Trotzdem ist es ein „Muss“, sie zu tragen. Nicht nur, weil es jetzt gerade schlicht und einfach Pflicht ist, sondern weil es meine Christenpflicht ist, anderen diesen Dienst der Nächstenliebe zu erweisen.

Es ist schon paradox: Die getragene Maske zeigt viel mehr als sie verbirgt: nämlich wie wichtig mir meine Mitmenschen sind und wie sehr mir ihr Schutz am Herzen liegt – sogar jene, die das mit dem Abstand-Halten noch nicht so ganz verstanden haben und in der Kassenschlange vor mir in die Lücke einscheren wollen.

Allen gilt „wie Du mir, so ich Dir“ im positiven Sinn: „Schützt Du mich, dann schütz´ ich Dich!“

Also: Masken auf und Abstand halten, damit wir uns irgendwann wieder ganz direkt begegnen können!

 

Bleibt behütet und gesund.

Ihre und Eure Pfarrerin

Christine Binder

Sonntag, 26. April 2020

Eine kleine Liturgie zum Sonntag

Misericordias Domini

zum Feiern und auch zum

Mitnehmen (in der Kirche).

EG 711 PSALM 23

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Evangelium: Johannes 10,11-16

11 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. 12 Der Mietling, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –, 13 denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe. 14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, 15 wie mich mein Vater kennt; und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. 16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

Gedanken

Heute ist „Hirtensonntag“. Wir denken daran, dass Jesus Christus uns zugesagt hat, dass er unser guter Hirte ist. So gehört auch der 23. Psalm, den viele Menschen im Herzen tragen und auswendig sprechen können, untrennbar zu diesem Sonntag.

Wir lassen uns von den schönen Bildern des Psalmes mitnehmen und tragen. Eine Landschaft tut sich vor unseren Augen auf. Sattgrüne Wiesen, erfrischendes Wasser. Stärkung für das Leben in Hülle und Fülle. Ein Weg tut sich auf, schlängelt sich bergauf und bergab. Hinein bis ins tiefe Tal. Und auch dort, in der Dunkelheit, brauchen wir keine Angst zu haben. Einer ist da, der uns behütet und beschützt. Er ist bei uns, egal wie tief das Tal, wie weit der Weg, wie groß die Not.

Wir leiden keinen Mangel und selbst Feinde können uns in seiner Gegenwart nichts anhaben. Vor diesem einen sind wir hoch angesehen, gesalbt wie Könige.

Er segnet uns und unser Leben und weist uns den rechten Platz in seines Vaters Haus für alle Zeit.

Der 23. Psalm ist ein Sinnbild unseres Lebens mit all seinen Widerfahrnissen. Der Weg des Lebens läuft nicht geradeaus, doch er läuft auf ein gutes Ziel zu.

Jesus sagt uns, „Ich bin der gute Hirte“. Das heißt, wenn wir uns an ihn halten, weist er uns den Weg, sichert und beschützt uns. In seiner Nähe kann uns nichts geschehen.

Wer dem guten Hirten vertrauen kann, der ist gut dran. Denn dieser Hirte ist einer, der aufs Ganze geht. Er schützt, was ihm anvertraut ist, und wenn er sein Leben dafür geben müsste.

So ist Jesus. In den Tod gegangen und auferstanden – für uns.

(C. Binder)

Gebet

Gott in mir ist österliche Freude.
Die Dunkelheit? Dem Licht gewichen!

Von Angst befreit, sing ich Dein Lied.

Gott, in mir ist österliche Freude.

Das Grab? Ist leer!

Mit Lachen weicht die Traurigkeit.

Gott, in mir ist österliche Freude.

Der Tod? Besiegt!

Auferstanden. Halleluja!

(C. Binder)

Stilles Gebet

Vaterunser

Amen.

Segen

Es segne und bewahre uns und alle Menschen der barmherzige und liebevolle Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice:

Wenn die Kirschen vor der Kirche in voller Blüte stehen und es manchmal aussieht, als fiele Schnee, dann weiß ich, es ist Zeit für die Konfirmation.

Normalerweise. Aber normal ist ja irgendwie gerade so gar nichts.

In diesen Tagen muss ich oft an „meine“ Konfis denken, deren großes Festwochenende jetzt eigentlich bevor stünde.

Ein Jahr lang waren wir gemeinsam auf dem Weg und haben uns über den Glauben, Gott, Jesus und die Welt unterhalten und ergründet, was das mit unserem Leben zu tun hat.

Am Ende dieser Zeit steht dann das eigene „Ja“ dieser jungen Menschen zum Glauben und wir feiern Konfirmation.

Doch alle Planungen sind gehörig durcheinander geschüttelt worden und jetzt heißt es sich in Geduld üben bis September, wenn wir alles nachholen wollen.

Erschüttertes, durcheinander geschütteltes Leben, da muss man erstmal wieder festen Boden unter die Füße bekommen, eine Perspektive für Morgen.

Der Glaube ist so etwas für mich. Er gibt mir Halt.

Es stimmt – Auch der Glaube kann erschüttert werden. Da kann ich in all dem Durcheinander, den Herausforderungen, vor denen ich stehe, in der Angst und im Schmerz kein bisschen mehr von der Verheißung Gottes sehen. Wie verstellt ist mir der Blick und die Frage wird laut „Wo ist denn Gott?“.

Und dann mal ich mir ein Kreuz in die Hand. „Dein Name ist in meine Hand gezeichnet“, sagt es mir. Dann erinnere ich mich an das „Ja“, das Gott zu mir gesprochen hat.

Dann lasse ich das Licht von Ostern in mein Herz.

Und dann kann ich spüren: Ich bin nicht allein.

Dann bin ich getröstet: Weil Gott mich nicht loslässt.

Dann weiß ich, dass es weitergeht: Weil Gott mit mir in die Zukunft geht.

 

Bleibt behütet und gesund!

Ihre und Eure Pfarrerin

Christine Binder

*Update* – Ostern in der Kirchengemeinde

„Getrennt und doch gemeinsam“

*Osternacht*

Hallo zusammen, wie angekündigt wird am Ostersonntag zwischen 5.30 und 11.30 Uhr auf unserem Youtube Kanal ein Video von der liturgischen Einführung der neuen Osterkerze zu sehen sein.

https://t1p.de/re5l

Außerdem könnt ihr euch dann gerne ab ca. 06:30 Uhr das Osterlicht an der Kirche abholen.

*Osterbrunch*

Ab 11:30 könnt ihr über eine Videokonferenz am gemeinsamen und virtuellen Osterbrunch teilnehmen.
Dieses läuft über die Plattform „Zoom“.

Zoom-Meeting beitreten
https://us04web.zoom.us/j/569848453?pwd=trQnvywQ-zE

Meeting-ID: 569 848 453
Passwort: 030148

Wenn ihr mit einem mobilen Endgerät (Smartphone oder Tablet) an unserem Osterbrunch teilnehmen wollt, ladet die App „Zoom“ herunter. Ihr könnt entweder dem oben genannten Link folgen oder klickt auf „teilnehmen“ und gebt die MeetingID und das Passwort ein.

Wenn ihr mit einem PC teilnehmen wollt, dann sollte dieser Lautsprecher und eine Kamera haben, allerdings ist die Kamera nicht zwingend nötig.

Alternativ könnt ihr die Seite „zoom.us“ im Browser aufrufen und über das Feld „einem Meeting beitreten“ den Zugang auslösen. Dann müsst ihr die MeetingID und das Passwort eingeben.

Bei technischen Fragen könnt ihr euch gerne direkt an Siggi Glade und Carsten Schlenstedt wenden.

Eure Kirchengemeinde Roßdorf

*Update* – Passion und Ostern in der Kirchengemeinde

„Getrennt und doch gemeinsam“

Wir laden euch herzlich ein, mit uns am Gründonnerstag eine Andacht mit Abendmahl zu feiern. Dazu stürzen wir uns in ein digitales Abenteuer. Wir starten um ca. 19:30 Uhr ein Live Video auf unserem YouTube Kanal.
Wir streamen dann direkt aus dem Gemeindehaus.

Hier geht es zum YouTube Kanal:
https://www.youtube.com/channel/UC_s3pongWJPUcq2_lhK7odA

Das neue Video wird um ca. 19:15 sichtbar sein.

Vorbereitung
– Brot, Wein / Saft bereit halten
– um 19:25 den Link anklicken
– Geduld mitbringen

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice:

Viele wissen, dass ich Musik mag.

Dass ich sie gern höre, mache und nicht nur im Gottesdienst viel Spaß mit dem neuen Liederbuch „EG+“ habe.

Musik ist eine große Kraftquelle für mich. Sie gibt mir oft mit Texten und Melodien ganz neuen Zugang zum Glauben.

Seit Corona unseren Alltag verändert hat, geht ein Lied aus dem EG+ mit mir. Es ist eigentlich ein Morgenlied, das Gottes Neuschöpfung an jedem Tag besingt, doch für mich trägt es gebündelt auch all das in sich, was wir in dieser schweren Zeit brauchen.

Und vielleicht, aber das mag jeder und jede für sich selbst entscheiden, ist es auch ein Osterlied….

 

EG+143 Behutsam leise

Text: Raymund Weber 2004. Musik: Christoph Seeger 2004. © bei den Urhebern

 

Refrain:

Behutsam leise nimmst du fort

die Dämmrung von der Erde,

sprichst jeden Morgen neu dein Wort:
Es werde, es werde.

 

Strophen:

  1. Es werde Licht an diesem Morgen,

in dem das Alte neu erstrahlt,

erscheinen wird, was noch verborgen,

in Farben bunt das Leben malt.

Es werde Licht für die Menschen in jedem Land.

Halt über uns deine segnende Hand.

 

  1. Es werde Kraft an diesem Tage

und Mut zum Wirken in der Welt

und Sinn in jeder neuen Frage,

die heute uns zur Rede stellt.

Es werde Kraft für die Menschen in jedem Land.

Halt über uns deine segnende Hand.

 

  1. Es werde Glück in Augenblicken

für alle, die voll Sehnsucht sind.

Du wirst uns einen Engel schicken,

den Hauch von deines Geistes Wind.

Es werde Glück für die Menschen in jedem Land.

Halt über uns deine segnende Hand.

 

  1. Es werde Trost in langen Stunden

für alle, die gefesselt sind,

an Krankheit, Angst und Not gebunden,

für Mann und Frau, für Greis und Kind.

Es werde Trost für die Menschen in jedem Land.

Halt über uns deine segnende Hand.

 

Gott halte seine segnende Hand über uns allen.

Ihre und Eure Pfarrerin

Christine Binder

Sonntag, 5. April 2020

Eine kleine Liturgie zum Sonntag Palmarum

zum Feiern und auch zum Mitnehmen.

PSALM

Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Hosianna in der Höhe!

Erhöre mich, Herr, denn deine Güte ist tröstlich;

wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit

und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte,

denn mir ist angst, erhöre mich eilends.

Nahe dich zu meiner Seele und erlöse sie,

erlöse mich um meiner Feinde willen.

Ich bin elend und voller Schmerzen.

Gott, deine Hilfe schütze mich!

Ich will den Namen Gottes loben mit einem Lied

und will ihn hoch ehren mit Danken.

Die Elenden sehen es und freuen sich,

und die Gott suchen, denen wird das Herz aufleben.

Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!

Hosianna in der Höhe!

Mt 21,9b; Ps 69,17-19.30-31.33

Evangelium: Johannes 12,12-19

Der Einzug in Jerusalem

12 Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, 13 nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! 14 Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht (Sacharja 9,9): 15 »Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.« 16 Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so an ihm getan hatte. 17 Die Menge aber, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, bezeugte die Tat.

Heute am Sonntag Palmarum denken wir besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem. Was muss das für eine Stimmung gewesen sein?! Frohe, laut jubelnde Menschen, die dem den Weg bereiten, der ihr Schicksal zum Besseren wenden soll. „Hosianna, gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.“ Wie ein König wird Jesus empfangen. Es ist freilich ein seltsamer König. Nicht hoch und erhaben auf einem Ross, sondern reitend auf einem Eselfüllen – so kommt Jesus zu den Menschen und an den Ort, der ihm bestimmt ist.

Kein Ausweichen, kein Zurück.

Und alle Freude, aller Jubel lassen die Gedanken jener nicht verstummen, die in Jesus nur ein Problem sehen, einen Aufrührer, der die gewohnte Ordnung auf den Kopf stellen wird.

Freude und Angst, Zuneigung und Ablehnung, „Hosianna!“ und „Kreuzige ihn!“ – sie liegen nahe beieinander in diesem Moment. Und durch den Jubel hindurch erahnen wir etwas vom Kreuz von Golgatha und dem unaussprechlichen Leid, das Jesus erdulden wird.

Diese biblische Erzählung trägt etwas in sich, was auch wir in diesen Tagen erleben. Das Durcheinander der Gefühle und Gedanken sind so nah. „Alles wird gut“- und doch reißt das Leid der Menschen auf der ganzen Welt eine tiefe Wunde.

Wir spüren wie es ist, nicht das Heft des Handelns in der Hand zu haben und uns Hineinzufügen in das Nötige.

Kein Ausweichen, kein Zurück.

Wo gibt es Hoffnung, da doch so viel Dunkel um uns ist?

Ich sehe Hoffnung. Ich erkenne sie in der selbstlosen Geste der Frau, die Jesus mit kostbarstem Öl salbt. Verschwenderisch Gutes schenkt. Hingebungsvoll und vor allem erkennend, wie Not das tut.

Ich sehe Hoffnung. Ich erkenne sie in den Tüten für Obdachlose an Bauzäunen, an einem Lächeln über die Distanz hinweg, an Menschen, die verschwenderisch Gutes tun für andere – und sehen, wie Not das tut.

Ich sehe Hoffnung. Sie trägt Jesu Züge, weil sein Weg ins Leiden und in den Tod ihm und uns allen neues Leben geschenkt hat. Auf das dunkle Heute folgt ein leuchtendes Morgen.

Überall sehe ich Hoffnung und deshalb kann ich Hoffnung haben.

(C. Binder)

Gebet

Jesus,

bejubelt und geschmäht.
Ein König auf einem Esel.
„Hosianna“, rufen sie, bald wird es „Kreuzige ihn!“ sein.

Du bist in die Dunkelheit und das Leid gegangen.

Für uns.

Kein Ausweichen, kein Zurück.

Ohne Heute kein Morgen.

Aber es gibt ein Morgen.

Deshalb bitten wir dich:
Lass uns an unseren Dunkelheiten nicht zerbrechen,

sondern schenke uns einen wachen Verstand,

sehende Augen, ein offenes Herz und helfende Hände.

Darin liegt so viel Kraft und Hoffnung für uns und andere.
Hilf uns, das zu erkennen.

(C. Binder)

Stilles Gebet

Vaterunser

Amen.

Segen

Es segne und bewahre uns und alle Menschen der barmherzige und liebevolle Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.

*Wichtige Vorankündigung*

Passion und Ostern in der Kirchengemeinde

Getrennt und doch gemeinsam“

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, das wir an einem digitalen Osterfest arbeiten und folgendes für Sie vorbereiten:

Es wird eine Live-Übertragung am Gründonnerstag mit Abendmahl geben.

Weiterhin planen wir ein kurzes, abrufbares Video in der Osternacht und einen Oster-Brunch Live-Chat (Unterhaltung mit Bild und Ton) mit unserer Pfarrerin Christine Binder und dem Kirchenvorstand.

Was Sie dazu benötigen?

Ein Smartphone, Tablet, Computer oder Laptop mit Audio Wiedergabe (Lautsprecher-Boxen) und einen Internet Anschluss.

Sie benötigen nicht zwingend eine Kamera oder Kopfhörer.

Wie Sie die Online Inhalte mitverfolgen können und weitere Informationen folgen in Kürze!!!

 

Viele Grüße und bleiben Sie gesund

Pfarrerin Christine Binder und der Kirchenvorstand

 

 

*Update* – Glocken rufen zum Gebet

Läuten zu Ostern

*Update 2* Glocken rufen zum Gebet – Oster-Läuten

Deutschlandweites Glockenläuten zu Karfreitag und Ostersonntag

Eine bundesweite Läute-Aktion ist zu Karfreitag und Ostern geplant, heißt es in der Mitteilung weiter:

Am Karfreitag, 10. April, sollen um 15 Uhr für 10 Minuten die Totenglocken läuten.

Am Ostersonntag, 12. April, soll um 12 Uhr für 10 Minuten das «große Geläut» erklingen, mit dem ein «Zeichen der Hoffnung» überall zu hören sein soll.

Bereits in der vergangenen Woche wandte sich Prälat Böttner in einem Schreiben an die Kirchengemeinden der Landeskirche. Darin schrieb der Prälat: «Glocken ertönen von vielen Kirchen an jedem Tag, morgens, mittags und abends – so wie es vor Ort üblich ist. Sie laden ein zum persönlichen Gebet: Für alle Menschen in Angst und Sorge; für die, die in Quarantäne leben, für die im Gesundheitsdienst Tätigen, die vor großen Herausforderungen stehen, – und für die Sterbenden. Wir sind davon überzeugt: Im Gebet für unsere Nächsten wächst die Kraft zum Handeln für unsere Nächsten. Wir danken Ihnen für Ihre Gebete und für Ihr helfendes Handeln!»

(28.03.2020)

Quelle:
Link zur EKKW Webseite

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice:

Eigentlich wollten einige aus der Kirchengemeinde sich an jedem Mittwochabend treffen – zur Fastengruppe. Gemeinsam durch die Passionszeit gehen, miteinander ins Gespräch kommen und sich so vorbereiten auf Ostern. Corona hat uns da einen ganz schönen Strich durch die Rechnung gemacht.

Doch seit das alles begonnen hat, geht das Motto der diesjährigen Fastenaktion mir nicht aus den Gedanken.

„Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessismus.“ Das würde ich gern in diesen herausfordernden Tagen ganz und gar leben können.
Also an das halbvolle Glas zu denken, nicht an das Leere.

Mutig zu sein und nicht ängstlich.
Mich über die Zeit zu freuen, die ich gerade habe, und mich nicht über die Einschränkungen zu beklagen.

Die Solidarität in der Gemeinschaft zu schätzen, und mich nicht über Hamsterkäufe(r) zu ärgern…

Es ist nur viel leichter gedacht, gesagt und vorgenommen als dann auch wirklich getan. Denn die Kehrseite der Medaille gibt es ja leider nun einmal. Und wie kann ich mich denn über den Frühling freuen, wenn ich doch vielleicht Angst haben muss, dass im Sommer der Job weg ist und das Geld nicht mehr reicht?!

„Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pessismus! – Zuspruch und Anspruch gleichermaßen in der Krise, die wir gerade durchschreiten müssen. Das Fastenmotto erinnert mich daran, dass es vor allem an mir, an meiner Einstellung liegt, ob die Zuversicht oder der Pessimismus siegt, ob ich aktiv gestalte, was ich vor mir habe, oder mich passiv in den Strudel der Angst und Ungewissheit hineinziehen lasse.

Martin Luther hat formuliert:
„Dass die Vögel der Sorge

und des Kummers

über deinem Haupt fliegen,

kannst du nicht ändern.

Aber dass sie Nester

in deinem Haar bauen,

das kannst du verhindern.“

Mir gelingt das nicht immer. Aber ich will gern immer wieder neu versuchen, jeden Tag mit Zuversicht zu leben und das Gute in ihm zu entdecken.

 

Bleiben Sie, bleibt Ihr behütet!

Ihre und Eure Pfarrerin

Christine Binder

Sonntag, 29. März 2019 – Judika

Kleine Liturgie für Zuhause

Was betrübst du dich meine Seele, und bist so unruhig in mir? So fragt der Wochenpsalm.
Ich finde mich darin wieder und wünsche mir, in mir selbst (wieder) zur Ruhe zu finden.

Ein Gottesdienst oder eine Andacht sind für mich eine gute Möglichkeit, mich zu sammeln. Das kann auch im eigenen Zuhause gelingen und es muss nicht immer ein mediales Angebot wie ein Fernsehgottesdienst oder ein Livestream sein.

So geht es auch:

Sofern vorhanden, zünde ich eine Kerze an, lege oder stelle mir ein Kreuz auf den Tisch und die aufgeschlagene Bibel dazu.

Allein dieser kleine Altar auf dem Tisch konzentriert schon meinen Blick auf das für mich gerade Wesentliche.

Psalm, Evangelium, Gebet und Segen – in diesem Vierklang feiere ich Andacht: allein oder mit anderen, jedoch immer und vor allem in Verbindung mit Gott.

EG 724 – Psalm 43

Gott, schaffe mir Recht

und führe meine Sache wider das unheilige Volk

und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

Denn du bist der Gott meiner Stärke:

Warum hast du mich verstoßen?

Warum muss ich so traurig gehen,

wenn mein Feind mich dränget?

Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten

und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,

dass ich hineingehe zum Altar Gottes,

zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist,

und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

Was betrübst du dich, meine Seele,

und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,

dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Evangelium Mk 10,35-45

Vom Herrschen und vom Dienen

35 Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sprachen zu ihm: Meister, wir wollen, dass du für uns tust, was wir dich bitten werden.

36 Er sprach zu ihnen: Was wollt ihr, dass ich für euch tue?

37 Sie sprachen zu ihm: Gib uns, dass wir sitzen einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deiner Herrlichkeit.

38 Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde?

39 Sie sprachen zu ihm: Ja, das können wir. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, mit der ich getauft werde;

40 zu sitzen aber zu meiner Rechten oder zu meiner Linken, das zu geben steht mir nicht zu, sondern das wird denen zuteil, für die es bestimmt ist.

41 Und als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes.

42 Da rief Jesus sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an.

43 Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein;

44 und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein.

45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.

Gebet

Unruhig, Gott, ist meine Seele in mir.
So vieles beschäftigt mich gerade.
Die nicht endenden Nachrichten,

die vielen Fragen, die in mir klingen,

die Sorge um meine Liebsten, meine Freunde und Nachbarn.

Lass mich, Gott, jetzt einen Moment durchatmen,

keine Antworten suchen,

einfach nur bei mir und bei dir sein.

Stärke mich, dass ich zuversichtlich bleibe in diesen schweren Tagen.

Lass mich deine Liebe spüren,

die in den tiefsten Dunkelheiten warm und hell leuchtet

und meine Seele tröstet.

(C. Binder)

Stilles Gebet

Vaterunser

Segen:

Der Segen des liebenden und stärkenden Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes sei mit dir und bleibe bei dir heute und alle Tage deines Lebens. Amen.

Aus dem Pfarrhaus-Homeoffice:

 

Alles könnte gerade so schön sein. Die Sonne strahlt, lebendige Farben erfreuen das Auge – Frühling lässt sein blaues Band. Ruhe liegt über Stadt und Land, fast ein sonntägliches Gefühl.
Doch seit Tagen ist für uns alles anders. Die Ruhe ist angespannt, fast als hielten wir den Atem an. Erschreckende Nachrichten über das Virus, das sich immer schneller in der ganzen Welt ausbreitet, bestimmen unseren Alltag und unser alltägliches Leben.
Soziale Kontakte auf das Allernötigste zu reduzieren und unsere Freiheit zum Wohle aller zu begrenzen, das fällt schwer.
Wir haben viel zu verarbeiten in diesen Tagen. Angst und Sorge machen sich breit.
Wie nur mit all dem umgehen? Ich habe leider kein Patentrezept, doch möchte ich Ihnen und Euch an dieser Stelle immer wieder Impulse geben. Kleine Texte, Gedanken, biblische Worte und Gebete, Lieder und sonstige Fundstücke, die ich teilen möchte. Sie sollen uns allen Mut machen und uns stärken. Im Glauben, auch im Gebet, sind wir alle miteinander verbunden, egal wo wir sind. Das ist für mich ein großer Trost. Vielleicht für Sie und Euch ja auch.

 

Gott gebe dir

Für jeden Sturm einen Regenbogen,

für jede Träne ein Lachen,

für jede Sorge eine Aussicht

und eine Hilfe in jeder Schwierigkeit.

Für jedes Problem, das das Leben schickt, 

einen Freund es zu teilen,

für jeden Seufzer ein schönes Lied

und eine Antwort auf jedes Gebet.
Irisches Segensgebet 

 

Bleiben Sie, bleibt Ihr behütet! 

Ihre und Eure Pfarrerin 

Christine Binder

Glocken rufen zum Gebet

Täglich um 12 Uhr und 19:30 Uhr

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat ihre Kirchengemeinden dazu eingeladen, zusammen mit den katholischen und evangelischen Gemeinden in Hessen mit Glockengeläut ein gemeinsames Zeichen zu setzen. Täglich sollen die Glocken der Kirchen in der Zeit der Corona-Krise abends um 19:30 Uhr für 5 Minuten zum persönlichen Gebet läuten. In vielen evangelischen Gemeinden läuten Glocken täglich auch mittags um 12 Uhr.

–> Artikel der EKKW

 


Coronavirus (SARS-CoV-2)

Der Kirchenvorstand Roßdorf folgt den aktuellen Empfehlungen der Landeskirche.

 


Es finden keine Gottesdienste statt.

Unsere Kirche wird an Sonntagen und Mittwochen von 9-18 Uhr für Sie geöffnet sein.

Das Gemeindehaus Roßdorf wird ab sofort für alle Veranstaltungen, Gruppen und Kreise geschlossen.

Aushang Kirchengemeinde Roßdorf_30-03

 


Angesichts der ausfallenden Gottesdienste möchten wir auf eine „Alternative“ hinzuweisen:

Bischöfin Dr. Hofmann wird sich in einem kurzen Videogottesdienst an die Gläubigen wenden. Dieser ist ab Sonntag, 15. März 2020, 9:00 Uhr auf der landeskirchlichen Homepage, www.ekkw.de , zu finden.

   

Aktuelles aus der Gemeinde

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