Theologischer Literaturkreis, in Ostheim

Mon01Jun19:30Mon20:30Theologischer Literaturkreis, in Ostheim

Zeit

(Montag) 19:30 - 20:30

Ort

Ev. Kirche Ostheim

Kirchgasse 2a, 61130 Nidderau

Veranstaltungsbeschreibung

Der Theologische Literaturkreis trifft sich am Montag, 1. Juni, 19.30 Uhr in der Ostheimer Kirche, bei gutem Wetter im Garten hinter der Kirche. An diesem Abend soll ein das Buch „Unverfügbarkeit“ des Soziologen Hartmut Rosa abschließend diskutiert werden. Für die Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich. Der Theologische Literaturkreis ist offen für alle, die sich mit religiösen Gedanken beschäftigen wollen.
Bei den ersten beiden Treffen wurde der Zusammenhang von Unverfügbarkeit und Resonanz reflektiert: Rosa beschreibt das Verhältnis zwischen Ich und Welt dann als resonant, wenn die Berührung wechselseitig ist: Ein Beispiel: Jemand erzählt mir von einem Unfall, und ich bekomme eine Gänsehaut. Oder ich höre ein Musikstück und werde dabei ergriffen. Dabei ist das resonante Verhältnis zwischen Ich und Welt etwas Drittes, weder Ich noch Welt. Aus Sicht des Literaturkreises lässt es sich deshalb theologisch deuten. Welt bedeutet hier nicht das Universum, dessen Teil ich bin, sondern sie ist der Gegenpol zum Ich. Ich und Welt werden durch dieses Dritte, die Resonanz, wechselseitig konstituiert. Auch diese Beschreibung kann man theologisch deuten, als Schöpfung aus dem Nichts.
Resonanz ist nicht machbar, weil sich das Ich in seinem Handeln und Herstellen immer auf die Welt bezieht, die Resonanz sich aber zwischen Ich und Welt aufbaut. Insofern ist Resonanz unverfügbar. Daher der Buchtitel.
Wichtig ist, dass für Rosa die Moderne darin gekennzeichnet ist, dass sich die Gesellschaft nur dynamisch stabilisieren kann, also indem sie die Welt produktiv und ermächtigend ergreift. Je mehr das geschieht, desto weniger Resonanz bleibt zwischen Ich und Welt.