Hanau – Großauheim. Spiel, Spaß und Wassereis: Beim großen Sommerfest des JUZ#1 in der Waldsiedlung wurde kurz vor den Sommerferien einiges geboten. Gefeiert wurde dabei nicht nur der Ferienbeginn, sondern auch das neue Zuhause des Jugendzentrums im Josef-Mischke-Haus der Martin Luther Stiftung.

 

Wir sind außerordentlich froh, dass wir dieses Gebäude gefunden haben“, sagt Pfarrer Dr. Gerhard Neumann von der Evangelischen Kirche am Limes. Nachdem das bisherige Gemeindezentrum Ende vergangenen Jahres verkauft worden war, wurde intensiv nach einem neuen Standort für das Jugendzentrum gesucht. Während der Suche nach einer neuen Bleibe konnte das JUZ aber noch bis Ende März sein Angebot im alten Gemeindezentrum weiter aufrechterhalten. Das neue Jugendzentrum ist dabei nicht nur vergleichsweise nah am ehemaligen Standort, es sei gleichzeitig auch sehr präsent im Viertel: „Es ist ein Ort, an dem wir ganz nah bei den Menschen sind“, stellt Pfarrerin Kirsten Schulmeyer fest. Auch wenn das Gebäude selbst dabei nicht neu sei, sei es offen und einladend, ein „Ort zum hingehen“. Das finden auch die Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien. Seit April finden hier in bewährter Kooperation mit dem Familien- und Jugendzentrum Wolfgang die regelmäßigen Veranstaltungen und Angebote des JUZ#1 statt. Diese werden sehr gut angenommen. Es gebe sogar einen gewissen Zuwachs bei den Kindern und Jugendlichen, wie die beiden Jugendarbeiter der Kirche am Limes, Shoshana Pilsczek und Robin Berger berichten. „Wir sind sehr glücklich mit unserem neuen JUZ“, fasst Berger zusammen. Jeden Dienstag und Donnerstag öffnen die Pädagogen die Türen der ehemaligen Seniorenbegegnungsstätte, die dann rege mit Leben gefüllt wird. Auch das neue Angebot der Hausaufgabenhilfe für Grundschüler wird sehr gut angenommen, wie Pilsczek berichtet. Einmal wöchentlich finden Kinder hier Unterstützung, die sie sonst nicht bekommen würden. „Hier können wir Jungen und Mädchen individuell fördern und unterstützen, die sonst in der Schule untergehen würden.“ Ein wichtiges Angebot, findet auch Patrick Baron, zuständig für den Bereich Jugendarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Hanau. Er freut sich über den gelungenen Neustart und betont: „Als Kirche sehen wir hier einen ganz klaren Handlungsauftrag.“  Kirche müsse offen und zugewandt für die Menschen da sein. Gerade die Jugend dürfe dabei nicht aus dem Blick geraten. „Die Kinder und Jugendlichen von heute sind diejenigen, die unsere Gesellschaft und unsere Kirchengemeinden in die Zukunft tragen werden.“ Auch der designierte Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Dr. Maximilian Bieri, stattete dem neuen JUZ im Rahmen des Sommerfestes einen Besuch ab und machte sich ein Bild von den neuen Räumlichkeiten. Er findet: „Das JUZ‘#1 ist wie eine kleine Oase mitten in der Waldsiedlung die zum Zusammenkommen und Miteinander einlädt.“ Er nutzte die Gelegenheit, mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und stellte sein Können an der Tischtennisplatte unter Beweis. Auch für die jungen Besucher gab es viel zu erleben: Neben Kinderschminken und Glitzertattoos konnten die Kinder und Jugendlichen eine Runde Billard oder Fußball spielen. Das Spielmobil Augustinchen sorgte mit Hüpfburg, Malwänden und weiteren Spiel- und Kreativangeboten für jede Menge Spaß.