Hanau. Beraten, Begleiten, Begegnen: Unter diesem Motto soll in Hanau die Diakoniekirche als soziale Anlaufstelle für Menschen in allen Lebenslagen entstehen. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, starten hierfür in Kürze die Bauarbeiten an der Christuskirche. Ein erster Schritt ist dabei bereits gemacht: Die Orgel ist abgebaut und auf dem Weg an einen neuen Einsatzort.
Viele Gottesdienste hat sie begleitet, bei Taufen oder Hochzeiten für einen festlichen Rahmen gesorgt. Nun geht es für die Peter-Orgel auf Reisen, wie die geschäftsführende Pfarrerin der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Hanau, Kerstin Schröder, berichtet. In Rumänien wird sie einer alten Barockorgel neuen Klang verleihen. Auch wenn der Abschied schmerzt: „Wir sind froh, dass aus dieser Kirche heraus etwas Neues entsteht und wir eine neue Heimat für unsere Orgel gefunden haben.“
Auch die Kirchenbänke werden in den nächsten Tagen abgebaut und machen Platz für die anstehenden Bauarbeiten. „Wir freuen uns, dass es jetzt richtig los geht“, stellt Samuel Mergenthal von der Geschäftsführung des Diakonischen Werkes Hanau-Main-Kinzig fest. Einige Büsche müssen noch entfernt werden, dann kann das Baugerüst aufgestellt werden und die Arbeiten beginnen. „Nach Ende der Brut- und Setzzeit fangen die Außenarbeiten an“, so Mergenthal. Aber auch im Innenbereich steht der nächste Schritt kurz bevor: Ende September soll mit dem Rückbau der Empore begonnen werden. Bis der Umbau der Christuskirche zur Diakoniekirche abgeschlossen ist, gibt es noch einiges zu tun. Aber Mergenthal ist überzeugt, dass sich die Mühe lohnt. Von Schuldnerberatung bis Migrationsdiensten, Suchthilfe oder psychosoziale Beratung: „Die Diakoniekirche soll ein Ort werden, an dem Menschen in verschiedensten Lebenssituationen Rat und Unterstützung finden können“, fasst er zusammen. Darüber hinaus soll es hier viel Raum für Begegnung und Austausch geben. Ähnlich wie die Orgel, die in Rumänien eine neue Bestimmung findet, erhält so auch die Christuskirche eine neue Aufgabe und wird dadurch weiterhin ein Ort christlichen Lebens in der Brüder-Grimm-Stadt bleiben. „Wir sind sehr gespannt auf alles, was vor uns liegt und freuen uns schon heute auf das Ergebnis“, so Mergenthal.
Bildquellen
- Orgelausbau_Christuskirche_Diakoniekirche: Knut Rothmann