Seit 2015 bietet die Evangelische Fachstelle für Jugendberufshilfe “Pilot“ das Beratungsangebot QuABB für Auszubildende in Hanau an. Mehr als 900 junge Menschen konnten in dieser Zeit erfolgreich unterstützt werden. Die erfolgreiche Kooperation wird an den Kaufmännischen Schulen nun nicht nur fortgesetzt, sondern erweitert: Ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der dualen Ausbildung in der Region.
Der Start in die Ausbildung ist für viele junge Menschen ein wichtiger Schritt, der neue Herausforderungen mit sich bringt. Aber auch im weiteren Verlauf können Fragen, Unsicherheiten oder persönliche Schwierigkeiten entstehen. Genau hier setzt QuABB an. Die Abkürzung steht für „Qualifizierte Ausbildungsberatung in Betrieb und Berufsschule“, ein Landesprojekt mit dem Ziel, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und jungen Menschen tragfähige Perspektiven für ihre berufliche Zukunft zu eröffnen. „Wir freuen uns sehr, das bewährte Beratungsangebot QuABB an den Kaufmännischen Schulen Hanau weiter ausbauen zu können“, so Schulleiterin Garnet Becker. Die Kaufmännischen Schulen Hanau sichern das Angebot durch eine finanzielle Beteiligung aus ihrem Schulbudget.
Zentrales Anliegen von „QuABB“ ist es, Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und gezielt entgegenzusteuern, um den Fortgang der Ausbildung zu sichern. Dabei richtet sich das Angebot sowohl an Auszubildende als auch an Ausbildungsverantwortliche in Betrieben und Berufsschulen. „Durch die enge Zusammenarbeit schaffen wir für Auszubildende ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot und tragen dazu bei, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden sowie junge Menschen erfolgreich auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten“, erklärt Eva Sippel, Leiterin der Evangelischen Fachstelle für Jugendberufshilfe Pilot.
Ein neuer Baustein des erweiterten Angebots ist eine Informationsreihe mit praxisnahen Flyern, die Ausbildungsbegleiterin Melanie Thönißen entwickelt hat. Die Materialien greifen zentrale Fragen der jeweiligen Ausbildungsphase auf: vom Start der Ausbildung über Probezeit und Zwischenprüfung bis zur Abschlussprüfung und dem Übergang danach. Mit Checklisten, Informationen und praktischen Hinweisen sollen sie Auszubildenden genau dann Orientierung geben, wenn konkrete Fragen oder Unsicherheiten entstehen. „Viele Fragen und Unsicherheiten treten erst im Laufe der Ausbildung auf“, weiß Thönißen. „Mit den Flyern möchten wir den jungen Menschen genau dann Unterstützung anbieten, wenn sie diese benötigen.“ Sie werden künftig passend zu den jeweiligen Ausbildungsphasen in den Berufsschulklassen verteilt werden.
„Wir sind überzeugt, dass wir mit QuABB auch künftig einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Gestaltung von Ausbildungswegen leisten können“, sind sich die drei einig. Dabei geht es nicht nur um die Unterstützung einzelner Auszubildender, sondern auch darum, langfristig zur Sicherung von Fachkräften in der Region beizutragen.