Hanau. Gesellschaftlich relevante Themen auf lokaler Ebene betrachten, miteinander reden statt übereinander: Mit dem neuen Gesprächsformat „Stadtgespräch“ möchte der evangelische Kirchenkreis Hanau Raum für Austausch und Begegnung schaffen. Zum Auftakt haben dabei gleich zwei prominente Gäste zugesagt: Am 25. August diskutieren die ehemalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Bundestagsabgeordneter Pascal Reddig (CDU) unter der Überschrift „Demokratie vor Ort – wie stärken wir unseren Zusammenhalt?“ in der Alten Johanneskirche über Wege für ein gelingendes Miteinander.

 

Was bedeutet Demokratie für die Menschen in der Brüder-Grimm-Stadt? Wie erleben unterschiedliche Personen sie in ihrem Alltag? Und wie steht es eigentlich um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer vielfältigen Stadt wie Hanau? Fragen, auf die es mehr als eine Antwort gibt. „Wir möchten das Thema von verschiedensten Seiten beleuchten und die unterschiedlichen Blickwinkel zusammenbringen“, erklärt Dekan Dr. Martin Lückhoff. Vertreter der Jugendarbeit des Kirchenkreises, Lucas Corzilius vom Rotary Club Hanau, der designierte Hanauer Stadtrat Andreas Jäger sowie Serpil Unvar führen mit kurzen Impulsen in den Abend ein. Anschließend startet die Talkrunde mit Nancy Faeser und Pascal Reddig, die gewiss ebenfalls unterschiedliche Aspekte einbringen werden. „Und selbstverständlich soll auch das Publikum zu Wort kommen“, betont Lückhoff. Alle Interessierten seien herzlich eingeladen, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Zeitpunkt und Thema der Veranstaltung seien dabei kein Zufall, wie er betont. Gleich in drei Bundesländern stehen im Spätsommer Wahlen an. Auch wenn Hessen nicht dazugehöre, sei er überzeugt, dass die Wahlergebnisse Auswirkungen auf das Leben aller haben werden. „Wir möchten mit dem ‚Stadtgespräch‘ auch einen Beitrag zur demokratischen Entwicklung in Hanau leisten“, betont er.

Das „Stadtgespräch“ soll dabei keine Einzelveranstaltung bleiben, sondern sich als regelmäßiges Dialogformat etablieren: „Wir leben in einer Zeit mit vielen Herausforderungen und Themen, die die Menschen bewegen“, so der Dekan. Sich über diese auszutauschen, Menschen mit unterschiedlichen Blickwinkeln zusammen zu bringen und einen offenen Dialog zu ermöglichen sei Ziel der Stadtgespräche und der evangelischen Kirche. „Wir wollen, dass sich Menschen über alle Grenzen hinweg angesprochen fühlen und miteinander ins Gespräch kommen.“ Ein entsprechendes Programm mit weiteren Stadtgesprächen sei bereits in Planung. Für die Premiere am 25. August ab 19 Uhr in der Alten Johanneskirche lädt er alle Interessierten herzlich ein: „Wir freuen uns auf spannende Gedanken und eine angeregte Diskussion miteinander.“