Egal ob Alkohol oder Glücksspiel, Cannabis oder illegale Drogen: Sucht hat viele Gesichter und betrifft Menschen in allen Gesellschaftsschichten. Um darauf aufmerksam zu machen und dieses wichtige Thema einmal in den öffentlichen Fokus zu rücken, setzt das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig hier in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt und möchte mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen aufklären, sensibilisieren und Raum für Austausch schaffen.

Den Auftakt machte ein Vortrag am 18. Mär in dem die zentralen Wesensmerkmale einer Sucht, deren Entstehung und Auswirkungen auf Betroffene und Angehörige im Mittelpunkt standen. Ein spannender Auftakt in eine vielschichtige Veranstaltungsreihe, wie Samuel Mergenthal von der Geschäftsführung des Diakonischen Werkes Hanau-Main-Kinzig feststellt: „Wir wollen 2026 zum Jahr der Sucht machen und dieses Thema von verschiedensten Seiten beleuchten.“ So seien im Laufe des Jahres weitere Vorträge u.a. zur Arbeit der Suchthilfe, über Kontrollierten Konsum oder ein Seminar zum Thema Rückfall geplant. Ein Höhepunkt wird dabei die Ausstellung „Zwischen Rausch und Realität“ sein, die vom 21. Juli bis 09. August im Neustädter Rathaus zu sehen sein wird und Einblick in die Lebenswirklichkeit von Menschen mit einer Suchterkrankung liefert. Diese wird eingerahmt von einem Poetry Slam zur Eröffnung und einer Podiumsdiskussion zum Abschluss. Wir leben in einer Gesellschaft, die auch beim Thema Sucht mit sehr verschiedenen Maßstäben misst“, erklärt Mergenthal. Während Alkohol oft  verharmlost werde, sei man bei anderen Abhängigkeiten nur allzu gerne zu einem harten Urteil bereit. Aber: „Jede Sucht ist eine Erkrankung, und jeder Betroffene verdient Hilfe.“ Dies sei nicht nur die Haltung der Suchtberatung sondern des gesamten Diakonischen Werkes, das sich als Teil der evangelischen Kirche für alle Menschen einsetze. Mit der Themenreihe möchte man deshalb einen Beitrag zur Sensibilisierung der Gesellschaft leisten und Raum für Austausch schaffen. „Wir laden Sie herzlich ein, sich zu informieren, Vorurteile abzubauen und mit uns in die Diskussion zu gehen.“

Mehr Informationen zum Programm finden Sie unter https://diakonie-hanau.de/suchtjahr-2026/