Die Kantorei Bergen-Enkheim lädt zu ihrem diesjährigen Passionskonzert ein. Es findet am Samstag, 21. März, um 17 Uhr in der Laurentiuskirche Enkheim sowie am Sonntag, 22. März, um 18 Uhr in der Lukaskirche Sachsenhausen statt.
Im Mittelpunkt des Programms steht das Requiem in d-Moll op. 48 des französischen Komponisten Gabriel Fauré in einer Fassung für Chor, Gesangssolisten und Orgel. Das Werk, Ende des 19. Jahrhunderts entstanden, gehört zu den eindrucksvollsten geistlichen Kompositionen seiner Zeit. Anders als viele Requiem-Vertonungen verzichtet Fauré weitgehend auf dramatische Effekte und die erschütternden Klangbilder des Jüngsten Gerichts. Stattdessen zeichnet er ein musikalisches Bild von Trost und Ruhe und versteht den Tod als sanften Übergang in der Hoffnung auf Erlösung. Auch erklingt Faurés Chorwerk Cantique de Jean Racine – ein lyrisch ruhiges Abendgebet.
Kontrastiert wird das Programm durch die Orgelsonate von Julius Reubke. Dieses Schlüsselwerk der deutschromantischen Orgelmusik ist als sinfonische Dichtung angelegt und stellt ausgewählte Verse aus dem 94. Psalm musikalisch dar. Der Psalm 94 ist ein Hilferuf an Gott gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit. In ihm wird Gott als Richter der Welt und Gott der Vergeltung dargestellt, der Unrecht bestrafen und seinem Volk schließlich Gerechtigkeit verschaffen wird.
An der Orgel ist Jakob Gronemann zu hören, die Solopartien übernehmen Christa Fülster und Anton Förster. Die musikalische Leitung hat Konrad Borchardt.
Der Eintritt ist frei, um eine Spende zur Unterstützung der Kirchenmusik wird gebeten.