Ein offenes Ohr und gute Worte zu jederzeit: Seit 50 Jahren engagieren sich Menschen in der Ökumenischen TelefonSeelsorge Main-Kinzig, um anderen in schwierigen Situationen beizustehen. Unzählige Anrufe haben sie in diesem halben Jahrhundert angenommen, zugehört und Trost gespendet. Am Sonntag, den 6. September, wird dies in einem großen Festgottesdienst mit Bischöfin Dr. Beate Hofmann (EKKW) und Bischof Dr. Michael Gerber (Bistum Fulda) in der Hanauer Marienkirche gefeiert.

 

Viel ist in den fünf Jahrzehnten geschehen: Nach der Gründung durch evangelische, katholische und ev.-freikirchliche Hanauer Gemeinden und mit Hilfe vieler Unterstützergemeinden und Förderern in der Region  begann 1976 die Arbeit mit 30 Mitarbeitenden. In den ersten beiden Jahren war das Sorgentelefon nur nachts besetzt. Danach konnte der Dienst mit steigender Zahl der Mitarbeitenden erweitert werden. Heute sind es über 70 Ehrenamtliche, die rund um die Uhr am Telefon sind und mehr als 10.000 Seelsorgegespräche im Jahr führen. Für diese anspruchsvolle Aufgabe der Ehrenamtlichen am Telefon oder in der Mailseelsorge ist die Organisation der Telefonseelsorge eine stützende Gemeinschaft mit Aus- und Fortbildung und der Möglichkeit sich untereinander thematisch auszutauschen. Menschen mit den unterschiedlichsten Sorgen und Ängsten rufen an und suchen Unterstützung und Beistand. Manchmal geht es darum, Schweres mit auszuhalten, ein anderes Mal entwickeln sich im vertrauensvollen Gespräch auch überraschende Perspektiven. „Man weiß nie, was einen erwartet“, heißt es unter den Ehrenamtlichen. Das macht das Engagement bei der Telefonseelsorge auch nach Jahrzehnten spannend und erfüllend.

Für den wichtigen, langjährigen Dienst der Ehrenamtlichen sind wir sehr dankbar und laden alle Interessierten herzlich ein, das 50-jährige Bestehen der Ökumenischen TelefonSeelsorge Main-Kinzig mit uns zu feiern: Der Gottesdienst findet am Sonntag, 6. September um 15 Uhr in der Marienkirche Hanau statt. Anschließend gibt es einen Empfang mit Grußworten im Dechant-Diel-Haus Hanau (Im Bangert 4).