Station 7 – Wasser ist lebendig

am Wassertretplatz, Gründauaue

Ankommen

Hier wird Wasser – das wichtigste Element auf der Erde- mit Gott verglichen. Ohne Wasser – kein Leben.   Ohne Gott – kein Leben. Wasser kann sich verändern, wird gasförmig oder fest wie Eis, ist kalt oder heiß und Wasser kann uns verändern: Spült uns weg, verschlingt uns, trägt uns, macht uns nass, reinigt uns, löscht unseren Durst. Gott kann uns verändern: Trägt uns, reinigt uns, löscht unseren Durst nach Frieden und Gerechtigkeit, vergibt uns, rettet uns aus Ängsten und Sorgen, macht uns wieder froh und frei.

Früher hat man bei der Taufe den ganzen Menschen ins Wasser eingetaucht (in Gott eingetaucht). Man hatte die Vorstellung, dass das Schlechte im Menschen dadurch abgewaschen und weggespült wird und der Mensch gereinigt und ohne Sünden wieder aus dem Wasser steigt.

Zur Zeit Jesu war Johannes in der Wüste und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Und das ganze jüdische Land und alle Leute von Jerusalem gingen zu ihm hinaus und ließen sich von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Sünden. Jesus wollte auch getauft werden, wie die anderen Menschen. Als Jesus ins Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

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Nachlesen

aus Markus 1,4-11

4 Johannes der Täufer war in der Wüste und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. 5 Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land und alle Leute von Jerusalem und ließen sich von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Sünden. 6 Johannes aber trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden und aß Heuschrecken und wilden Honig 7 und predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der ist stärker als ich; und ich bin nicht wert, dass ich mich vor ihm bücke und die Riemen seiner Schuhe löse. 8 Ich taufe euch mit Wasser; aber er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. 9 Und es begab sich zu der Zeit, dass Jesus aus Nazareth in Galiläa kam und ließ sich taufen von Johannes im Jordan. 10 Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. 11 Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

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Weiterdenken

Vorschlag 1: Jeder darf das Wasser jetzt erfahren und spüren. Wer möchte kann Hände oder Füße ins Wasser eintauchen, sich Arme oder das Gesicht nass machen und mit dem Wasser spielen

Vorschlag 2: Wir teilen Becher aus und reichen uns gegenseitig Trinkwasser aus mitgebrachten Flaschen. Wir danken Gott für das Wasser. Wie habt ihr das Wasser gerade erlebt? Erfrischend, kalt, weich oder hart, belebend … So fühlt sich auch Gott an.

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Wasser ist auch das Element bei der Taufe. Wasser und Gottes Auftrag, also sein Wort sind die beiden Merkmale, die die Taufe zu einer Heiligen Handlung, einem Sakrament werden lassen.

Im Matthäus-Ev. heißt es: Der auferstandene Jesus sprach zu seinen Jüngern: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker. Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Heute hat man sich darauf geeinigt, dass das Wasser bei der Taufe wenigstens fließen muss und hat so diesen Reinigungs – Aspekt symbolisch dabei. Mancherorts kommt man auf die alten Taufhandlungen des Untertauchens wieder zurück. Durch die Taufe wird öffentlich gemacht, dass du zur Familie der Kinder Gottes gehörst. Gott hebt dich heraus aus der Masse seiner Geschöpfe, gibt dir eine besondere Stellung und den Namen Christ. Er verspricht, bei dir zu bleiben und dich durchs Leben zu begleiten. Du bist nie mehr alleine, denn Gott umgibt dich. Das Wasser, das dich berührt hat, steht ja symbolisch für Gott.

Später bei der Konfirmation sagt man ja zu seiner Taufe. Ja, Gott, ich will, dass du mich berührst, mich anrührst, mein Herz anrührst – und ich will bewusst zur Christengemeinde dazugehören.

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Beten

Guter Gott, danke für das Wasser, ohne das wir nicht leben können, das wir täglich benutzen, um unser Leben zu gestalten, zum Baden, Kochen, Spülen, Waschen und Trinken. Nichts ist wichtiger als Wasser. In der Taufe hast du uns durch das Wasser mit deiner Liebe berührt. Wir gehören zu dir und sind von dir geliebt. Danke, guter Gott. Amen.

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Singen

nach der Melodie von Nr. 200 aus dem Ev. Gesangbuch

1. Ich bin getauft, das heißt ich sehe die Welt als Gottes Schöpfung an. Ich bin getauft, wohin ich gehe, bin ich ein Teil von Gottes Plan. Er ruft mich auf zum Widerstand, wo immer Unrecht ist im Land.

2. Ich bin getauft, das heißt ich spüre, ich werd geliebt so wie ich bin. Ich bin getauft, Herr Jesus, führe zur Liebe mich, zum Leben hin.Weil ich geliebt bin, liebe ich auch meinen Feind geschwisterlich.

3. Ich bin getauft, das heißt ich hab Vertrau’n in deine Zukunft, Herr. Ich bin getauft, selbst vor dem Grabe spür ich jetzt keinen Schrecken mehr. Begeistre mich für deine Welt, damit sie wird, wie’s dir gefällt.

4. Ich bin ein Mitglied der Gemeinde, gehör’ dem Kreis der Freunde an. Das heißt, ich bin nicht mehr alleine, das heißt, daß ich jetzt hoffen kann. Die Taufe gibt mir Zuversicht, denn Jesu sagt mir: “Fürcht’ dich nicht!”

aus dem Ev. Gesangbuch Nr. 621 “Ins Wasser fällt ein Stein”

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Mitnehmen

Wassersegen: Dabei lässt man Wasser über die Hände der Anwesenden laufen und spricht: ” So wie das Wasser dein Leben erhält, so segnet dich Gott mit seiner Liebe.”

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