Station 10 – weitergehen

>an der A66, Gärtnerweg

Ankommen

Wo sind wir hier? Was fällt euch auf? –

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Nachlesen

aus Matthäus 28,16 – 20

Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehrt sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

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Weiterdenken

Warum gibt es diesen Text an diesem Ort? –

Die Autobahn ist ein Symbol. Wir kommen heutzutage schnell von einem Ort zum Nächsten. Von Langenselbold aus können wir die Botschaft Jesu in die Welt tragen.

Seit 2000 Jahren kommen Menschen zusammen, um im Namen Jesu zu beten, zu feiern und die „Frohe Botschaft“ unters Volk zu bringen.

So können wir den sogenannten „Missionsbefehl“ verstehen: Auch wir sollen die Botschaft der Liebe verbreiten. Wir sind gefragt. Wir sollen mit unserem Glauben nicht hinter den Berg halten, sondern ihn mit Freude in der Kirche, aber auch in unserem Alltag bekennen.

In unserer schnellen Autobahn-Zeit ist das nicht so einfach. Die Botschaft der Liebe braucht nämlich Zeit, bis sie langsam in unsere Herzen dringt.

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Was mir zu dem Bibeltext durch den Kopf geht:

„Das ist schone eine ganz schön mächtige Aufgabe, die Jesus uns da aufbürdet. Alle Völker, also alle Menschen sollen wir zu seinen Jüngern machen. Ich fühle mich da ein bisschen zu klein dazu. Vielleicht machen das besser andere, die rede- und weltgewandter sind.

Auf der anderen Seite … eine Möglichkeit wäre, einfach das zu erzählen, was ich selbst erlebe und erlebt habe. Man kann ja mit denen anfangen, die direkt um einen sind, Freunde, Familie, Arbeitskolleginnen. Ja, so mache ich es! Damit fühle ich mich gut. Wenn der Moment da ist, dann berichte ich davon, dass mir der Glauben wichtig ist, dass ich mich darin gestärkt fühle, dass ich in der Kirche mitarbeite.

Wenn eine schwere oder komplizierte Aufgabe auf mich zu kommt, bin ich mutiger als früher, weil ich darauf vertraue, dass Gott mit mir ist. Das ist schon kompliziert, dass in die richtigen Worte zu packen, aber die meisten verstehen mich dann doch. Niemand hat sich bis jetzt lustig gemacht oder etwas Blödes gesagt. Im Gegenteil, viele fragen nach und sind neugierig. Dann spüre ich, wie gerne ich davon erzähle. Wenn das jede und jeder macht, dann werden es am Ende doch ganz schön viele sein, die etwas weiter tragen.“

Bibeltext evtl. erneut lesen.

Was geht euch durch den Kopf? –

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Gerade die Kirche mit ihrer Geschichte kann sich, meiner Ansicht nach, für Frieden einsetzen. Die frohe Botschaft Jesu weitertragen, das bedeutet, liebevoll und friedlich miteinander umgehen. Sich immer wieder aufraffen und dem anderen Menschen verzeihen, dem anderen doch wieder freundlich gegenübertreten. Das ist heute so aktuell wie damals.

Jesus hat vorgelebt und erzählt, was für ein Leben als Christ wichtig ist. Er möchte, dass wir dieses Erbe weitertragen. An der Notwendigkeit hat sich in den 2000 Jahren nichts geändert. Man braucht nur die Nachrichten anzuschauen.

Überlegt einmal: Was ist euch von der Botschaft Jesu besonders wichtig? Was wollt ihr auf jeden Fall umsetzen und weitersagen? –

Und jetzt die schwierigere Frage: Wie geht das? Wie setze ich diesen Auftrag des Missionsbefehls um? –

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Spiel:

Begriffe zum Glauben erklären oder pantomimisch darstellen lassen (evtl. auch malen lassen, wenn Papier etc. vorhanden). Der Rest der Gruppe muss den Begriff erraten. Beispiele: Geborgenheit, Gebet, Liebe, Gott, Vergeben, Vertrauen, Kreuz, …

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Beten

Lebendiger Gott, bitte sei du immer bei mir. Führe du mich auf meinen Wegen. Bitte schenke mir immer wieder die nötige Kraft, um die rechten Worte von deiner Botschaft weiterzusagen. Schenke mir das Zutrauen, um den anderen Menschen mit Liebe und Achtung zu begegnen. Auch in meinem Handeln möchte ich von dir erzählen und zeigen, wie notwendig der Glaube in unseren Tagen ist. Schenke mir den Mut zu einem aufrechten Leben mit dem Vertrauen auf dich. Amen.

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Singen

aus dem Evangelischen Gesangbuch Nr. 621 “Ins Wasser fällt ein Stein”

Nr. 168, 4-6 „ Wenn wir jetzt weitergehen“

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Mitnehmen

Hier, in Sichtweite der Autobahn, würde Jesus sicher staunen, wenn er heute nach Langenselbold kommen würde. „So schnell kommt man von einem zum nächsten Ort? Dann kann sich ja alles, was ich euch erzählt habe, schnell weiter verbreiten. Alles, was ich euch gesagt habe und was ich gemacht habe, könnt ihr mitnehmen und anderen Menschen weitererzählen. Geht doch los! Das würde mich freuen. Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!“

Wohin auch immer ihr in Zukunft unterwegs seid, dieses Kreuz geben wir euch mit auf den Weg. Es kann euch begleiten und euch an den Auftrag und die Zusage Jesu erinnern. Vielleicht findet es einen Platz am Rückspiegel des Autos.

  • Kleines Kreuz mitgeben, das man als Rückspiegelanhänger nutzen kann
  • Jugendlichen ein Magnetkreuz, Schlüsselanhänger o.Ä. mitgeben

Beim Verteilen zu jedem sagen: „Ich bin bei dir!“

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