Sprengel Hanau-Hersfeld - Wirkung versiebenfacht – Pilotprojekt zur Gewaltprävention erfolgreich gestartet.

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Fülle uns frühe mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein unser Leben lang.
Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus.

 

 

Erste Multiplikatoren-Fortbildung zur Gewaltprävention an den Kaufmännischen Schulen Hanau
Wirkung versiebenfacht – Pilotprojekt zur Gewaltprävention erfolgreich gestartet.
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„Viel Zeit und auch Vieles von sich selbst haben Sie in ein wichtiges und in Teilen auch ein sehr persönliches Thema investiert. Dafür vielen Dank.“ Mit diesen Worten überreichte Dr. Anke Kaloudis vom religionspädagogischen Institut (rpi) der evangelischen Kirchen Kurhessen Waldeck und Hessen-Nassau 14 Lehrerinnen der Kaufmännischen Schulen Hanau das für Lehrerfortbildung anerkannte Zertifikat des Instituts. In Kooperation mit dem Evangelischen Kirchenkreis Hanau hatte zum ersten Mal eine mehrtägige Fortbildung zur Gewaltprävention für Pädagoginnen stattgefunden.

An insgesamt sieben Tagen, von September 2018 bis April 2019, haben engagiertes Pädagoginnen der berufsbildenden Schule an dem Weiterbildungslehrgang „Selbstbehauptung und Kommunikation in Beruf und Alltag“ teilgenommen. Ab Januar werden die Lehrerinnen jeweils im „Tandem“ – so sind die Bausteine konzipiert – die Inhalte des Lehrgangs modifiziert mit den Schülerinnen umsetzen. „Für unsere Schule bedeutet dies eine Erweiterung des Bildungsangebots. Wir haben in einigen Ausbildungsberufen einen sehr hohen Anteil junger Frauen“, so Schulleiterin Claudia Galetzka, „und Themen wie der Umgang mit Patienten, mit Kunden lassen sich hier gut aufgreifen.“ Starkes Handeln im Beruf, sich besser zu schützen und Grenzen zu setzen sei auch professionelles Handeln im Beruf. „Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen, die sich auf das Thema Gewaltprävention eingelassen haben und nun in die Umsetzung gehen wollen.“

Die Multiplikatoren-Fortbildung für Lehrerinnen hatte mit Einzelveranstaltungen, die für junge Frauen in Schule, Ausbildung oder Praktikum angeboten worden sind, bereits Vorläufer. „Seit acht Jahren bieten wir an Schulen Einzelveranstaltungen zur Gewaltprävention an. Diese wurden von den Schülerinnen immer sehr gut angenommen, so dass wir das Konzept weiterentwickelt haben und mit der Lehrerinnen-Fortbildung eine breitere Wirkung erreichen können Die Erfahrungen aus diesen Kursen machten deutlich“, so Linda Rüegg, „dass ein besonderer Bedarf nach einem breiteren, Schulform übergreifenden Konzept der Gewaltprävention als Teil des Schulprogramms, besteht.“

Für die Vorbereitung und Koordination der sieben Module umfassenden Weiterbildung für weibliche Lehrkräfte war bei einem Vorlauf von etwa 18 Monaten viel Organisationsarbeit nötig. Die Finanzierung von 7000 Euro wurde durch die selbständige Schule, das rpi und den Kirchenkreis getragen. Mit 14 Teilnehmerinnen war der Kurs ausgebucht. Die Abschlussveranstaltung am vergangenen Mittwochnachmittag machte es deutlich machte: Die Etablierung als Multiplikatoren-Ausbildung wird von allen Beteiligten als sehr wirkungsvoll und überaus positiv wahrgenommen. In dieser gerade erfolgreich abgeschlossenen Lehrerinnen-Fortbildung war das Hauptthema zur Prävention „frühzeitig Grenzen setzen“, das unter verschiedenen Aspekten betrachtet wurde. Die Tradition der Rollenbilder wurde ebenso angesprochen wie Abhängigkeitsverhältnisse, schleichende Entwicklungen oder auch das eigene Auftreten, die eigen Stimme und nicht zuletzt die Frage: „Was mache ich? Wie setze ich es durch?“

„Wir haben mit der Erweiterung der Inhalte als Lehrerfortbildung eine Versiebenfachung des Angebots erreicht“, sagte Jugendpfarrer Philipp von Stockhausen mit Blick auf die ausgebuchte erste Veranstaltung, die von Linda Rüegg, ev. Jugendpfarramt ‚Schulbezogene Jugendarbeit‘, und der renommierten Trainerin Barbara Schaller Knop aus Wiesbaden angeboten worden war. Die beiden Referentinnen können für das geplante Nachfolgeprojekt bereits eine gesicherte Finanzierung in Aussicht stellen. Der Zonta Club Hanau wird die Kosten für die nächste Lehrerinnen-Fortbildung übernehmen, die sich an integrierte Gesamtschulen im Main-Kinzig-Kreis richtet.

Radio FFH wird in der Sendung „Kreuz & Quer“ ein Interview zweier Teilnehmerinnen mit Siegfried Krückeberg senden.

Weitere Informationen bei

Linda Rüegg

Eur. Dir. Master of Arts Management in Social Organisations, Dipl. Sozialarbeiterin)

Johanneskirchplatz 1, 63450 Hanau

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