Sprengel Hanau-Hersfeld - Beate Hofmann ist die neue Bischöfin

Tageslosung

Der HERR ist dein Ruhm, und er ist dein Gott.
Jesus Christus spricht: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
Beate Hofmann ist die neue Bischöfin
Grußworte der Synodalen aus dem Kirchenkreis Hanau
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Die neue Bischöfin Beate Hofmann nach ihrer Wahl durch die Landessynode in Hofgeismar am 9.Mai (Foto: medio-tv./Schauderna)

Eine deutliche Mehrheit der Landessynodalen der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck hat sich für Beate Hofmann als Bischöfin entschieden. Zum ersten Mal in der Geschichte der Landeskirche hatten sich zwei Frauen um das Bischofsamt beworben: Pröpstin Annegret Puttkammer aus Herborn und Prof. Dr. Beate Hofmann aus Bielefeld.

Die Landessynodalen des Kirchenkreises Hanau wünschen der Bischöfin eine gute Portion evangelische Gelassenheit, Kraft und Gottes guten Geist ...

Dr. Beate Hofmann ist die neue Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck.

Die Landessynode hat sie heute im 2. Wahlgang mit 78 von 84 Stimmen gewählt. In ihrer Dankesrede sagte die bisherige Direktorin des Instituts für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement in Bethel: „Sie haben mir damit einen Schlüssel anvertraut zu der Tür in einen neuen Lebensabschnitt und in Ihre Kirche, einen Schlüssel für eine Schlüsselfunktion in dieser Kirche. Ich danke allen, die mir dafür ihr Vertrauen gegeben haben und ich hoffe, dass ich auch die Unterstützung derer gewinne, die mich nicht gewählt haben.“

Sie betonte, sie habe hohen Respekt vor diesem Amt, gehe es mit Mut, aber auch Demut an. Dabei wünsche sie sich die Begleitung der Synodalen durch Gebet, durch gute Ideen und notwendige Kritik, aber auch durch Offenheit für Gottes Geist und seine erneuernde Kraft. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit mit Haupt- und Ehrenamtlichen „im gemeinsamen Weiterbau an Kirche als Haus Gottes, damit unsere Türen für viele Menschen aufgehen und sich auch Türen zu Gott und neue Erfahrungen mit dem Glauben erschließen.“ Im ersten Jahr habe sie vor, mit möglichst vielen und möglichst unterschiedlichen Menschen in der Landeskirche zu sprechen und vor allem zuzuhören, wo Probleme liegen, was ärgert und was begeistert, und wo Ideen und Chancen sind. Sie freue sich auch auf die Zusammenarbeit mit Medien und Politik und anderen Kooperationspartnern in der Zivilgesellschaft, mit den katholischen und den  jüdischen und muslimischen Nachbarinnen und Nachbarn.

 

Glückwünsche aus dem Kirchenkreis

Der ersten Bischöfin von Kurhessen-Waldeck wünscht Pfarrer Dr. von Dörnberg, Freude am Amt, eine gute Portion evangelische Gelassenheit und Phantasie für Neues. Dazu die Offenheit mit den Menschen vor Ort Kirche zu gestalten. Simone Küster sagt:" Der neuen Bischöfin wünsche ich einen guten Start und freue mich auf innovative Ideen und spannende Begegnungen." und Peter Botte erwartet, dass "die Bischöfin der eher ländlich strukturierten EKKW auch die Belange einer evangelischen Kirche im Ballungsraum im Blick hat." Dekan Dr. Martin Lückhoff wünscht der neuen Bischöfin Kraft und Gottes guten Geist, um gut zuhören, mutig entscheiden und einladen verkündigen zu können. Auch Christin Hohmann, die auf der Landessynode den Kirchenkreis Hanau vertritt, schließt sich mit den Worten an: "Gottes Segen für die anstehenden Aufgaben und den gemeinsamen Weg mit den Synodalen, weiterhin Humor und Fröhlichkeit im Sinne der frohen Botschaft."

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Pfarrer Dr. von Dörnberg, Christin Hohmann, Simone Küster, Peter Botte, Dekan Dr. Martin Lückhoff (Foto: medio-tv./Schauderna)

 

 

Dr. Beate Hofmann setzt sich für eine spirituell lebendige, vielfältige und einladende evangelische Kirche ein.

«In den anstehenden Veränderungsprozessen setze ich mich für eine erkennbar evangelische Kirche ein: spirituell lebendig, vielfältig und einladend.» So beschreibt sie ihr Leitbild. Ihr Kompass für das kirchenleitende Amt ist: Kirche soll einladen zur Begegnung mit Gottes Wort und miteinander, sie soll Räume zum Wachsen, zu Orientierung und Engagement bieten und ihre Ressourcen innovativ einsetzen. Auf dem Hintergrund ihrer ökumenischen Erfahrung ist ihr wichtig, dass Kirche durch Bildung und diakonische Arbeit Gesellschaft mitgestaltet.

Seit Oktober 2017 leitet Dr. Beate Hofmann ist als Direktorin das Institut für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der Kirchlichen Hochschule in Bethel/Bielefeld. Das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt in Kirche und Diakonie sowie die Gestaltung diakonischer Unternehmenskultur sind dort die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit. Beate Hofmann studierte in Bethel, Heidelberg, Evanston (USA), Hamburg und München. Als Vikarin in München-Hasenbergl und als Gemeindepfarrerin in München-Großhadern arbeitete Beate Hofmann in und mit unterschiedlichen sozialen Milieus. 1999 promovierte die Pfarrerin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Bis 2003 leitete Dr. Beate Hofmann das Fortbildungszentrum der Diakonie Neuendettelsau und sie war zugleich Pfarrerin in der Anstaltsgemeinde St. Laurentius. Im Anschluss lehrte sie von 2003 bis 2013 als Professorin für Gemeindepädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit an der Evangelischen Hochschule Nürnberg; sie forschte und arbeitete unter anderem zu Fragen der Gemeindeentwicklung und Glaubenskommunikation sowie des Ehrenamtes und der Engagementforschung im kirchlichen Kontext. Erwachsenenbildung war auch das Thema ihrer Habilitation 2013 an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau. Seit Oktober 2013 lehrt Beate Hofmann als Professorin für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal / Bethel.

Beate Hofmann ist in zahlreichen Gremien in den Bereichen Diakonie und Erwachsenenbildung engagiert, sie ist seit 2016 Mitglied des Beirates des Referats für Chancengerechtigkeit der EKD. Zudem war sie als ausgebildete Gemeindeberaterin und geistliche Begleiterin über 10 Jahre nebenamtlich tätig. Beate Hofmann ist in zweiter Ehe mit dem katholischen Physiker Dr. Stefan Geis verheiratet. Sie ist generell kulturell interessiert, liest gerne und sie spielt Harfe und Klavier. Ausgleich bieten Beate Hofmann Sport und Gartenarbeit.