Seelsorge

Seelsorge ist ein Wesensmerkmal von Kirche

Sie zeigt sich in vielfältiger Weise in zwischenmenschlichen Begegnungen

  • Seelsorge geht zeitnah auf das Bedürfnis nach einem Kontakt ein
  • Seelsorge geht aktiv auf andere Menschen zu, ohne sich aufzudrängen
  • Seelsorge nimmt körperliche und seelische Bedürfnisse in großer Offenheit und frei von Vorurteilen wahr
  • Seelsorge geschieht allerorten

 

In der Seelsorge machen Menschen die kostbare Erfahrung, dass sie ohne Vorbedingungen akzeptiert werden. Sie treffen auf aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer, erfahren Unterstützung und erleben, wie Vereinzelung überwunden wird.

Rituale, die sich im gottesdienstlichen Geschehen bewährt haben, entfalten auch in der zwischenmenschlichen Begegnung ihre Kraft. Dazu gehören das Angebot von Gebet, Schuldbekenntnis, Zuspruch, Segen, Sakrament.

Menschen werden zum Vertrauen auf Gott eingeladen, indem im seelsorglichen Miteinander Gottes Liebe aufzuleuchten vermag.

 

Seelsorge geschieht in unseren christlichen Gemeinden vor Ort

Sie findet meist unerkannt und im Stillen im geschwisterlichen Miteinander statt. Hauptamtlich Mitarbeitende, insbesondere evangelische Pfarrer und Pfarrerinnen, üben Seelsorge aus.

Viel zahlreicher sind die Gemeindeglieder, die dies im Ehrenamt tun.

 

Seelsorge steht dafür, dass „Kirche an anderem Ort“ präsent wird

  • in Kindertageseinrichtungen
  • in Schulen und in der Jugendarbeit
  • in Gemeinden von gehörlosen und blinden Menschen
  • in Kliniken, Psychiatrien und Altenheimen
  • in Hospizen und bei Hospizgruppen
  • bei Notfällen und bei der Polizei
  • in Gefängnissen
  • bei der Telefon- und Internetseelsorge
  • im privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen
  • in den Beratungsstellen des Diakonischen Werkes

Professionelle Seelsorge wird von kirchlichen Mitarbeitenden angeboten, die dafür eigens ausgebildet und begleitet werden. Das befähigt sie, Menschen in einer besonderen Phase des Umbruchs und der Unsicherheit beizustehen. Dazu gehören auch die Menschen, die in den Einrichtungen und Behörden arbeiten und unter besonderen Druck geraten können.

Die Stärke von Seelsorge liegt darin, die spirituellen Bedürfnisse von Menschen ansprechen und kommunizieren zu können. Daher begleiten Seelsorgerinnen und Seelsorger auch Menschen, die den Kontakt zur Ortsgemeinde verloren oder nie gesucht haben. Seelsorger und Seelsorgerinnen leisten damit einen wichtigen Beitrag zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden von Menschen in heutiger Zeit

    Seelsorge an besonderen Orten und für bestimmte Zielgruppen

    Klinikseelsorge

    St. Vinzenz Krankenhaus
    Pfarrerin Beatrice Weimann-Schmeller
    Tel.: 06109 / 501877
    Handy: 01764 / 7998769
    Mail: Beatrice.Weimann-schmeller@ekkw.deBeatrice.Schmeller@googlemail.com

    Klinikum Hanau
    www.klinikseelsorge-hanau.de

    Pfarrerin Simone Heider-Geiß
    Tel.: 06181 / 296-8270
    Mail: Simone.heider-geiss@ekkw.de

    Pfarrer Hans-Joachim Roth
    Tel: 06181 / 296-8270
    Mail: hans-joachim.roth@ekkw.de

    Die Klinikseelsorge steht den Patientinnen und Patienten, ihren Angehörigen und ebenso den Mitarbeitenden in den Häusern offen und ohne Vorurteile zur Verfügung. Dafür nehmen sich die Seelsorgerinnen und Seelsorger Zeit – ein besonders kostbares Gut in dem ansonsten eng getakteten Krankenhausbetrieb.

    Die angebotenen Gespräche sind vielschichtig und vielfältig, je nach Bedarf: eine kurze Unterhaltung, die sich scheinbar nur um das Wetter dreht, eine ausführliche Beratung mit mehreren Verabredungen, eine kurzfristige Hilfestellung in einer akuten Krise oder auch ein umfassender Lebensrückblick. Die Erfahrung zeigt meist, dass sich Menschen von solchen Gesprächen ermutigt, gestärkt und auch getröstet fühlen.

    Über die Gespräche hinaus sind – sofern gewünscht – symbolische Handlungen, Gebet und Segen, Abendmahl und regelmäßige Gottesdienste christliche Angebote, um die persönliche Situation in eine Beziehung zu Gott zu stellen, die über die Möglichkeiten zwischenmenschlichen Austausches hinausreicht.

    Die Seelsorgerinnen und Seelsorger gestalten die gemeinschaftlichen Beisetzungen früh verstorbener Kinder am Kindergrabmal auf dem Hauptfriedhof Hanau (jeden ersten Mittwoch im Quartal um 15 Uhr, bei Feiertagen am darauf folgenden Mittwoch) und begleiten Eltern, Geschwister, Großeltern in ihrer Trauer.

    Weitere Informationen hier

    Telefonseelsorge: Anonyme Beratung rund um die Uhr

    Anrufende finden ein offenes Ohr bei verständnisvollen und kompetenten Ehrenamtlichen, die zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Der Anruf ist kostenfrei, das Telefonat erscheint auf keiner Telefonrechnung.
    0800 / 111 0 111 oder 111 0 222
    www.telefonseelsorge-main-kinzig.de

    Sprech- bzw Öffnungszeiten: rund um die Uhr

    Tel.: (0800) 1110111 bzw. (0800) 1110222

    E-Mail:

    URL: http://www.telefonseelsorge-main-kinzig.de

    Hier findet jede und jeder Anrufende kompetente, gut ausgebildete Gesprächspartnerinnen und -partner.

    Verwaltungsanschrift:

    Ökumenische Telefonseelsorge Main-Kinzig e.V.
    Hinserdorfstraße 2a – 63505 Langenselbold

    Leiterin: Pfarrerin Christine Kleppe

    Ev. Altenheimseelsorge – Vereinte Martin Luther und Alt Hanauer Hospital Stiftung

    Pfarrerin Beate Kemmler

    Tel.: 0 61 81 / 29 02 – 2 20
    Mail: Beate.Kemmler@vmls-hanau.de

    Evangelische Altenheimseelsorge
    im Kirchenkreis Hanau

    Pfarrerin Elsbeth Balzer
    Tel.: 06181 / 5071132
    Mail: elsbeth.balzer@ekkw.de 

    Aussiedlerseelsorge im Main-Kinzig-Kreis

    Beratung, Information und Begegnung

    Alexander Schacht
    Fon: 06181 / 50 70 678
    Fax: 06181 / 61 00 658
    Rückertstr. 9
    63452 Hanau

     

    Früher kamen viele Aussiedelnde aus Polen oder Rumänien, heute fast ausschließlich aus Russland und den anderen Staaten der ehemaligen Sowjetunion. 100.000 können es jährlich sein. Im Jahr 2002 waren es etwas weniger. Die Zahl der Anträge geht u.a. auf Grund der hohen Hürde eines Sprachtests im Deutschen langsam zurück. Aber das Bundesverwaltungsamt hat noch unbearbeitete Anträge von mehr als 350.000 Personen liegen, von denen in den nächsten Jahren vermutlich die Hälfte bewilligt werden.

    „Integration“ ist noch immer ein Fremdwort. Leider.

    Über die Hälfe der 4 Millionen Aussiedlerinnen und Aussiedler, die seit 1950 zu uns gekommen sind, sind evangelisch. Aber in unseren Gemeinden weiß man wenig über ihren Glauben, ihre Frömmigkeit. Und die bei uns ankommen haben in der Regel überhaupt keine Kenntnisse über unsere Kirche und Gesellschaft. Und nur selten werden sie heimisch. Deutlich hat die Akzeptanz gegenüber Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern in der letzten Jahren abgenommen. Das Thema “Aussiedler” ist oft negativ besetzt. Andererseits bleiben die Aussiedler auch gern unter sich. So bleibt Integration ein Fremdwort.

    Es gibt aber auch Gemeinden, die schwerpunktmäßig mit Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern arbeiten. Große Gruppen von Aussiedlern gibt es in Bad Orb, Birstein, Brachttal-Hellstein, Gelnhausen-Roth, Hasselroth-Gondsroth und Wächtersbach.

    Alle Aussiedlerarbeit dient deshalb zur Verbesserung der Akzeptanz Aufgabenstellung: Information und Begegnung
    – Information zu Kirche und Gesellschaft
    – Einladung zur aktiven Mitarbeit
    – Kulturelle Bildungsarbeit
    – positive Berichterstattung über die Zugewanderten.

    Kontakte im Sprengel Hanau

    Notfallseelsorge, das ist Erste Hilfe für die Seele in Notfällen und Krisensituationen.

    Leitstelle: 112

    Menschliche Begleitung und Hilfe, rund um die Uhr, für Hinterbliebene nach einer erfolglosen Reanimation, für Angehörige, denen Todesnachrichten überbracht werden, für Schwerverletzte und Sterbende, für Betroffene und Zeugen von Unfällen, Bränden und anderen besonders belastenden Erlebnissen, für Menschen, die sich das Leben nehmen wollen, für Mitarbeitende in den Rettungsdiensten, der Polizei, den Feuerwehren in und nach besonders belastenden Einsätzen, für Menschen, die unverschuldet oder schuldhaft, einen Unfall verursacht haben, für Opfer von Gewalt, für Betroffene und Helfende bei der Suche nach Vermissten.

    Die Notfallseelsorge ist ein Bereitschaftsdienst evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer und Geistlicher anderer Konfessionen. Sie sind an die Schweigepflicht gebunden. Sie sind ausgebildet und erfahren in menschlicher Begleitung, der Seelsorge. Sie helfen ohne Ansehen der Person oder der Konfession.

    Jeweils zwei Seelsorgerinnen bzw. Seelsorger sind rund um die Uhr über Funkmeldeempfänger zu erreichen.
    Die Alarmierung erfolgt ausschließlich über die Rettungsleitstelle des Main-Kinzig-Kreises. Die alarmierten Seelsorgerinnen und Seelsorger versuchen auch, den Kontakt zum Ortsgeistlichen herzustellen.

    Landeskirche Kurhessen-Waldeck

    Schulseelsorge

    Studienleiter Pfarrer Rainer Zwenger
    Pädagogisch-Theologisches Institut Kassel
    Heinrich-Wimmer-Straße 4
    34131 Kassel
    Tel.: 0561 / 9307-174
    E-Mail: schulseelsorge@ekkw.de

    Sehbehinderten- und Blindenseelsorge im Sprengel Hanau

    Pfr. Dr. Martin Streck
    06181 / 49 22 10
    06181 / 42 41 91

    Pastoralpsychologischer Dienst im Sprengel Hanau

    Pfarrerin, Supervisorin DGSV Elsbeth Balzer

    06181 / 50 71 132

    Ihr Team in der Seelsorge

    Person - Berufsgruppe
    X
    X
    X
    X