Bestattungsvorsorge

„Ich habe mich lange vor der Frage gedrückt, wie das sein soll, wenn ich gestorben bin. Doch endlich habe ich mich festgelegt. Seitdem fange ich wieder richtig an zu leben!“

 

Vorsorge kann befreiend sein

Schon viele haben das gesagt. Vorsorgemaßnahmen für die eigene Bestattung wirken befreiend. Sie ermöglichen uns, dass wir ein wenig Einfluss auf das nehmen, worüber wir im entscheidenden Moment alle Kontrolle verlieren werden. Wir im Kirchenkreis Hanau möchten dazu ermutigen. Wir haben dabei das Wort aus Psalm 90 im Ohr, wo es heißt: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

Viele trifft der Tod unvorbereitet

In dem Psalm wird um Unterstützung durch Gott gebeten. Denn die Einsicht in die eigene Sterblichkeit und in die Folgen versteht sich nicht von selbst. Es ist ein Thema, mit dem sich niemand gerne beschäftigt. Darum trifft der Tod viele unvorbereitet und stellt die Angehörigen oft weit über ihren Kummer und die Trauer hinaus vor weitere, belastende Aufgaben.

Möglichkeiten der Vorsorge

  • Übernahme der Bestattungsfeier: Sie können schon vorher mit einem Pfarrer, einer Pfarrerin Ihres Vertrauens darüber sprechen, ob er, ob sie dazu bereit wäre. Diese Person muss nicht zwingend der zuständige evangelische Pfarrer, die Pfarrerin Ihres Wohnortes sein. Eine Zustimmung von dort braucht es allerdings schon. Diese wird Dimissoriale genannt und in der Regel ohne Probleme erteilt.
  • Ausgestaltung der Bestattungsfeier: Sie können Ihre Wünsche zu Liedern, dem Bibelwort und vielem anderem vorher mit dem Pfarrer, der Pfarrerin besprechen oder aber aufschreiben und hinterlegen.
  • Grabauswahl: Heutzutage gibt es auf den meisten Friedhöfen, in Friedwäldern und sogar auf hoher See sehr viele Möglichkeiten je nach den persönlichen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten. Die Bestattungsunternehmen beraten Sie sachkundig und klären Sie auch über voraussichtliche Kosten auf; ebenso geben die Friedhofsverwaltungen bereitwillig Auskunft.
  • Grabpflege: Die Friedhofsgärtnereien beraten gerne und halten vielfältige Angebote bereit. Mit ihnen können Verträge zur Dauergrabpflege abgeschlossen werden. Mancherorts werden auch gärtnerisch betreute Gemeinschaftsgrabanlagen angeboten.
  • Vorsorgevertrag: Mit vielen Pietäten können Sie einen umfassenden Bestattungsvorsorgevertrag abschließen. Darin können Sie den Sarg oder die Urne festlegen, das Grab auswählen, gegebenenfalls auch schon den Grabstein mit Inschrift. Sie können gärtnerische Arbeiten beauftragen, Vorgaben für die Trauerfeier machen und auch für eine Zeitungsannonce. Das angelegte Geld ist sicher: Es kann von Ämtern nicht angetastet werden, wenn zum Beispiel Sozialhilfebedürftigkeit eintritt. Eine Treuhandstelle wacht darüber, dass die vereinbarten Leistungen später auch tatsächlich erbracht werden.
  • Nicht(s) vergessen. Gut vorbereitet für die letzte Reise: Das ist der Titel einer Broschüre evangelischer Landeskirchen und ihrer Diakonischen Werke, die zusammen mit einer Materialsammlung einen guten Überblick ermöglicht über alles, was zu beachten ist. Es sind Listen beigefügt, in denen persönliche Eintragungen und Festlegungen erfolgen können. Sie können bestellt und heruntergeladen werden unterhttps://www.nichtsvergessen.de/
  • Was bleibt. Weitergeben Schenken Stiften Vererben: Das ist der Titel einer sehr ähnlichen Broschüre und Materialsammlung mit Ausfüllhilfen. Sie können bestellt und heruntergeladen werden unter https://www.was-bleibt.de/

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