Weihnachten, das ist auch Gottes Glanz, der sich in den Augen spiegelt. Früher ging Weihnachten bis zum 2. Februar, dem Fest Maria Lichtmess. Für die meisten ist Weihnachten schon lange vorbei. Der Baum ist weg. Kein Weihnachtsglanz und keine Krippe mehr.

Glanz auf dem Gesicht. Wie Goldstaub. Ein Leuchten, von innen heraus und nach außen wärmend. Dieser Glanz ist auch auf dem Gesicht von Mose, als er vom Berg Sinai herabsteigt. Dort hat er Gott erfahren. Kann den ein Mensch so unmittelbar Gott begegnen? Mose hat es erlebt und er trägt Spuren davon: Er leuchtet (2. Mose 34,29-35).

Der Glanz auf Moses Gesicht. Die glänzenden Augen an Weihnachten. Momente, in denen wir etwas von Gottes Leuchten spüren. Sie sind kostbar und flüchtig. Für mich ist der Segen so ein Moment.

Vor einigen Jahren hat es nach dem Konfirmationsgottesdienst beim Ausgang aus der Kirche Konfetti geregnet. Als Erinnerung daran, dass Gottes Segen immer da ist. Konfetti ist hartnäckig. Noch heute finde ich manchmal in den Ecken der Kirche goldenes Konfetti. Es erinnert mich an den Segen Gottes und an den Glanz in den Gesichtern der Menschen an diesem Tag.

Den Glanz bewahren. Und die Erfahrung: Gott ist in meinem Leben und meint es gut mit mir, auch wenn ich es nicht immer unmittelbar merke. Vielleicht können wir etwas von dem Weihnachtsglanz bewahren, in dem wir aus der Kiste mit dem Weihnachtsschmuck einen kleinen Stern herausnehmen und ihn aufhängen, ab und zu anschauen und etwas von dem Glanz mitnehmen und weitergeben.

Bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Elisabeth Krause-Vilmar

Wir laden Sie herzlich zum Gottesdienst am Sonntag um 10.00 Uhr in die Gronauer Kirche ein! Es gilt die 3G-Regel.