Der Advent ist in der Kirche eine Fastenzeit: Eine Zeit der Besinnung und eine Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Das heißt darauf, dass Gott in unsere Welt kommt und damit unser Leben eine neue Richtung annimmt. Wie wir uns auf Weihnachten vorbereiten können, berichtet die biblische Geschichte für den heutigen 3. Advent. Sie erzählt von Johannes dem Täufer, dem Wegbereiter Jesu. Er ist als Prediger durch Israel gezogen. Johannes hat Menschen getauft und sie aufgefordert, umzudenken und ihr Leben neu zu gestalten. Und er hat Jesus angekündigt und die Menschen auf sein Kommen vorbereitet. Und wenn Johannes gefragt wurde: Wie sollen wir uns vorbereiten? Dann sagte er: Tut das, was ihr gut könnt.

Jedes Jahr wieder und jedes Jahr neu stellen sich damit die Fragen: Was kann ich gut? Womit kann ich ein Teil der Vorbereitung sein? Lassen Sie uns heute mal eine Minute hinsetzen, das Smartphone ausschalten, die Musik auch, eine Kerze anzünden, vielleicht ein Plätzchen essen und diesen Fragen nachgehen.

Es gibt viele Möglichkeiten Gott den Weg zu ebnen. Wir nehmen wahr, was wir tun können. Und das, was uns mitgegeben wurde, das setzen wir ein: für uns und für andere. Vielleicht kann das konkret in dieser Zeit bedeuten, mal bei der Nachbarin anzurufen, oder etwas geduldiger mit uns selbst und anderen zu sein, oder mal wieder einen persönlichen Brief oder eine Karte zu schreiben.

So bereiten wir Gott den Weg. Uns und anderen zur Freude. Und Gott zu Ehre. Amen.

Bleiben Sie behütet! Ihre Pfarrerin Elisabeth Krause-Vilmar