Nun ist es also wieder soweit und die Adventszeit beginnt. Für mich ist diese Zeit verbunden mit schönen Erinnerungen wie „Plätzchen backen“, „Weihnachtsschmuck basteln“ und – natürlich – Adventstürchen öffnen. Mein Adventskalender – und so mag ich ihn heute noch am allerliebsten – war ganz einfach mit kleinen Schokoladenfigürchen gefüllt. Nur am 24.12. verbarg sich hinter einem Tor ein großes Stück Schokolade – das Ziel war also erreicht und der Heilige Abend stand bevor.

Auch in den modernen Medien hat der Adventskalender Einzug gehalten. In der Evangelischen Kirche gibt es in diesem Jahr eine ganz besondere Adventsaktion: Wer sich anmeldet, erhält jeden Morgen im elektronischen Postfach ein kleines Video zur Weihnachtsgeschichte. Ich freue mich schon jetzt auf das gute Wort zum Advent, verpackt in einem kurzen Videoclip.

Das tut gut – besonders in diesem Jahr, in dem wir Advents- und Weihnachtszeit doch ganz anders gestalteten müssen. Machen Sie also mit und melden sich an bei dieser schönen Aktion der evangelischen Landeskirchen.

https://adventskalender.evangelisch.de

Und auch wenn Sie kein Internet haben, können Sie mit machen und sich dann jeden Morgen auf ein tröstliches und adventliches Wort aus der Bibel freuen. Wie das geschehen kann?

Ich habe Ihnen hier 24 gute, adventliche Worte, aufgeschrieben. Machen Sie sich 24 kleine Zettel und schreiben Sie je einen Bibelvers darauf. Falten Sie die kleinen Zettel dann zusammen und schreiben von außen das jeweilige Kalenderdatum auf. So haben Sie jeden Morgen ein geistliches Wort zum Advent.

Wann Sie das lesen, bleibt Ihnen überlassen. Am besten natürlich in der Frühe des Tages – vielleicht vor oder nach der morgendlichen Lektüre der Tageszeitung. Oder direkt nach dem Aufstehen?

Hilfreich ist, den Vers einmal laut zu lesen – ihn selbst zu hören. Manchmal braucht es auch Zeit, bis das Wort „ankommt“. Martin Luther hat es so formuliert: „Die Heilige Schrift ist ein Kräutlein; je mehr du es reibst, desto mehr duftet es“. Das Reiben meint also die Auseinandersetzung mit dem Text.

Was für Gedanken kommen mir beim Lesen des Bibelverses? Weckt er Erinnerungen? Woran? Welche Gefühle werden angesprochen? Welche Farben fallen mir zu dem Wort ein? Welches Bild würde ich malen? Was spricht mich an und was bleibt mir fremd? Für mich soll der Vers aus dem Buch der Bücher heute zum Trostwort werden. Für mich soll das Wort Gottes heute zum Lebenswort werden. Wie kann ich das Wort an die Menschen, die mir heute begegnen, weitergeben?

Ein Wort im Adventskalender lautet:

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1

Unser Licht ist Christus – warum sollte es also in unseren Häusern nicht hell werden? In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit.

Andrew Klockenhoff
Schulpfarrer an der Bertha-von-Suttner-Schule, Nidderau

Worte für Ihren Adventskalender

29.11.

"Bereitet dem Herrn den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserem Gott“
Jes 40,3

30.11.

Zur letzten Zeit wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.
Jesaja 2,4

1.12.

Christus spricht: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Matthäus 5,17

2.12.

O dass du auf meine Gebote gemerkt hättest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen.
Jesaja 48,18

3.12.

Der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat das Reich eingenommen! Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben.
Offenbarung 19,6-7

4.12.

Der HERR spricht: Wenn du dich zu mir hältst, so will ich mich zu dir halten.
Jeremia 15,19

5.12.

Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
1.Johannes 3,18

6.12.

Es gefällt mir, die Zeichen und Wunder zu verkünden, die der höchste Gott an mir getan hat.
Daniel 3,32

7.12.

Wer in der Finsternis wandelt, dass ihm kein Lichtstrahl glänzt, der vertraue auf den Namen des HERRN! 
Jesaja 50,10

8.12.

Der Herr stand mir bei und stärkte mich, damit durch mich die Botschaft ausgebreitet würde.
2. Timotheus 4,17

9.12.

Der HERR wird einem jeden seine Gerechtigkeit und Treue vergelten.
1.Samuel 26,23

10.12.

Ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, er kann mir bewahren, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag. 
2. Timotheus 1,12

11.12.

Ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein.
Hesekiel 37,26

12.12.

Gott hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt.
2.Timotheus 1,9

13.12.

Wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. 
1. Johannes 4,14

14.12.

Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
Lukas 1,49

15.12.

Und das ganze Volk jauchzte laut beim Lobe des HERRN, weil der Grund zum Hause des HERRN gelegt war.
Esra 3,11

16.12.

Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?
2.Korinther 6,14

17.12.

Ich bin arm und elend; der Herr aber sorgt für mich.
Psalm 40,18

18.12.

Wie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat.
2.Korinther 8,7

19.12.

Lauft nicht andern Göttern nach, ihnen zu dienen und sie anzubeten, und reizt mich nicht zum Zorn durch die Machwerke eurer Hände.
Jeremia 25,6

20.12.

Er hat uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens. Epheser 1,5

21.12.

Du bist gekommen zu dem HERRN, dass du unter seinen Flügeln Zuflucht hättest.
Rut 2,12

22.12.

Es sind eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht.
Matthäus 10,30-31

23.12.

Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage. Psalm 14,2

24.12.

Da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.
Matthäus 2,1-2

25.12.

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Jesaja 9,1

26.12.

Die Hirten sprachen untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Lukas 2,15

27.12.

Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.
2. Petrus 1,19