Schutz der Gottesdienstbesucher hat oberste Priorität

25 Mai
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Hygienepläne aller Evangelischen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Hanau sind ausgearbeitet – Dekan empfiehlt dringend die Erfassung der Gottesdienstbesuchenden (Bild: Petra Bork / Pixelio.de)

Seit Anfang Mai dürfen in Hessen Gottesdienstfeiern unter Auflagen wieder öffentlich gefeiert werden. Die evangelische Landeskirche Kurhessen-Waldeck hat deshalb alle Kirchengemeinden angewiesen, vor Ort zu prüfen, wie die Vorgaben der hessischen Landesverordnung jeweils in den Kirchengebäuden und im Freien umzusetzen sind. Die örtlichen Gegebenheiten sind von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich, so dass die Regelungen angepasst werden müssen.

„In allen evangelischen Kirchengemeinden des Kreises werden die empfohlenen Maßnahmen sehr streng eingehalten, um einer „Corona-Infektion“ vorzubeugen“, so Dekan Dr. Martin Lückhoff, „alle Kirchenvorstände entwickeln Hygienepläne für Gottesdienste im Gebäude und im Freien. Zur Wiederaufnahme von Gottesdiensten ist ein Beschluss des Kirchenvorstands erforderlich, der die Umsetzung der Hygienepläne sicherstellt. Für die Kirchengemeinden besteht keine Verpflichtung, Gottesdienste zu halten.“

Schutz vor Ansteckung hat Priorität

„Die Pläne zeigen, mit wie viel Sorgfalt Pfarrerinnen und Pfarrer gemeinsam mit dem Kirchenvorstand Möglichkeiten erarbeitet haben, um Menschen Teilhabe an gemeindlichem Leben zu ermöglichen. Diese Arbeit wird durch den jüngsten Vorfall an einer Frankfurter Baptistengemeinde und Schlagzeilen wie „Corona-Ausbruch nach Gottesdienst“ erschwert“, so Lückhoff. Die Gemeinden der evangelischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck wollen der damit verbundenen Verunsicherung offensiv begegnen. Die erarbeiteten Hygienepläne sind an Kirchengebäuden öffentlich auszuhängen und werden darüber hinaus auch z.B. im Internet auf die Webseite der Kirchengemeinde gestellt. Auf der Internetseite des Kirchenkreises sollen die einzelnen Pläne der Gemeinden auch gesammelt und veröffentlicht werden. Dekan Lückhoff hat den Kirchenvorständen zudem dringend geraten, Gottesdienstbesucher datenschutzkonform zu erfassen. „Die aktuelle Entwicklung lässt meines Erachtens keine andere Konsequenz zu. Damit gehen wir deutlich über die Empfehlungen des Landes Hessen und der Landeskirche hinaus. Es dient dem Schutz aller, die Gottesdienste feiern und verantworten“, so der Dekan des evangelischen Kirchkreises.

Um eine Ansteckung mit der Atemwegserkrankung Covid 19 durch den neuartigen Erreger Sars-Coronavirus 2 (Sars-CoV-2) unter allen Umständen zu vermeiden, gelten deshalb während des gesamten Gottesdienstes sowie im Kirchenumfeld strenge Abstands- und Hygieneregeln, wie sie als Schutzmaßnahmen von Ärzten und Experten empfohlen werden.

Diese Regeln gelten während der Gottesdienste

Generell gilt es, Abstand zu halten. Vorgegeben sind mindestens 1,50 Meter. Dieses Gebot gilt beim Betreten der Kirche, beim Verlassen und während des Gottesdienstes. Es gilt zudem eine Maskenpflicht. Während des Gottesdienstes sind Mund-Nase-Masken zu tragen; liturgisch handelnde Personen ohne Maske müssen einen Abstand von mindestens vier Metern zu anderen Personen einhalten. Auf Hände-Hygiene ist zu achten. In den Kirchen werden Desinfektions- oder Waschgelegenheiten vorgehalten. Die Teilnahme am Gottesdienst ist beschränkt und die Sitzplätze sind markiert. Gemeinsames Singen der Gemeinde und von Chören findet nicht statt. Gesangbücher liegen nicht aus. Emporen werden von Besuchenden nicht genutzt. Auf Körperkontakt wird verzichtet (kein Friedensgruß per Handschlag, keine Handauflegung zum Segen, etc.). Die Gottesdienstkollekte wird kontaktlos am Ausgang gesammelt. Von Abendmahlsfeiern wird bis auf Weiteres abgeraten und nach jedem Gottesdienst werden Handläufe, Griffe etc. desinfiziert. Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher sowie ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen dabei, sich an die Regeln zu erinnern und diese einzuhalten.

Text: Ulrike Pongratz
Bild: Petra Bork / Pixelio.de

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