Himmelfahrtsgottesdienst überwindet Einsamkeit

25 Mai
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Nachdem die Bruchköbeler Jakobuskirche wochenlang nur von Pfarrer, Organist, Kirchenvorsteher und Webcam bevölkert worden war, konnte der Gottesdienst an Himmelfahrt erstmals wieder mit körperlich anwesender Gemeinde gefeiert werden. Zu diesem Anlass hatten Pfr. Abraham und der Kirchenvorstand den Gottesdienst nach draußen auf die Kirchwiese verlegt. Zahlreiche Helfer waren mit Zollstöcken im Einsatz, um die hundert genehmigten Stühle im vorgeschriebenen Abstand aufzustellen. Als die Glocken den Gottesdienst einläuteten und Christoph Brückner am Keyboard die ersten Klänge ertönen ließ, nahmen zahlreiche Teilnehmende Platz, die meisten von ihnen mit Mundschutz ausgestattet. Da es sich um einen Open-Air-Gottesdienst handelte, war das Singen gestattet, wovon die Gemeinde auch kräftig Gebrauch machte. In seiner Predigt beschrieb Pfr. Abraham Himmelfahrt als Krisenerfahrung der Kirche: Ihre Leitfigur verschwindet von der Bildfläche. Gleichzeitig habe Jesus seinen Nachfolgern aber auch eine Strategie für die Krise hinterlassen und ermögliche deren Umsetzung bis heute: Einheit, Kommunikation, Solidarität und Liebe (Johannesevangelium, Kapitel 17). Zusätzlich zur klassischen Feier mit Gemeinde wurde der Gottesdienst in bewährter Weise über den YouTube-Kanal der Kirchengemeinde ausgestrahlt (www.jakobuskirche-bruchkoebel.de). 

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten sich die evangelischen Kirchengemeinden aus Bruchköbel und Issigheim sowie die katholischen Gemeinden „Erlöser der Welt“ und „Sankt Familia“ zu einer Lieder-Aktion an den örtlichen Seniorenheimen verabredet. Unterstützt von sechs Blechbläsern im vorschriftsmäßigen Abstand sowie akustisch verstärkt, sandten die rund 50 versammelten Christinnen und Christen Grüße, Segenswünsche und Gebete über den Schutzzaun hinweg. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Kursana- und des AWO-Heims versammelten sich an den Fenstern und bedankten sich mit Applaus. Pfrin. Elsbeth Balzer, die von evangelischer Seite für die Seniorenheime zuständig ist, hatte den Kontakt hergestellt und freute sich über die Beteiligung.  

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