An diesem Sonntag findet die Trubelkirche@home zum Thema Taufe statt. Das Vorbereitungsteam hat für die Kinder 60 große Briefumschläge liebevoll gestaltet. Darin sind alle Zutaten zu finden, mit denen die Trubelkirche zuhause gefeiert werden kann: eine biblische Geschichte, kreative Bastelideen, eine kleine Stärkung, …

Sich immer wieder daran zu erinnern, dass man getauft ist, ist nicht nur für die Kinder wichtig. Ich lade Sie ein, sich Zeit zu nehmen für einige Gedanken zur Taufe. Auch wenn es vielleicht schon lange her ist, gibt es doch vielleicht Erinnerungsstücke: eine Urkunde, ein paar Fotos oder eine Kerze. Vielleicht finden Sie sogar Ihren Taufspruch, dann lesen Sie ihn in der Bibel doch einmal nach. Wann war eigentlich Ihr Tauftag? Markieren Sie das Datum doch einmal in ihrem Kalender.

Die Taufe ist ein Zeichen dafür, dass es Gott gut mit uns meint. Ohne Bedin- gung. Ohne Vorleistung. Ohne unser Zutun. Durch die Taufe erfahren wir, dass unsere Würde von Gott kommt und nichts und niemand sie uns nehmen kann. Ich bin getauft – so schrieb es Martin Luther in Kreide vor sich hin. Auf den Schreibtisch. An die Wand. Er brauchte das. In so vielen Stunden der Anfech- tung hat er Gott einfach nicht sehen, glauben, fühlen können, hat gerungen mit Selbstgerechtigkeit und tiefen Zweifeln. Und im tiefsten Dunkel dann: Ich bin getauft! Als würde der sichtbare Schriftzug diesen verborgenen Gott wieder ins Leben holen. Seine Anwesenheit bezeugen. Und einen binden, wenn man fliehen möchte vor der Verzweiflung und es in einem zittert. Ich bin getauft. Lasst uns diesen Zuspruch mehrmals täglich zu uns nehmen.

Bleiben Sie behütet!
Ihre Pfarrerin Elisabeth Krause-Vilmar