Das Coronavirus versetzt die ganze Welt in einen Ausnahmezustand. Das Virus macht weder vor Landesgrenzen noch Sprachgrenzen halt und betrifft die ganze Menschenfamilie. Alle sind verwundbar. Die Welt ist von Corona schwer gezeichnet – die ganze Welt, die für mich trotz und mit Corona Gottes Welt ist und bleibt.

Der jetzige Sonntag ist in der Kirche der Sonntag des guten Hirten. Das Neue Testament bekennt Jesus als den guten Hirten, der das Verlorene nicht aufgibt und der sein Leben für das ihm Anvertraute lässt. Jede/r einzelne zählt und ist wertvoll.

Mit einem Hirtenbrief reagiert der Weltkirchenrat auf die globale Herausforderung durch das Coronavirus. Dr. Agnes Abuom aus Kenia, die Vorsitzende des Weltkirchenrats, wendet sich an die Mitgliedskirchen – auch an unsere Landeskirche. Sie ruft die Kirchen in der ganzen Welt auf, das Leben zu schützen und nimmt besonders die in den Blick, die durch Kriege und Hungersnöte vertrieben wurden und die nicht genug zum Leben haben, denn jede/r einzelne zählt und ist wertvoll. Solidarität fordert Abuom mit denen, die kein Zuhause haben, in dem sie sich vor dem Coronavirus schützen können, und mit denen, die keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser haben.

Ich habe einen Traum, dass das Coronavirus uns als Menschenfamilie zusammenschweißt, dass diese Krise uns zeigt, dass Wohlstand und Frieden nicht selbstverständlich sind, dass uns das Leben anderer berührt – egal ob sie in der Nähe oder am anderen Ende der Welt leben – und dass wir nach dieser globalen Erschütterung und nach dem Innehalten nicht einfach so weitermachen wie bisher. Dass dies geschehe, dazu helfe uns der gute Hirte! Amen.

Bleiben Sie behütet! Ihre Pfarrerin Elisabeth Krause-Vilmar