Ministerpräsident Bouffier besucht Diakonisches Werk im Technologiepark Hanau-Wolfgang

12 Dez
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Hanau. Am Montag stattete der hessische Ministerpräsident, Volker Bouffier, dem Diakonischen Werk Hanau-Main-Kinzig einen adventlichen Besuch ab und überreichte Diakoniepfarrer Bernd Laukel einen Förderscheck über 1500 Euro für das innovative Konzept der „Integrierten Seniorenberatung“.

Diakonie ist weit verzweigt in die Gesellschaft
Der Dekan des Kirchenkreises Hanau, Dr. Martin Lückhoff, begrüßte die Delegation im Foyer des Green Buildings in Hanau-Wolfgang. Ein regionales Diakonisches Werk in einem Industriegebiet sei gewiss etwas außergewöhnlich, führte Lückhoff aus, zeige aber nur, wie weit verzweigt die Diakonie in die Gesellschaft hineinwirke.


Dank für engagierte und innovative Arbeit vor Ort
Ministerpräsident Bouffier betonte, dass sein Besuch zunächst und vor allem dazu diene, denen herzlich zu danken, die die soziale Arbeit in die Tat umsetzen. „Es ist mir ein Anliegen“, so Bouffier weiter, „dies auch direkt vor Ort wahrzunehmen“. Diakoniepfarrer Bernd Laukel führte aus, dass das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig an verschiedenen Standorten im Main-Kinzig-Kreis präsent sei und dass besonders die Lage im Technologiepark „Kirche an einem anderen Ort“ repräsentiere. Hier suche die diakonische Arbeit neue Wege und gehe sie auch. Ein innovatives Projekt ist derzeit die „Integrierte Seniorenberatung“. Die Sozialgesetzgebung sowie sozialpolitisch motivierte Förderstrukturen nähmen ältere Menschen wesentlich unter dem Duktus „Pflege“ in den Blick. Damit seien die Problemlagen älterer Menschen aber nur partiell erfasst. Das Beratungsangebot einer „Integrierten Seniorenberatung“ ziele hingegen darauf ab, diese Problemlagen ganzheitlich in den Blick zu nehmen und in einem breit angelegten Beratungsprozess darauf zu reagieren. Dazu gehört auch, Klienten in ihrem Wohnumfeld aufzusuchen.

Haltung ist mindestens so wichtig wie Geld
Nach einem Rundgang durch das Gebäude führte der Minsiterpräsident mit BeraterInnen ein Fachgespräch, um aus erster Hand zu erfahren, wie politische Rahmenbedingungen in der Praxis funktionieren und wo es Handlungsbedarf gibt. Nach dem Rundgang und dem Gespräch bedankte sich der Ministerpräsident erneut für diesen lebendigen Eindruck aus der Praxis der diakonischen Beratungsarbeit und sah sich bestärkt darin, die schon lange praktizierte Zusammenarbeit von Staat und Kirche auch weiter zu fördern. „Natürlich“, so Bouffier zum Abschluss, „kommt es auch darauf an, dass die Arbeit finanziert werden muss. Aber entscheidend ist doch etwas anderes, nämlich die Haltung gegenüber den Menschen und der Aufgabe.“

jh

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