Sprengel Hanau - Aus dem Gemeindeleben

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Gebärdengemeinde Fulda, Vortrag 'Notfall-App' von Reinhard Eckey

 

Vortrag Notfall-App

Ein Notfall: ein Unfall mit schwer Verletzten, ein Herzinfarkt, ein Sturz von der Leiter. Egal, ob auf der Straße, am Arbeitsplatz oder zu Hause: Wer taub ist, hat im Notfall bislang ein Notfall-Fax an 112 geschickt.

Im Notfall ein Fax schicken ist kompliziert. Probleme beim Notfall-Fax: Unterwegs gibt es kein Faxgerät. Oder niemand merkt, dass ein Notfall-Fax ankommt. Ein Fax schicken dauert relativ lang. Aber: Wenn ein Notfall eintritt, zählt jede Minute. Keine Zeit verlieren ist wichtig.

Jetzt gibt es eine Alternative: die Notfall-App. Sie wurde vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) für alle Interessierten entwickelt. Jede Person kann mit der Notfall-App im Notfall schnell Hilfe anfordern. Egal, ob von zuhause, auf der Arbeit oder von unterwegs. Die Notfall-App ist kostenfrei.

Bei der Weihnachtsfeier der Gebärdensprachgemeinde Fulda hat Reinhard Eckey einen Vortrag zur Notfall-App gehalten. Alle waren sehr interessiert. Denn das Thema ist für alle wichtig. Jeder Mensch kann plötzlich zum Notfall werden. Und dann ist schnelle Hilfe nötig.

Reinhard Eckey erklärte die Anwendung der App und informierte über ihre Entstehung.

Der Vortrag wurde wegen großen Interesses am 11. März 2018 beim Gemeindenachmittag Fulda wiederholt und wird beim Gemeindenachmittag am 24. März 2018 in Hanau gezeigt. Termin siehe oben.

Foto und Text: M. Keller-Stenzel

 

Neue Lutherbibel für Gebärdengemeinde Hanau

Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums überreichte der Propst des Sprengels Hanau, Bernd Böttner, der Gebärdensprachgemeinde Hanau beim Reformationsgottesdienst in Gebärdensprache im Oktober 2017 eine neu übersetzte Lutherbibel.
Stellvertretend für die Gemeinde nahm Gemeindevorsteherin Gabriele Meyer bei einem feierlichen Gottesdienst im Vereinsheim des Gehörlosenvereins zu Hanau e.V. die Altarbibel in Empfang.

Propst Böttner betonte den Stellenwert der Reformation als Bildungsbewegung und hob hervor, dass geschichtlicher Wandel und zeitgemäße Sprache einander bedingen: „Darum muss auch die Bibel immer wieder in eine neue Sprache gebracht werden, eine Sprache, die die Menschen verstehen können.“ In Anlehnung an ein Zitat des Reformators sagte Böttner, Martin Luther habe eine verständliche Sprache gefunden, indem er „der Mutter im Hause, den Kindern auf der Gasse und dem gemeinen Mann aufs Maul geschaut“ habe.

Biblische Texte durch Übersetzung in Gebärdensprache für gehörlose Menschen verständlich zu machen, zähle zu den Aufgaben der Gehörlosenseelsorge, erklärt Pfarrerin Keller-Stenzel.

Sie ist im Bereich des Sprengels Hanau Ansprechpartnerin für taube Menschen und ihre Angehörigen. Mit Gottesdiensten und weiteren Angeboten in Gebärdensprache leistet die Gehörlosenseelsorge in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck einen wichtigen Beitrag, damit gehörlose Menschen in ihrer Sprache verstehen und barrierefrei am kirchlichen Leben teilhaben können.

In der neu übersetzten Lutherbibel sei aus der „Heilung eines Taubstummen“ im Neuen Testament die „Heilung eines Tauben“ geworden.

Keller-Stenzel verweist darauf, dass es den Begriff „taubstumm“ im biblischen Urtext nicht gebe. Es sei für das Selbstverständnis tauber Menschen ein wichtiger Schritt, dass die neue Lutherübersetzung dem Rechnung trage.

Text: M. Keller-Stenzel (Der Beitrag wurde auch in der Hanauer Presse veröffentlicht.)

Foto: H. Morr

 

Weitere Fotos, Fotogalerie: M. Keller-Stenzel (Vortrag Notfall-App Gebärdengemeinde Fulda, Überreichung der neuen Lutherbibel Gebärdengemeinde Hanau)

 

 

 

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