Sprengel Hanau - Politische Fragen und Stand der Ökumene sind Schwerpunkte im Sommerinterview

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Politische Fragen und Stand der Ökumene sind Schwerpunkte im Sommerinterview
Bischof Dr. Martin Hein nimmt gegenüber dem Medienhaus zu aktuellen Fragen Stellung
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Klimawandel, Wahlen in Hessen und Flüchtlingspolitik in Deutschland, Fußball und Ökumene – das sind die Themen des Sommerinterviews, das Bischof Dr. Martin Hein kurz vor seinem Sommerurlaub dem Medienhaus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gegeben hat. Das vollständige Interview auch als Video auch unter: www.ekkw.de

Politisches Klima ist schärfer, aber auch undifferenzierter geworden
Das politische Klima in Deutschland hat sich nach Heins Einschätzung nach dem Einzug der AfD in den Bundestag verändert. Es sei schärfer, aber vor allem „undifferenzierter“ geworden: „Die Parolen ziehen wieder ein.“ Diese Entwicklung könnten die Kirchen nicht begrüßen. Allerdings warnte Hein davor, sich immer reflexartig zu empören, „wenn uns die AfD einen Knochen hinhält“. Die Aufmerksamkeit, die die AfD erzeuge, sei zu einem großen Teil der Tatsache geschuldet, dass ständig darauf reagiert werde. Er hoffe, dass eine ernsthafte parlamentarische Arbeit „die Eruptionen“, die die AfD erzeuge, allmählich stoppen werde. Denn die AfD sei bislang noch eine ernsthafte Antwort auf alle brennenden politischen Fragen schuldig geblieben. Hein stellte fest, dass die Flüchtlingsfrage vielen Menschen Sorgen bereite und sie verunsichere. Diese Sorgen müsse man einerseits ernst nehmen; andererseits müsse man aber dem Eindruck entgegenwirken, dass die Politik die eigene Bevölkerung vernachlässige. Das Programm der neuen Regierung zeige, dass investiert werde, „auch für Menschen, die hier leben“. Der Bischof sah es als Aufgabe der Kirche an, für eine „nüchterne Einschätzung“ der aktuellen Situation in Deutschland einzutreten und für diese Sicht zu werben. Deutschland ginge es verglichen mit anderen Teilen der Erde „unvergleichlich gut“.

Politisches Handeln muss besser vermittelt werden
Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl in Hessen äußerte Hein den Wunsch, dass die Politik ihr Handeln besser vermittle. Dies gelinge weniger durch Parolen im Wahlkampf, als vielmehr durch eine kontinuierliche Arbeit und deren Darstellung in der Öffentlichkeit. Eine repräsentative Demokratie ergebe sich nicht von selbst, sondern müsse immer wieder erklärt werden, damit alle eine Wertschätzung für dieses System bekämen. Hein appellierte an alle hessischen Bürgerinnen und Bürger: „Bitte gehen Sie zur Wahl. Ihre Wahlstimme kann mehr bewirken, als Sie denken.“

Gegenseitige Einladung zum Abendmahl kann jetzt schon ausgesprochen werden
Mit Blick auf die aktuelle Diskussion in der katholischen Kirche zur Frage der Teilnahme von evangelischen Christen an der Eucharistiefeier wertete Hein es als lohnend, auch gegen Widerstände für den „sehr bedachten Weg der Öffnung“ einzutreten. Seiner Ansicht nach könne man theologisch begründet die gegenseitige Einladung zum Abendmahl jetzt schon aussprechen. Dass hingegen ein katholischer Priester und eine evangelische Pfarrerin gemeinsam am Altar ständen und das Abendmahl zusammen feierten, sei noch „Zukunftsmusik“. Wahrscheinlich werde dies ein Thema des Ökumenischen Kirchentags 2021 in Frankfurt werden.

Das vollständige Interview auch als Video auch unter: www.ekkw.de

 

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mid - eingestellt am 18.06.2018